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Vermenschlichung

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Eintrag vom 26.02.2013

immer wieder gibt es für mich Reizworte, die mich beschäftigen.
Im Moment ist es das Wort Vermenschlichen, dass mir bei der Hundeerziehung sehr unangenehm vorkommt.

Wenn Ihr einen Hundepsychologen benötigt und ihn zu Euch holt, kann es sein, dass er Euch folgende Fragen stellt:
-Reden Sie mit Ihrem Hund, als würde er sie verstehen?
-Benützen Sie Babysprache, wenn sie mit Ihrem Hund reden?
-Darf er auf das Sofa?
-Darf er auf das Bett?
-Feiern Sie seinen Geburtstag?
-Kaufen sie gerne schöne Dinge für Ihren Hund (ein schickes Hundesofa, besondere Halsbänder, Spielzeug etc.?
-Geben Sie Ihrem Hund etwas von Ihrem Essen ab?
-Unterschreiben Sie manchmal Karten, Mails oder im Forum mit Ihrem eigenen Namen und den Namen Ihres Hundes?
-Wen würden Sie lieber auf eine einsame Insel mitnehmen, Ihren Partner oder Ihren Hund?

Diese Fragen habe ich vom Buch von Elisabeth Beck abgeschrieben, “Wer denken will, muss fühlen”
Ihr erratet schon, wenn Ihr eine oder gar mehrere Fragen mit zu Gunsten des Hundes beantwortet, ist es wahrscheinlich, dass Ihr den Hund vermenschlicht.
Wirklich?

-Reden Sie mit Ihrem Hund, als würde er sie verstehen?
Als Mensch habe ich den Trieb zu reden, das wird zum Beispiel beim Film beschrieben, als Tom Hanks mit einem Baseball spricht oder auch in Robinson Crusoe.
Wieso sollte ich also mit meinem Hund dann anders reden?
Er kann zwar nicht meine Worte verstehen aber dafür kann er der Stimmmelodie und vielem Anderem einiges entnehmen.
Vermenschlichung ist es natürlich, wenn ich glaube, er versteht jedes Wort, ausser Sitz und Komm aber das war ja nicht die Frage.

-Benützen Sie Babysprache, wenn sie mit Ihrem Hund reden?
Einfache Sätze, einfache Worte, bei jemanden, der einen nicht gut verstehen kann, ist dies besonders dumm?
Natürlich ist da nicht Gaga und Gugu gemeint, sondern eine vereinfachte Sprache.
Wieder, ein Problem gibt es erst dann, wenn man glaubt, der Hund versteht jedes Wort.
--Darf er auf das Sofa?
Also immer noch die alten Mythen der Dominanz.
Sicher erst dann ein Problem, wenn der Hund meint über das Sofa bestimmen zu können aber dieses Problem hat dann eigentlich nichts mit dem Sofa zu tun, sondern daran merken manche erst, dass etwas schief geht.

--Darf er auf das Bett?
Siehe oben, keine vermenschlichung sondern meine Entscheidung, ob ich mit dem Dreck im Bett leben will, den ein Hund reinschleppen muss.
Manche waschen deswegen ihr Bettzeugs sogar besonders oft und haben deshalb weniger Milbendreck im Bett aber das ist ein anderes Thema.

-Feiern Sie seinen Geburtstag?
Da waren wir doch schon mal, ist doch meine Sache oder nicht?
Ein Problem gibt es erst dann, wenn ich meine, dass mein Hund weiss, dass er Geburtstag hat und es wird natürlich heftiger, wenn ich glaube, dass er enttäuscht wäre, wenn wir ihn nicht feiern würden.
Dieses Problem hat dann aber nichts mit dem Hund zu tun, sondern da müsste man mal mit einem Psychologen reden, von wegen Halluzinationen und ähnlichem, vielleicht kann das dann auch nur an der Allgemein Bildung liegen.
Dem Hund schadet das Feiern nicht, wenn er sich nicht den Magen verdirbt.

-Kaufen sie gerne schöne Dinge für Ihren Hund (ein schickes Hundesofa, besondere Halsbänder, Spielzeug etc.?
Wenn ich im Winter in die Südsee fliege, weil ich dazu Lust habe, ist das kein Problem.
Es soll aber ein Problem sein, wenn ich gerne Geld für meinen Hund ausgebe?
Doch wohl nur dann, wenn ich meine, dass mein Hund den Wert des Geldes versteht.

