Ab wann gilt ein Hund als Reinrassig??

redloveaussies
  • Forenwelpe
Beiträge: 1
Mich würde es interessieren ab wann ein Hund als reinrassig gilt?
Also mir ist schon klar, wenn die Mutter ein Labrador ist und der Vater ein Australian Shepherd ist, der Welpe ein Mischling ist
Aber wenn dieser Welpe, der von der Optik nach Aussie aussieht, also der "halbe" Australian Shepherd mit einem reinrassigen Australian Shepherd Welpen bekommt, wie sieht es da aus?
Wenn man es so sieht sind es ja 3/4 Aussies.
Nennt man das immer noch Mischling ?
Also ich denke schon, aber ab wann ist dieser Mix wieder rausgezüchtet ??
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
+ 1
Hat er eine anerkannte, durchgehende Ahnentafel über mehrere Generationen, dann ist er ein Rassehund. Alles andere, dass nach "Rassehund" aussieht ist "Rasseähnlich". Nur die Ahnentafel kann die Rassereinheit bestätigen.
Liebe Grüße von Melwin.
Gast
Hallo Redloveaussie,
im Grunde genommen ist er nie reinrassig. Schon rein mathematisch gesehen kann er nie reinrassig werden. Ein 3/4 Aussiemix wird durch das Einkreuzen eines weiteren Aussies nicht zum 4/4 Aussie. Die DNA des Labbi lässt sich auch nach diversen Generationen nachweisen. Außerdem kann es auch nach mehreren Generationen noch zu "Rückschlägen" kommen, das heißt, in einem Wurf dieser Aussies ist plötzlich ein Labbiwelpe dabei, der wiederum aber auch ohne weiteres super Aussies vererben KANN. Natürlich wird auch in der Rassehundzucht schon mal ein Rassefremdes Tier eingekreuzt um ein bestimmtes Merkmal wieder auf zu frischen. Ein Züchter, der das aus eigenem Antrieb macht, bekommt für diese Welpen keine Papiere, hat also Mischlinge gezüchtet. Wenn überhaupt, geschieht das nur mit einigen ausgesuchten Tieren, wo dann im Zuge der sog. Verdrängungszucht die unerwünschten Merkmale wieder rausgenommen werden. Da diese Auffrischung aber unter Federführung des Zuchtvereins läuft. bekommen die Welpen dann auch Papiere. Nach offizieller Lesart ist ein Hund nur reinrassig wenn er Papiere hat und man somit seine Ahnen bis zur Öffnung des Zuchtbuchs zurückverfolgen kann.
LG, Allidasy mit Banditen
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1381

Ahnentafel......

Nun ja, das ist so eine Sache......

Manipulationen bei den Ahnentafeln kennt wohl jeder, der sich schon länger mit dem Thema beschäftigt - unabhängig vom Verband (hat also erst mal nichts mit VDH oder Nicht-VDH zu tun)!

Doch habe ich da mal ein gruseliges Erlebnis auf einer Show außerhalb des VDH bei einem klitzekleinen Verein >> da kam jemand mit einem BC ohne Papiere. Der sah auch aus wie ein BC. Die Richter verließen sich auf die Angaben, begutachteten ihn und fragten dann - ACHTUNG, wirklich wahr, ich stand daneben! - ob der HH seinen Zwinger anmelden möchte. Er solle sich nur schnell einen Zwingernamen aussuchen und ein Formular ausfüllen. Es dauerte nicht lange, und schon war der erste Wurf da, natürlich reinrassig und mit Papieren.......

In einem anderen Fall wurde ein DK in einem VDH-Club vorgestellt. Dieser war ein Import aus dem Tibet, war in der FCI als reinrassig anerkannt, hatte auch schon Ausstellungen besucht. Die Richter dieses Clubs jedoch haben diesen Hund nicht anerkannt, weil nicht lückenlos die Herkunft geklärt werden konnte (in diesem Fall mir unerklärlich, denn so viele DK gibt es nicht).

Wieder ein anderer Fall:

außerhalb des VDH wurde eine best. Hunderasse neu kreiert durch diverse Kreuzungen, die dann durch die nachfolgenden Generationen und Verpaarungen gefestigt wurden zu einem einheitlichen Bild. Zunächst schaute man vom VDH auf diese Mischlinge herunter, doch sie erfreuten sich bei den Käufern zunehmender Beliebtheit Es wurde wieder ein Antrag gestellt auf Anerkennung im VDH mit dem Nachweis der bisherigen Zucht; es kam zur vorläufigen Aufnahme mit Registerpapieren; ab der 5. (?) Generation gab es dann "richtige" Ahnentafeln, ungeachtet dessen, dass ja schon vorher jahrelang ausserhalb des VDH die Rasse durchgezüchtet worden war.

Was ich damit sagen will >> es kommt weder auf eine Berechnung an noch auf Papiere i.S.v. wenn der Hund Papiere hat bis zur x-ten Generation, dann ist er reinrassig. So kann es z.B. auch zu Ausreißern kommen, siehe Sheltie.In einem Wurf kann es immer wieder den einen oder anderen Sheltie geben, der größer als der Standard wird, was an den Ausgangsverpaarungen liegt, die aber schon zig Jahre her sind. Die Gene schlagen ja oft durch, wie sie wollen *gg* , wobei es eben nicht nur auf die gerade Linien (Eltern, Großeltern etc.) ankommt sondern auch auf die Seitenlinien (was war mit Onkel, Tante etc.?)

Rassehunde sind eben alles Mischlinge
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
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