Alter Besitzer auf Besuch?

HannahW
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
Hallo!
Wollte euch um eure Meinung bitten. Ich habe seit 2-3 Monaten meinen Hund. Er kam von einem jungen Pärchen die ihn schweren Herzens hergegeben haben, da sie dachten er bleibt klein (absolut keine Hundeerfahrung, Staff-Mops Mix).

Sie möchten ihn gerne wieder sehen. Vor einem Monat habe ich gesagt es ist noch zu früh, habe ihnen vorgeschlagen im Juli vorbeizukommen.

Wird ihn das eh nicht verwirren? Bzw. in seiner Erziehung zurückfallen oder sonstwas?

Danke euch.
Liebe Grüße
Hannah & Johnny
Gucci84
  • Forenwelpe
Beiträge: 10
Ich finde es immer schwierig, wenn der alte Besitzer zu Besuch kommt.
Denn ein Hund vergisst nie. Würde dies mit dem Pärchen mal besprechen.
Gast
Hallo Hannah,
wenn die Bindung zwischen dir und deinem Jonny gefestigt ist spricht absolut nichts dagegen das der Vorbesitzer zu Besuch kommt. Der Idealfall wäre, das Hund sich überhaupt nicht um den Besuch schert, voll auf dich fixiert ist. Vielleicht wirst du dir einige Sprüche, wie undankbarer Hund anhören müssen, aber das wäre nur eine Bestätigung deiner bisherigen Bemühungen. In so einem Fall haben sich weitere Besuche der Vorbesitzer von selbst erledigt, je nach deren Hundeverstand. Dazu eine kleine Geschichte. Ein Diensthundführer mußte aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden und seinen Hund (Eigentum der Behörde) an einen anderen Hundeführer abgeben. Ca. 6 Wochen später traf er diesen Hund auf einer Veranstaltung wieder und ging freudestrahlend auf ihn zu. Der Hund zeigte ihm die Zähne und knurrte ihn an. Sein Kommentar: Super, dein neuer Chef und du, ihr seid Klasse, in der kurzen Zeit schon ein richtiges Team. Ich hbe selbst erlebt das ein von mir aufgezogener Welpe nach 14 Tagen mich nicht beachtet hat, als ich dem neuen Besitzer die Papiere des Kleinen vorbei gebracht habe. Für mich ein Zeichen, dass das Eingewöhnen gut vonstatten gegangen ist.
LG, Alidasy mit Banditen
gmrak
  • Forenwelpe
Beiträge: 82
Hallo Hannah

Ich les so etwas immer wieder. Ein HH gibt sein Tier weiter weil zu groß, zu laut, zu zeitaufwendig oder aus welchen Gründen auch immer und will dann aber doch wieder den Hund *besuchen* . Einen Fall fand ich besonders krass, dass eine Studentin ihren Hund zum Verkauf angeboten hat, weil zuwenig Platz und keine Zeit und gleichzeitig die Bedingung stellte nur in der Nähe ihres Wohnortes zu verkaufen da sie den Hund weiter regelmäßig sehn wolle.
Ein Tier hat schon mit der Umstellung zu tun, sich an neue Besitzer und Wohnverhältnisse zu gewöhnen, daher sollte man ihn nicht zusätzlich verunsichern solang die Bindung nicht gefestigt ist.

Bei meiner letzten Hündin Tapsy lag der Fall anders, wir haben sie als schnuckligen Welpen mit 7,5 Wochen von einer Gasthausbesitzerin geschenkt bekommen, der es nur wichtig war dass alle Welpen ein gutes Zuhause bekamen. Wir fuhren da auch danach weiter mal auf einen Kaffee vorbei und Tapsy freute sich narrisch ihre ehemalige Familie, also ihre Mutter und die Inhaber wiederzusehn, fühlte sich dort immer wieder wohl, flitzte gleich mal in die Küche schaun ob Franca wieder Leckerli bereitgestellt hatte, gab allen artig ein Küsschen und kam dann brav wieder zu uns an den Tisch. Auch wenn wir länger nicht in die Gegend kamen, erkannte sie sofort die Gegend und wollte unbedingt mit rein wenn wir anhielten. Aber sie wusste genau, die da waren liebe Menschen aber wir waren ihr Rudel.