-Geben Sie Ihrem Hund etwas von Ihrem Essen ab?
Die Hunde haben immer wieder von den Essensresten gelebt, erst seit neustem gibt es Hundefutter.
Natürlich muss das nicht gesund sein aber das war ja auch nicht die Frage, obwohl, Paracelsus hat geschrieben, “Kein Ding ist ein Gift, nur die Menge macht, das etwas ein Gift ist oder nicht.”
Selbst wenn ein Hund am Tisch bettelt, ist das eher ein Erziehungsproblem, wie vermenschlichung.
Oder geht die Frage darauf hinaus, dass man als Mensch seinem Hund nichts gönnen darf?

-Unterschreiben Sie manchmal Karten, Mails oder im Forum mit Ihrem eigenen Namen und den Namen Ihres Hundes?
Ich denke, da vermenschlicht man einen Hund erst, wenn man meint, er könne seinen Namen lesen.
Bei Facebook kann man Menschen seine Freunde nennen, die man gar nicht kennt.
Probleme mit der Wahrnehmung haben eigentlich nichts mit Vermenschlichung direkt zu tun.
Natürlich ist es möglich, dass ein Mensch in dieser Hinsicht ein Problem hat aber alleine daran, wie er etwas unterschreibt, kann man das nicht so einfach festmachen.

-Wen würden Sie lieber auf eine einsame Insel mitnehmen, Ihren Partner oder Ihren Hund?
Meine Lieblingsfrage, was Dummheit angeht.
Schon mal daran gedacht, dass man weiss, was man seinem Partner damit antun würde und dass der Hund kein Problem damit hat, solange es Hundefutter gibt?
Es kann aber auch sein, dass sich da ein Bedürfnis nach einer Paartherapie dahinter verbirgt.
Ansonsten, vermenschliche ich den Hund wirklich, wenn ich ihn lieber auf der Insel habe?
So einfach kann man das nicht herausfinden.

Natürlich gibt es Probleme, die man tatsächlich als Vermenschlichung bezeichnen könnte aber dann ist Vermenschlichung nur ein Sammelbegriff und sagt so sehr wenig aus.
Meiner Meinung nach verbergen sich hinter dem Begriff vermenschlichung zwei ganz unterschiedliche Probleme, die man unbedingt auseinanderhalten sollte, weil sie so gegensätzlich sind.
Projektion und Ignoranz.

Projektion ist auch das Grösste Problem in Beziehungen zwischen Menschen, vor allem bei Partnerschaften.
Da nicht jeder Lesen wollen wird, was ein Hundetrainer zu Partnerschaftsproblemen zu schreiben hat, markiere ich diesen Teil als Zitat, damit man weiterlesen kann, wenn es um Hunde geht.

Bei den Partnerschaften ist das Problem, dass man zuerst verliebt ist in der Regel.
Verliebt sein ist ein einziger grosser Drogenrausch von körpereigenen Hormonen und anderem, man fühlt sich immer wieder fantastisch aber man hat keinen Bezug zur Wirklichkeit mehr.
Nach der Verliebtheit kommt der normale Alltag.
Dann kann es passieren, dass man mit dem Alltag unzufrieden ist.
Wenn man dann auf seinen Partner schaut, kommt oft die Frage, weshalb der nicht dafür sorgt, dass der Alltag nicht mehr befriedigt, so wie er es getan hat, als man noch verliebt war.
Man kann dann Anfangen, seinen Partner dafür zu verachten, dass auch er im Alltag gefangen ist und dass er es nicht schafft, einem das Leben so schön zu machen, wie als man verliebt war.
Viele Leute, Forscher und Andere, die mit Beziehungen zu tun haben, sind der Meinung, dass eine Beziehung ernsthaft gefährdet ist, wenn man den Partner verachtet.
Es gibt sogar welche, die Achten nur auf Anzeichen von Verachtung um vorherzusagen, dass diese Beziehung zum Scheitern verurteilt ist.
Eigentlich ist das kein neues Wissen, den was verspricht man bei einem kirchlichen Trauung?
„sich zu lieben, zu ehren und sich treu zu sein, in guten wie auch in schlechten Zeiten, bis dass der Tod sie scheidet“
Zu ehren ist wohl am ehesten das Gegenteil von verachten.


