Bellen auf Kommando

Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
Hallo, liebe Foris,

ich brauche eine kreative Idee, wie ich meinem bellfaulen Hund das Bellen auf Kommando beibringen kann.
Wir haben schon vieles ausprobiert. z.B. Lieblingsspielzeug zeigen und nicht geben. - Dann schaut sie mich mit schiefem Kopf eine Weile, legt sich ab und wenn sie es dann nicht bekommt, dreht sie sich um und geht weg.
Habs mit Imitation probiert und selbst gebellt. Da kam sie angerannt und leckte mir besorgt den Hals. "Was ist mit dir? Geht's dir nicht gut?"
Sie bellt nur, wenn sie sich von einem Menschen arg bedroht fühlt, aber in diesem Moment habe ich keinen Nerv das Signal zu konditionieren, dann muss ich mich um die Situation kümmern.
Ein erfahrener Trainer sagte mir, dass das bei ihr nicht funktionierren wird, aber ich gebe nicht und setze auf Eure kreativen Ideen.
Ich hatte mal ein Erlebnis, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Sie war frei, es knallte und sie rannte weg - in den Wald in Richtung zu Hause. Hätte sie sich mit der Leine losgerissen (damals war sie an der Schleppe) hätte sich diese im Unterholz verfangen können und ich weiß, sie hätte keinen Piep gemacht, auch wenn ich sie gerufen hätte. Seitdem verfolgt mich dieses Thema. Zumal ich weiß, dass die meisten entlaufenen Eurasier nie eingefangen wurden, weil sie zu keinem Fremden kamen und sich auch nicht meldeten.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
WolfsSong
  • Halbstarker
Beiträge: 498
Dieses Kommando fand ich auch schon immer interessant!
Aber bei unserem Ersthund ist dies leider nicht möglich ihm beizubringen, wichtig ist, wann ein Hund bellt, meiner Meinung nach.
Scar, unser Ersthund bellt wirklich nur, wenn ein fremder zu nahe ans Gründstück kommt. Diese Meldung kann ich nicht noch mit einem Kommando verstärken.
Bei unserer kleinen Lucy war es nun aber möglich. Sie "meckert" gerne indem Sie anfängt zu bellen, dann habe ich ihr einfach den Befehl gesagt (Sprich) und gleich ein Leckerlie hinterhergeschoben.
Später verfeinerten wir dies, wo sie nur auf Kommando-Bellen hin eine Belohnung bekam usw.

Was mir allerdings auffällt, dass das Kommando bei ihr immernoch "dauert". D.h. manchmal muss Sie sich förmlich ein paar Sekunden lang hochpushen bis sie schließlich bellt. Als ob sie erst ein gewisses Reiz-Level erreichen müsste.

Wenn du eine Chance haben willst den Befehl beizubringen, solltest du einen günstigen Bell-Moment abwarten und sofort mit Kommando und Belohnung verknüpfen, umso öfter du es machst...umso mehr kannst du darauf aufbauen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen.
(Ernst R. Hauschka)
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1476
Willkommen in der Eurasierwelt Ich habe auch lange Zeit versucht Dschingis das Bellen zu lernen-ich habs aufgegeben und auch meine Trainer... Wir haben es einmal mit dem alten VPG´ler Trick probiert, sprich den Hund neben einem anderen, bellenden Hund anleinen-bei den meisten Hund klappt dies und sie bellen irgendwann mit-Dschingis hat angefangen sich zu wälzen und sich die Ohren zugehalten Sah sehr lustig aus, zum Bellen hat es ihn dennoch nicht gebracht.
Ich denke jedoch, dass wenn ein Hund wirklich in einer Notsituation ist, er sich auch melden würde... Zumal ich vermute, dass dein Hund auch ähnlich gestickt ist und in Stresssituationen eh nicht auf Kommandos reagieren würde, sprich auch auf ein konditioniertes "Bellkommando" nicht reagieren würde.
Dschingis ist auch recht Lautempfindlich, deswegen arbeite ich mit ihm eher daran, heißt, dass er die Zuflucht zu mir sucht, wenn ihn etwas verängstigt oder gar erschrickt...
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
Original von silvie86:

Willkommen in der Eurasierwelt Ich habe auch lange Zeit versucht Dschingis das Bellen zu lernen-ich habs aufgegeben und auch meine Trainer... Wir haben es einmal mit dem alten VPG´ler Trick probiert, sprich den Hund neben einem anderen, bellenden Hund anleinen-bei den meisten Hund klappt dies und sie bellen irgendwann mit-Dschingis hat angefangen sich zu wälzen und sich die Ohren zugehalten Sah sehr lustig aus, zum Bellen hat es ihn dennoch nicht gebracht.
Ich denke jedoch, dass wenn ein Hund wirklich in einer Notsituation ist, er sich auch melden würde... Zumal ich vermute, dass dein Hund auch ähnlich gestickt ist und in Stresssituationen eh nicht auf Kommandos reagieren würde, sprich auch auf ein konditioniertes "Bellkommando" nicht reagieren würde.
Dschingis ist auch recht Lautempfindlich, deswegen arbeite ich mit ihm eher daran, heißt, dass er die Zuflucht zu mir sucht, wenn ihn etwas verängstigt oder gar erschrickt...

