Bedeuten uns Hunde mehr als Menschen?

Shibaherz
Beiträge: 21205

Resumee

Ich möchte hier jetzt ein vorläufiges Resümee der Diskussion ziehen.
Die von mir mit dem thread gestellte Frage wurde von niemandem direkt bejaht (obwohl es in einem Fall eine Annäherung an eine positive Antwort gab). Daraus ziehe ich selbstkritisch den Schluss, dass sie zu allgemein gestellt war.
Es wurden aber Antworten gegeben auf die etwas weniger abstrakte Frage: Bedeutet uns ein bestimmter Hund, bzw. bestimmte Hunde, mehr als bestimmte Menschen? Diese Frage wurde in einigen Stellungnahmen bejaht und in keiner Stellungnahme verneint.
Woran lässt sich nun diese qualitative Unterscheidung festmachen? Das erste, was mir einfällt, ist das Merkmal Vertrautheit/Zugehörigkeit vs. Fremdheit.
Mein Hund bedeutet mir nicht mehr als meine menschlichen Familienangehörigen,aber bedeutet er mir mehr als fremde Menschen?
Und was bedeutet "fremd" für mich? Da kommt eine weitere qualitative Unterscheidung ins Spiel. Die ist geistiger Art.
Die Diskussion hier kreiste vor allem um diese geistige Definition des Fremden und suchte es auch unter uns selbst festzumachen.
Ein Menschenrechtler in China oder im Nahen Osten, ein Tierretter in Rumänien oder Portugal steht mir geistig nahe, ein Neonazi oder ein fanatischer Islamist in meinem Wohnumfeld nicht. Und natürlich ist nicht jeder zweite Flüchtling, der sich auf den Weg zu uns macht, ein Terrorist oder Sympathisant, sondern nur - eventuell - ein verschwindend geringer Bruchteil dieser Menschen(der gleichwohl enormes Unheil anrichten kann). Ein Hund kann natürlich auch als "Terrorist" in Aktion treten ; aber anders als sein menschliches Pendant verwendet er dazu nur den eigenen Körper und lässt sich auch eher zu Verhaltensänderungen bewegen


Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 15.11.2015 11:36 Uhr
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
also ich glaube man kann alles auch verkomplizieren

also ich hab dir geantwortet. kann meine Antwort auch noch ein wenig erweitern:
Das naheliegende liegt einem doch immer näher als das entfernte.

Mein Hund ist mir wichtiger als als der Nachbarshund.
Mein Hund ist Familienmitglied und ist da wirklich ganz ganz knapp hinter den anderen Familienmitgliedern angesiedelt.
Würden mich die anderen Familienmitglieder aus irgendeinem Grund annerven, (zerstrittene Familien gibts ja überall), dann wäre mein Hund VOR den anderen Familienmitgliedern.
Mein Hund liegt aber knapp vor guten Freunden.

Mein Hund bedeutet mir weit mehr als mein NAchbar, dem ich mal Hallo sage. Mein Hund bedeutet mir mehr als die Einwohner in meiner Stadt. Mein Hund bedeutet mir (da gerade angesprochen) die Flüchtlinge in Deutschland.

Wir sprechen da aber immer von Alltagssituationen, wo sich ein Nebeneinander nicht ausschliesst.

Denn Frage wäre z.B.: Hätte z.B. dein Kind oder deine Eltern eine Krankheit, und könnte man helfen indem man den Hund opfert (also jetzt mal theoretisch), was würdest du tun? Denke mal die meisten würden sich für den Menschen entscheiden. Oder?
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Zuletzt geändert am 15.11.2015 11:56 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 21205
Ich dachte eigentlich nicht, dass das, was ich geschrieben habe, für Dich zu kompliziert ist, Meerestaucher.
Deine letzte Frage habe ich in dem Resümee bereits beantwortet.


Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 15.11.2015 12:49 Uhr
meerestaucher
  • Hundetrainer
Beiträge: 4196
nö, ist es auch nicht. habe nur ein wenig das Gefühl du verlierst dich da gerade ein wenig im abstrakten
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

Antoine de Saint-Exupéry
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1391
Da möchte ich meerestaucher zustimmen. Ich denke, in einem Soziologenforum würde man shibaherz besser verstehen (habe übrigens u.a. auch ein SoWi studiert, so dass ich ihr leichter folgen kann in der Abstraktheit ihrer Beiträge.. *gg* ).
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Shibaherz
Beiträge: 21205
Abstrakt hin oder her,vielleicht verliert Ihr Euch auch manchmal ein wenig im Konkretistischen und diskutiert nicht so gern zielgerichtet, lieber assoziativ? Jeder wie er mag, dazu gibt es hier keine Benimmvorschriften
Und gerade Du Meerestaucher bringst ja auch gern etwas überflüssige Häme ins Spiel.

Ich wollte bloß für mich etwas Ordnung in den Gedankenwirrwar bringen und bitte um Verzeihung, dass das nur abstrakt geht
Wenn Ihr substanziell nichts auszusetzen habt, betrachte ich das Resümee einstweilen als gebont.


Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 15.11.2015 13:29 Uhr
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1391
Es kann daran legen, dass viele deine Ausdrucksweise nicht versteh! Was für dich und für mich "normale" Sprache ist, kann schon für den anderen einfach nur unverständlich sein. Bitte bedenke, dass hier eben nicht nur "Studierte" am PC sitzen

Auch ich muss in meinen Beiträgen aufpassen, "einfach" bzw. "normal" zu schreiben
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
petra0309
  • Halbstarker
Beiträge: 228
Lincan
Meerestaucher
Shibaherz

Warum gründet ihr nicht euer eignes Forum ??????

Lieben Gruß
Petra u Anuk
Zuletzt geändert am 15.11.2015 15:06 Uhr
petra0309
  • Halbstarker
Beiträge: 228
Von ;Lincan
Es kann daran legen, dass viele deine Ausdrucksweise nicht versteh! Was für dich und für mich "normale" Sprache ist, kann schon für den anderen einfach nur unverständlich sein. Bitte bedenke, dass hier eben nicht nur "Studierte" am PC sitzen
Blanka2002
  • Forenwelpe
Beiträge: 140
Shibaherz es tut mir leid,wenn du nicht die richtigen Antworten bekommen hast.
Ich habe auch nicht studiert nur mein Abi gemacht,und lese mir deine Texte oft auch zweimal durch,um sie dann zu verstehen,wofür ich auch eigentlich keine Zeit habe.Meine Hunde wollen mindestens 12 Kilometer laufen,
und ich habe auch noch einen kranken Papa.
Aber eigentlich ist das eine ganz einfache Frage gewesen.Sind uns Tiere wichtiger als Meschen?
Bei mir kann ich das eindeutig mit JA beantworten.Ich bin einfach von den Menschen zu oft enttäuscht worden,auch von
meinen eigenen Kindern.Nach meiner Krebserkrankung vor 8 Jahren,war mein Sohn der einzige der mir geholfen hat.Hätte ich meine Hündin Blanka nicht gehabt,hätte ich das nicht geschafft.
Das heißt aber nicht,das ich Menschen in Not nicht im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen würde.
Nach 30 Jahren als Krankenschwester auf der ITS,weiß ich wie schnell ein Leben enden kann,auch durch die unterlassen Hilfe unserer Mitmenschen.Es ist doch sch....egal ,ob da einer auf der Straße liegt und Hilfe braucht.
Ich denke mal,das war verständlich genug.
Ich wünsche noch einen schönen Nachmittag
Liebe Grüße von mir und meine lieben Vierbeinern
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online