Es gibt viele gute und viele haarsträubende Beispiele für die Projektion bei Hunden.
Ich nehme mal etwas, dass jedem wohl passiert ist, mehr oder weniger.
Es ist nicht schön, den Kot hinter seinem Hund aufzuwischen und der Geruch ist wirklich nicht angenehm.
Deshalb kann einem schon der Gedanke kommen, dass der eigene Hund dies nur getan hat, um uns zu ärgern oder um zu protestieren.
Dabei vergessen wir dann gerne, dass ein Hund keinen Zusatztank hat, den er für solche Bestrafungen benützen könnte und wir denken auch nicht mehr daran, dass er auch keine Türen öffnen kann.
Deshalb tun wir in der Regel dem Hund mit so einer Beschuldigung Unrecht, es ist oft reine Projektion von unserer Seite.

Ignoranz halte ich für eines der grössten Probleme unserer heutigen Gesellschaft.
Ich denke da an Klimaerwärmung, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung und vieles andere mehr.
Wir wissen um grosse Probleme, die unsere Gesellschaft bedrohen und doch ignorieren wir sie immer wieder und ziehen sie in unserem Alltag viel zu wenig in Betracht.
Dies könnte einmal zum Untergang von unserer Gesellschaft werden.

Ignoranz gegenüber Hunden bedeutet, dass man zwar weiss, das der Hund andere Bedürfnisse hat und das man dem Hund nicht gerecht wird, dass man aber beschliesst, dieses Wissen zu ignorieren.
Mit Ignoranz kommt es zu Qualzuchten, Tierquälerei und anderen hässlichen Sachen bei der Hundehaltung.
Allerdings müssen die Folgen nicht so schlimm sein, es kommt immer darauf an, was man ignoriert.

Wieso benutzt man überhaupt das Wort Vermenschlichen, wenn es so viel bessere und präzisere Worte gibt?
Der Grund dafür liegt weit zurück.
Im 16. Jahrhundert beschloss die Kirche, dass nicht mehr das Gewissen des Einzelnen entscheidend ist, um zu bestimmen, was gut oder böse, richtig oder falsch ist, sondern dass dies die Kirche zu bestimmen hat.
Dies führte aber zu theologischen Problemen, denn in der Bibel steht, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier der ist, dass wir Menschen frei zwischen gut und böse wählen können, ein Tier folgt lediglich seiner Bestimmung.
Deshalb musste ein neuer Unterschied zwischen Mensch und Tier her.
Die Kirche fand einen, Tiere können nicht fühlen.
Der Papst beauftragte Descartes damit, dies zu beweisen.
Descartes war einer der wichtigsten Männer für die heutige Wissenschaft, den er beschrieb wissenschaftliches Vorgehen, wie man es später befolgte, unter anderem führte er eine neue Erkenntnistheorie ein.
Ein wichtiger Spruch von ihm, kennt eigentlich fast jeder, “ich denke, also bin ich.”
Descartes war aufrichtig religiös, so wie wir es heute beurteilen können und deshalb versuchte er wirklich zu beweisen, das Tiere keine Gefühle hatten.
Wie er dies tat, möchte ich nicht beschreiben aber es ist leicht nachzulesen.
Nur so viel, heute würde niemand diesen Beweis als Beweis ansehen, wirklich niemand.
Auf diese Weise wurde diese Behauptung, dass Tiere keine Gefühle haben, gleichzeitig in die Religion und in die frühesten Naturwissenschaften.
Deshalb ist diese Behauptung auch so hartnäckig.