Wie ich schon sagte, Hexe bellt extrem selten und findet bellende Hunde nervig, versucht Abstand zu gewinnen. Würde ich sie neben einem bellenden Hund anleinen, würde sie sich vermutlich auch die Ohren zuhalten wie Dschigis
Leider habe ich da wenig Hoffnung, dass sie sich in Stresssituationen anders verhalten würde. Erst vor wenigen Wochen ist mir ein Fall bekannt geworden. Ein Eurasier aus Berlin, der in Kufstein entlaufen ist. Drei Monate lang hat man alles versucht,ihn einzufangen, aber er ließ keinen an sich heran und vor ca. zwei Wochen hat man ihn tot im Feld gefunden. Dem Äußeren nach vermutlich verhungert. Ich gehe nicht davon aus, dass uns sowas auch passieren könnte, aber wer weiß das schon, wie ein Hund in Extremsituationen reagiert?
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
Killeralex
  • Begleithund
Beiträge: 1339
Der Hund hat sich nicht mal vom Besitzer fangen lassen?

Ich denke solche Fälle sind selten. Und ich glaube das letzte was ein Hund in einer solchen Stressituation täte, ist auf ein Kommando reagieren, ob das nun Sitz oder Gib laut ist. Ich würde ich auch wie Silvie machen und das Problem von einer anderen Seite packen.

Mit Eurasiern kenne ich mich jedoch nicht aus. Einzige Bell-Tipps die ich noch kenne ist, zB hinter einen Zaun zu gehen und anzufangen wie wild zu spielen, nach dem Motto "Hach, ist das toll hier!". Manche Hunde fangen dann an zu bellen, wenn sie nicht rüber können. Soll aber nur dazu dienen dem Hund eine Idee zu geben was er tun soll. Der Zaun sollte so schnell wie möglich weg, sonst gehts nach hinten los...

Oder hast du es schon mit Clickern probiert? Dass du jede Lautäußerung, also auch brummeln, oder lautes gähnen, knurren ect bestätigst, soweit es die Situation erlaubt? Also nicht das anknurren von zB Menschen, aber vielleicht knurrt er ja wenn er sich selbst mit einem Spielzeug beschäftigt. Also nur Laute die neutral (gähnen) oder positiv sind. So würde sie lernen dass es sich lohnt Laute von sich zu geben. Und irgendwann würde sie vielleicht mal einen kleinen Ansatz beller von sich geben. Das kann aber auch Nachteile haben. Am Ende hat man einen Hund der ständig gähnt in der Hoffnung auf ein Leckerlie.
Liebe Grüße von Alex und Lea
Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
Original von Killeralex:

Der Hund hat sich nicht mal vom Besitzer fangen lassen?


Leider werden abgängige Eurasier (aktuell sind es 6 im letzten Jahr) nie eingefangen oder wieder gefunden. Die meisten sind Fremden gegenüber eher vorsichtig und in einer solchen Ausnahmesituation erst Recht. Es wird auch von Fachleuten darauf hingewiesen, dass viele abgängige Hunde unter Stress nicht einmal mehr auf vertraute Menschen reagieren, was ihre Verwirrung und den Stresspegel spiegelt. Dieser Hund von dem ich sprach, war im Urlaub entlaufen und wurde immer mal wieder von Fremden kurz gesichtet, er hat sich niemandem so weit genähert, dass man den Besitzer hätte holen können oder den Hund einfangen. Auch Lebendfallen haben nicht funktioniert. Der Besitzer wohnt in Berlin und der Ort an dem der Hund entlaufen ist , war Kufstein.

Ich denke solche Fälle sind selten. Und ich glaube das letzte was ein Hund in einer solchen Stressituation täte, ist auf ein Kommando reagieren, ob das nun Sitz oder Gib laut ist. Ich würde ich auch wie Silvie machen und das Problem von einer anderen Seite packen.

Mit Eurasiern kenne ich mich jedoch nicht aus. Einzige Bell-Tipps die ich noch kenne ist, zB hinter einen Zaun zu gehen und anzufangen wie wild zu spielen, nach dem Motto "Hach, ist das toll hier!". Manche Hunde fangen dann an zu bellen, wenn sie nicht rüber können. Soll aber nur dazu dienen dem Hund eine Idee zu geben was er tun soll. Der Zaun sollte so schnell wie möglich weg, sonst gehts nach hinten los...