Wenn du das Gefühl hast dass es deinem Hund nicht gut tun würde oder es zu früh ist, dann vertrete ruhig auch gegenüber den ehemaligen Besitzern klar diesen Standpunkt. Du bist jetzt seine Familie und die ehemaligen haben keine Rechte anzumelden, denn hätten sie ihn gewollt, wären sie schließlich keine *ehemaligen*
Nicht nach den Sternen greifen,
sondern ihr Funkeln lieben,
denn kleine Schritte führen zum Ziel
HannahW
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
Ich verstehe vielen vielen Dank für eure Kommentare!! Finde dieses Forum echt toll )

Ich bin mir nicht ganz sicher wie stark die Bindung wirklich ist. Einerseits ist er extrem fixiert auf mich, kann auch ohne Leine im Wald spazieren gehen, da er immer in meinem Blickfeld bleibt und nicht jagen oder sonstwas geht.

Andererseits liebt er Menschen (kommt mir halt so vor ^^).
Wenn ich zb in einer Hundezone andere Menschen treffe und diese bei mir oder in meiner Nähe stehen werden sie auch freudigst begrüßt und er lässt sich streicheln und kuschelt ^^
Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass er die Vorbesitzer ignorieren oder anknurren würde (sowas macht er eigentlich nur gelegentlich bei großen schwarz gekleideten Männern, vor denen scheint er Angst zu haben).

Spielen und trainieren tue ich sowieso sehr viel mit ihm (hauptsächlich sogar draußen, da er zuhause lieber schläft ^^).
Was kann ich noch zur Bindungsstärkung machen? Ende Juni bin ich 4 Tage mit ihm auf Urlaub (Hotel am See und dahinter die Berge zum Wandern), in dieser Zeit könnte ich viel an der Bindung arbeiten denke ich?! Vielleicht mit diesen Dummys?

@gmrak zu den Vorbesitzern habe ich eh nicht so eine tolle Meinung.. ich verstehe schon, dass sie ihn hergegeben haben (haben eine 1 Zimmer 29m2 Wohnung, Vermieter hatte nur einen kleinen Hund erlaubt). Jedoch bin ich mir sicher, dass sie komplett mit ihm überfordert waren. Als Tipp habe ich bekommen abends eine halbe Stunde mit ihm Ball zu spielen, daraufhin ist er immer müde. Das stimmt schon, er liebt Bälle, aber als er mit mir Spaziergänge mit anderen Hunden, oder im Wald gemacht hat, waren Bälle nicht mehr interessant.. Deshalb bin ich froh, dass er bei mir ist, die hätten mit ihm sicher Probleme gehabt (anfangs ist er sogar weglaufen vor Rüden die ihn angeknurrt haben oder so, mittlerweile bleibt er meistens stehen und lässt sich beschnuppern und hat schon Respekt vor größeren Hunden).

LG
Hannah & der Menschen & Hundeliebende Johnny
Zuletzt geändert am 14.06.2014 11:19 Uhr
Gast
Hallo Hannah,
er soll ja auch seine Vorbeitzer nicht anknurren, Hunde müssen heute nett zu ihren Mitmenschen sein. Und wenn du mit ihm ohne Leine spazierengehen kannst, ist eine Bindung vorhanden. Zu seiner Menschenfreundlichhkeit; wenn du mit anderen Leuten in ein freundliches Gespräch führst, ist dein Hund zu diesen Leuten auch freundlich. Kommt es zu einer lauten verbalen Auseinandersetzung ist auch dein Hund nicht mehr freundlich. PROBIER DAS BITTE NIEMALS AUS. Auch nicht um es zu testen. Bindung förderst du mit Führung, das heißt du gibst die Richtung vor und setzt mit liebevoller Konseqenz diese Vorgaben durch. Hunde sind so gestrickt, das sie eine Führung anerkennen, ja geradezu wollen. Das Stafferbe in deinem Jonny bewirkt u.U. sogar,das er arbeiten will, eine Arbeit richtig einfordert. Biete sie ihm an, er wird es dir danken.
LG, Alidasy mit Banditen
benchen
  • Begleithund
Beiträge: 968
Mein Schöner kam aus dem Tierheim , er sollte angeblich ein Fundtier sein. Nach zwei Monaten meldete sich die Vorhalterin im Tierheim und wollte wissen, wo er hingekommen ist. Das Tierheim rief mich an, mit der Aussage, sie haben die Nummer der Vorhalterin. Diese hätte ein halbes Jahr später immer noch ein Recht auf ihr Fundtier , es ist mir überlassen ,ob ich mich bei ihr melde. Denn das könnte heißen, meine Süßen wieder rausrücken zu müssen. Ich rang mit mir. Unsere Tierärztin sagte dazu, wenn die Vorhalterin ihn wiederhaben will, zahlt sie Vollpensionsgebühr, 10 € pro Tag. Das läppert sich bei 60 Tagen. Ich rief die Vorhalterin an, meldete mich, ich meinte , wenn es mein entlaufener Hund wäre, würde ich auch wissen wollen , was aus ihm geworden ist. "Nun sagen Sie nicht, Sie wollen ihn wiederhaben ." Nein, sie will ihn nur noch einmal sehen und wissen , wo er hingekommen ist, sie kann ihn selbst sowieso nicht mehr halten. Sie hat ihn aus beruflichem Grund im Tierheim abgegeben, Fundtier stimmt nicht. Sie kam am Wochenende, er erkannte sie sicher und auch den mitgebrachten anderen Hund von einem Bekannten. Er zeigte nicht an, daß er mitwill, als ich ihn ins Auto setzte und wir uns alle trennten.
Aber am nächsten Morgen ließ ich ihn zu Übungszwecken allein . Ich hatte die Wohnungstür kaum zu, da hörte ich ihn weinen. Sonst war er still, er übte ja schon öfter. Ich ging, machte die Übung wie die Male vorher. Er weinte drei Tage beim Üben, mit jedem Tag weniger, aber er zeigte an, daß ihm was nicht paßt.
Ich hatte noch einige Zeit Briefkontakt mit der Vorhalterin, hielt es auch für richtig, daß sie gesehen hat, wo er jetzt ist und daß er das Ein und Alles ist. Sie soll damit leben können, daß sie ihn weggegeben hat und wissen, daß es ihm gut geht und sie sich um ihn nicht sorgen braucht.
Gast
  • Begleithund
Schlimm finde ich es,wenn Vorbesitzter kein Ineresse daran haben, wo Ihr Hund nun ist.
Ich hatte Pflegehunde, oft über 1-2 Jahre. Sie hatten eine sehr starke Bindung zu mir.
Als ich in ihrem neuen zu Hause besuchte, da war ich einfach nur ein Besuch. Freuten soch kurz und
dann war ich Ihnen gleichgültig.