Später dann entwickelten sich die Behavioristen, die den Standpunkt vertraten, dass man bei der Verhaltensforschung nicht die Gefühle der Tiere berücksichtigen könne, das dies mindestens unwissenschaftlich ist, weil man die Gefühle nicht messen kann.
Die Behavioristen stehen im absoluten Gegensatz zu Konrad Lorenz, dem Begründer der Tierpsychologie.
Hier in Europa bemerken wir kaum, wie heftig die Kämpfe zwischen diesen Richtungen in den USA sind.
Eine Ahnung davon kann man aber bekommen, wenn man weiss, dass in verschiedenen amerikanischen Universitäten nicht nur Darwins “Die Entstehung der Arten” nicht in den Bibliotheken geführt werden darf, sonder dass auch die Werke von Konrad Lorenz und vielen anderen Verhaltensforschern nicht in diese Bibliotheken aufgenommen werden dürfen, weil sie als unwissenschaftlich gelten.
Für Behavioristen ist es immer eine Vermenschlichung anzunehmen, dass Tiere Gefühle haben können oder wenn sie bereit sind, dies einzuräumen, dass wir Menschen diese Gefühle verstehen könnten.

Eine der neueren Theorien bei der Hundeerziehung ist die Dominanztheorie.
Nach dieser Theorie versuchen Hunde andauernd Dominant zu sein und versuchen in der Rudelordung zum Alpha aufzusteigen.
Inzwischen ist diese Behauptung auch schon lange von der Verhaltensforschung widerlegt worden und man kann ruhig behaupten, dass es ausser den Behavioristen keinen ernsthaften Verhaltensforscher mehr gibt, der diese Theorie so unterstützt.
Auch die Befürworter der Dominanztheorie benutzten und benutzen das Wort Vermenschlichung gerne.
Sehr oft auch, um harte oder brutale Methoden zu rechtfertigen.
Damit will ich nun nicht allen Unrecht tun, die noch an die Dominanztheorie glauben, denn es ist tatsächlich nicht zwingend nötig, hart oder brutal zu sein in der Hundeerziehung, um die Dominanztheorie zu akzeptieren, es wurde nur oft gemacht und wird immer noch gemacht.
Eigentlich ist es irgendwo sogar erstaunlich, dass das Wort Vermenschlichung so sehr wieder in Mode kam, mit der Dominanztheorie, den einen unbedingten Zusammenhang gibt es nicht.

Ausser vielleicht die Geschichte um den Klugen Hans.
Der Kluge Hans war ein Pferd, das grosses Aufsehen erregte, weil es scheinbar lesen und rechenen konnte.
1904 untersuchte sogar eine Kommision der Preussischen Akademie der Wissenschaften unter der Leitung von Carl Stumpf.
Sie konnten keinen Betrug nachweisen.
Erst Oskar Pfungst, damals ein Student, konnte beweisen, dass das Pferd die menschliche Körpersprache so gut lesen konnte, dass es sogar von Fremden die richtige Antwort ablesen konnte.
Der Skandal damals war riesengros, so gross, dass es heute sogar einen “Kluger Hans Effekt” gibt.
Lange war es deshalb bei der Verhaltensforschung absolut tabu, ein Tier zu Vermenschlichen.
Damit war dann die Unterstellung gemeint, dass Tiere denken oder fühlen könnten, ohne wirkliche Beweise.

Heute hat die Neurobiologie bewiesen, dass Tiere sowohl denken wie auch fühlen können.
Die Verhaltensforscher haben diese Beweise auch inzwischen angenommen.
Trotzdem reden wir bei der Hundeerziehung immer noch von der Vermenschlichung ohne uns daran zu erinnern, was man damit alles schon gemeint hat.
Wir reden ja auch immer noch von der Bindung, die unser Hund zu uns haben sollte, um das Wort liebe zu vermeiden, denn dann müssten wir ja auch zugeben, dass wir unsere Hunde lieben müssen, damit sie uns lieben.
Allerdings hat dies Anders Hallgren hat meines Wissens untersuchen lassen, welche Teile im Gehirn bei uns aktiv sind, wenn wir ein Bild von unseren Hunden betrachten.
Es sollen die gleichen Teile sein, wie wenn wir ein Bild vom eigenen Kind betrachten.
Dies würde auf jeden Fall vieles Erklären, was das Verhalten von vielen Hundebesitzer betrifft, auch mein Verhalten.