Die meisten Eurasier sind im Erwachsenenalter nicht mehr besonders verspielt. Wenn ich bei Hexe sowas machen würde, würde sie sich das Ganze mit schiefem Kopf eine Weile angucken, sich dann ablegen und warten, bis sich entweder der Zaun auflöst oder ich rüber komme.

Oder hast du es schon mit Clickern probiert? Dass du jede Lautäußerung, also auch brummeln, oder lautes gähnen, knurren ect bestätigst, soweit es die Situation erlaubt?

Clickern kennt Hexe gut - machen wir seit sie Welpe ist. Aber sie gibt halt wirklich selten Laute von sich.

Ein einziges Mal habe ich erlebt, dass sie mitgebellt hat. Wir waren zu Besuch und die Familie hatte einen Zaun-Rebellen. Hexe kannte das nicht, beobachtete aber ganz genau, wie er es machte, wenn Passanten am Zaun vorbeikamen. Nach einigen Aktionen lief sie erst mit vor und dann machte sie auch Anstalten mitzubellen. Aber sobald ich im Garten auftauchte hörte sie sofort auf. Schlechte Ausgangssituation fürs Bell-Training. Da war sie aber noch ein Junghund.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
Zuletzt geändert am 03.04.2013 17:42 Uhr
silvie86
  • Moderator
Beiträge: 1476
Ja, das Schicksal von Akki hat die Eurasierwelt erschüttert, jedoch muss man bedenken, dass die intensive Suche nach Akki erst Wochen nach seinem Verschwinden gestartet wurde-aber das ist jetzt ein anderes Thema-man steckte ja (zum Glück) selbst nicht drin. Zum Glück ist mein Dschingis ein eher aufgeschlossener Eurasier, der die Nähe zum Menschen oder zumindest zu anderen Hunden sucht, ob er sich letztlich ohne mein Beisein von einem Fremden anfassen lassen würde, darüber will und kann ich jetzt nicht spekulieren.
Ich jedenfalls arbeite mit Dschingis an seiner Geräuschempfindlichkeit und habe da mehr Hoffnung an ein vernünftiges Ziel zu kommen, als ihm das Bellen zu lernen. Im Bellen sieht er einfach keinen Sinn und bellende Hunde versteht er erst gar nicht
Die Liebe zum Hund ist des Menschens Sehnsucht nach dem Paradies.
Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
Original von silvie86:

Ich jedenfalls arbeite mit Dschingis an seiner Geräuschempfindlichkeit und habe da mehr Hoffnung an ein vernünftiges Ziel zu kommen, als ihm das Bellen zu lernen. Im Bellen sieht er einfach keinen Sinn und bellende Hunde versteht er erst gar nicht

Ich denke dass ist genau der Grund, warum es mit dem Bellen auf Kommando bisher in die Hose ging. Hexe versteht auch Hunde nicht, die sie durch Bellen zum Spielen auffordern. Selbst wenn sie von einem Hund aggressiv angepöbelt wird, bellt sie nicht zurück - regt sich zwar auf und bekommt eine etwas asthmatische Atmung, aber das war's.
Insgesamt ist sie nicht besonders geräuschempfindlich (außer wenn andere Hunde kläffen - das kann sie gar nicht ab), dafür Menschen gegenüber sehr vorsichtig. Sie würde in so einer Situation vielleicht zu einem anderen Hund laufen, aber nicht, wenn der sich in der Nähe seines Besitzers befindet - jedenfalls nciht wenn sie allein unterwegs wäre.
Vor Jahren gab es auch mal Esta, die nach einem Unfall - vermutlich verletzt entlaufen ist und nie aufgetaucht ist. Mich nehmen solche Fälle ziemlich mit, weil Hexe eben so ähnlich drauf ist. Habe mal die Besitzerin von Esta getroffen und sie sagte mir, dass ihr Hund auch sehr scheu Fremden gegenüber gewesen wäre.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
LariPai
  • Forenwelpe
Beiträge: 4
+ 1
Ich hab Charly einfach ein wenig geärgert . Ist eh gerne am rummeckern und dann wie schon oben erwähnt den Befehl "gib Laut" gesagt und Leckerli gegeben. Irgendwann hat er geschnallt, dass er nur Leckerlies bekommen hat, wenn ich das gesagt hab. Wenn er mir mit dem Bellen auf die Nerven fällt gibt's natürlich nichts. Mittlerweile hat er es schon gut drauf. Aber hat mich einiges an Geduld gekostet
Jerry2010
  • Forenwelpe
Beiträge: 3
Ich habe das Jerry so beigebracht immer wenn ich ein Leckerli in der Hand und wenn ich dann lange nichts mache oder er es nicht bekommt dann fing er an zubellen und kam der Click und das Leckerli und das Kommando " pass auf "
und das haben wir 3 mal so gemacht und er kann es .
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