Die Vorbesitzerin braucht bestimmt einen beruhigenden Abschluß für Ihr Leben und Ihr Gewissen.

Und wie der Hund reagiert, wenn Sie kommt, kann man nicht so sagen. Aber ich glaube nicht, das es für den Hund ein Problem darstellt.
Gast
Ich habe meinen damaligen Schäferhund mit 14 Monaten übernommen. Die Vorbesitzer waren sehr liebe Menschen, die ihn aus gesundheitlichen Gründen abgeben mußten. Ich war immer in Kontakt mit ihnen, schickte Fotos und nach knapp 1 Jahr fand ein Wiedersehen statt. Beide Seiten freuten sich total. Aber er wußte, wo er inzwischen hin gehörte und hatte keine Problme mit mir wieder mit zu kommen.
Die ehemaligen Besitzer hatten später nicht mehr den Mut zu einem weiteren Treffen.Die Liebe zu ihrem ehemaligen Hund war noch zu groß, aber sie wußten, er hatte es sehr gut.
Ich sehe keine Probleme im Wiedesehen mit den Vorbesitzern.

Meine Tochter hatte eine Mischlingshündin von einem Pärchen mit Kind. Auch hier war ein Wiedersehen nach einiger Zeit kein Problem.
HannahW
  • Forenwelpe
Beiträge: 50
Ich danke euch. Das beruhigt mich
Habe die letzten Tage vermehrt beim Spazierengehen darauf geachtet wie sehr er auf MICH achtet, bzw. wie die Verbindung ist (Blicke, Rückrufen etc.) ^^

Und ich denke die Bindung ist gut, heute in einem Park/Wald in einer Hundeauslaufzone hat er zwar mit vorbeikommenden Hunden gespielt, aber wenn ich weitergegangen bin ist er immer von selbst gekommen. Auch wenn er vor mir gegangen ist hat er sich immer mal wieder umgedreht und meinen Blick gesucht
Er ist gerade einmal (ich habe keine Ahnung wieso) mich Karacho weggelaufen, irgendwelche Stufen hinaufgerannt, nachdem ich laut HIER geschrien habe ist er umgedreht und zurückgekommen.
Also ich denke er ist bereit für ein Treffen mit den Vorbesitzern. Wie es wirklich sein wird kann ich nicht sowieso nicht wissen.

Und ja, da sie sehr an ihm hängen und sie alle paar Wochen nachfragen wie es bei uns läuft möchte ich ihnen nicht vorenthalten ihn nochmal zu sehen (wäre die Situation umgekehrt wäre ich auch froh darüber).
Man kanns zwar so nicht sagen.. aber ich denke ohnehin er ist glücklicher bei mir, da er mehr Hund sein darf und vieles erlebt und Neues kennengelernt hat
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Baesle121069
Baesle121069Online seit
22 Minuten