Im Gesammten betrachtet, ist es nicht so wichtig, ob wir von Vermenschlichung reden, wenn wir ein falsches Verhalten gegenüber unseren Hunden beschreiben wollen.
Meist ist es genügend verständlich.
Trotzdem mag ich dieses Wort nicht mehr und ich hoffe, es wird Euch nicht so ergehen, dass Ihr einen bestimmten Grund bekommt, Abneigung gegen dieses Wort zu empfinden.
Dann nämlich, wenn Ihr um Euren Hund trauert und dann jemand zu Euch sagt, dass Ihr Euren Hund doch nicht so Vermenschlichen sollt.
Als Vorwurf wird dieses Wort auch sehr oft gebraucht.
Stichworte: gedanken, gefühle, theorie

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 4 Kommentare

trixi11
01.03.2013 15:05 Uhr
manches kann man auch einfach nur "Wortklauberei" nennen....
Jasminda
14.03.2013 10:36 Uhr
Können wir Menschen überhaupt "nicht vermenschlichen"? Unsere menschliche Perspektive ist die einzige, die uns vertraut ist. Folglich haben wir gar keine Wahl, als alles um uns herum aus dieser Perspektive zu betrachten. Wir können und vorstellen, wie andere Lebewesen möglicherweise ihre Umwelt erleben, aber auch diese Vorstellung wird immer die Vorstellung eines Menschen bleiben. Ganz gleich, wie viele wissenschaftliche Erkenntnisse wir haben werden, wir werden nie wirklich wissen wie ein anderes Lebewesen seine Umwelt erfährt.
In diesem Sinne ist Vermenschlichung für mich etwas ganz Natürliches. Wir können nicht anders, weil wir Menschen sind. "Nicht vermenschlichen" ist eine Illusion, denn niemand wird je beweisen können, dass er in seiner Ansicht richtig liegt.
Laursen
27.03.2013 22:28 Uhr
wichtig ist mir vor allem, dass man sich wegen dem Vorwurf der Vermenschlichung nicht behindern lässt.
So viele Menschen haben Angst, zu zulassen, dass sie auf das reagieren, was sie sehen und was sie mitempfinden können, weil sie glauben, sie würden dann vermenschlichen.
Natürlich gibt es die Gefahr der Projektion und es passiert uns leichter, als wir gerne hätten aber am Ende können wir nur mit unserem Einfühlungsvermögen arbeiten und versuchen uns das Wissen anzueignen, dass wir benötigen, um nicht zu projizieren.
So unmöglich wie das tönt, ist es nicht, erst seit relativ kurzer Zeit haben wir Verhaltenstheorien, vorher hatte man gar keine andere Möglichkeit, wie so mit den Hunden umzugehen.
Dabei muss man dann nur etwas in den Geschichtsbücher lesen, um herauszufinden, was die Hunde schon alles geleistet haben.
Kleines Beispiel gefällig?
Die Sennenhunde in der Schweiz haben es erst ermöglicht, eine Alpwirtschaft zu betreiben.
Die Alpen sind nicht eingehaagt oder etwas ähnliches, selbst heute noch brauchen deshalb Sennen diese Hunde und es gibt immer noch keinen echten Ersatz für sie.
Wer mir nicht glaubt, darf gerne einmal versuchen einen Haag auf einer Alp aufzubauen
ako74
01.07.2013 07:31 Uhr
Also ich stehe ja total auf spitzfindige Diskussionen *g*
Was nun die "Vermenschlichung" betrifft - naja, in meinen Augen betrachte ich das Adjektiv "menschlich" eh als sehr negativ belegtes Schimpfwort, von daher würde ich es nie in Verbindung mit einem Hund benutzen wollen.
Was soll "menschlich" überhaupt sein ?
Mitfühlend, wenn es positiv benutzt wird, oder unachtsam, geringschätzig, gemein wenn man es negativ nutzt ?
Es gibt viele Verhaltensweisen und Charakterzüge die meines Erachtens nur bei Menschen auftreten, also demzufolge "menschlich" sind. Bleibt nur die Frage was damit gemeint ist wenn man dieses Wort nutzt - ein einzelnes positives Verhalten, ein negatives, oder die Summe der zwiespältigen Eigenschaften die nun einmal (leider) nur unserer Art zu eigen sind ?
Eine leere Worthülse, die jeder von uns individuell mit Sinn füllen darf - also ein absolut untaugliches Mittel für Kommunikation - somit kann ich nur dem Autor des Blogs zustimmen und sagen:
Ich mag das Wort "vermenschlichen" nicht - vor allem weil es NICHTS aussagt.

In diesem Sinne - grübelnde Grüße

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