Elektroreiz- und Impulsgeräte ( Teletakt genannt)

Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 2
Bevor es wieder ganz villle Durcheinander gibt, ein neues Thema zu Teletakt etc.

Ich habe einen alten Thread dazu hier bei DS gefunden, der aber leider geschlossen wurde.

https://www.dogspot.de/forum/thema/voellig-wertfrei-und-without-comments/#27274

Mehrere Gesetze befassen sich inhaltlich mit den Teletakts, u.a. das Waffenrecht und dsa Tierschutzgesetz.

Das s.g. Teletakt gehört auchunjter das Waffengesetzt. Früher, vor 2006, waren Teletakt erlaubt. Danach wieder grundsätzlich verboten. Dann kam eine Änderung im Waffengesetz, dass Teletakts nach diesem Gesetz wieder erlaubt waren.
Hauptsächlich die Waffenlobby und Jäger/Jagdpächter hatten sich hierfür eingesetzt.

Weiterhin bestehen bleibt aber das Verbot nach dem Tierschutzgesetz !!

Der reine Besitz ist weiterhin erlaubt.

Viele Gerichte haben sich seit der Änderung des Waffengetzes mit dem Thema auseinandergesetzt, weil zwei Gesetze unterschiedliche Aussagen machen, und kamen immer wieder zu dem Schluß, dass es zwar nach dem Waffengesetz her jetzt erlaubt sei, aber nach dem Tierschutzgesetz nicht und das Tierschutzgesetz ist höher anzusiedeln.

Solche Gesetzeshinweise :

DeutschlandGemäß § 3 S. 1 Nr. 11 TierSchG ist der Einsatz eines Elektroreizgerätes bzw. eines Teleimpulsgeräts zur Erziehung bei Hunden verboten. In dem betreffenden Tierschutzgesetz heißt es ganz klar: „ Es ist verboten. … ein Gerät zu verwenden, welches durch eine direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten des Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zu einer Bewegung zwingt, die dem Tier Schmerzen, Leiden oder gar Schäden zufügt ...

Wird dennoch solch ein Teleimpulsgerät genutzt, dann stellt dies nach § 18 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 4 TierSchG eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann.
Bereits im Februar 2006 hat das Bundesverwaltungsgericht bestätigt, dass es sich bei dem Verbot nach § 3 Nr. 11 TierSchG um ein generelles Verbot handele. Es wird hier klargestellt, dass es nicht auf die konkrete Verwendung im Einzelfall ankäme, sondern vielmehr darauf, ob die Teleimpulsgeräte bauartbedingt geeignet sind, dem Tier keine unerheblichen Schmerzen zuzufügen.
Es heißt hier auch, dass Elektroimpulsgeräte in Deutschland nach § 1 Abs. 4 Waffengesetz als Waffen zu deklarieren sind.

Einzige Ausnahme sind Bereiche der Tierhaltung und der sachgemäßen Hundeausbildung.

Im Dezember 2007 wurde eine Änderung des Waffengesetzes durch den Bundesrat beschlossen. Dazu wurde der Artikel 1 Nr 32 WafG konkretisiert. Hier heißt es ab sofort, dass in der Hundeausbildung bisher Elektroreizgeräte eingesetzt wurden und sich bewährt haben. Ein Verbot hier wäre unverhältnismäßig. Diese Einfügung macht jetzt klar, dass der Einsatz dieser Geräte weiterhin erlaubt ist. Hierzu gibt es eine Stellungnahme vom Bundesrat, die man hier nachlesen kann.

https://lafeo.de/shop/ferntrainershop-fuhge/?content=17064

......sind erstens falsch , wie ich rausgedröselt habe, und zweitens irreführend für den Verbraucher und potentiellen Kunden.
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 886
Gut, dass Du in diesem Unterforum auch was dazu geschrieben hast, denn auf manche Dinge kann man auch meiner Meinung nach gar nicht oft genug hinweisen.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
christianeadler
  • Moderator
Beiträge: 20328
+ 2
Es ist schön, wenn theoretisch Ordnungsstrafen von bis zu 25000 Euro verhängt werden könnten. Urteile wie kürzlich in Duisburg sprechen aber eine ganz andere Sprache.


https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/hundequaeler-prozess-in-duisburg-der-hund-schrie-als-wuerde-ein-schwein-abgeschlachtet-werden-id214064759.html


Für mich persönlich ist allerdings auch nicht die Art der Hilfsmittel die Tierquälerei, sondern ihr Einsatz durch inkompetente und in diesem Fall herrschsüchtige Halter. Ein erlaubtes Sprühhalsband, das die Nase des Hundes nachhaltig mit stinkender Flüssigkeit vernebelt, dürfte mMn genauso widerlich sein wie ein Elektroschock. Und ein Telehalsband lässt sich auf Vibration (wie ein stummer Handyalarm) einstellen und ist nach einer vernünftigen Einführung ein absolut nicht quälerisches Mittel, um tauben Hunden Freilauf zu ermöglichen. Sie lernen, auf dieses Signal Blickkontakt zum Halter aufzunehmen, so dass der dann mit Handzeichen weiter machen kann.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
CairnLover
  • Begleithund
Beiträge: 886
Original von christianeadler:>> Es ist schön, wenn theoretisch Ordnungsstrafen von bis zu 25000 Euro verhängt werden könnten. Urteile wie kürzlich in Duisburg sprechen aber eine ganz andere Sprache.>>>

https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/hundequaeler-prozess-in-duisburg-der-hund-schrie-als-wuerde-ein-schwein-abgeschlachtet-werden-id214064759.html>>>


Es ist schön, wenn man in Zusammenhang mit einer ernsthaften Sache einen anderen Vorfall postet, der, wie es aussieht, eine Erfindung der Schwägerin zur Rufschädigung der Angeklagten gewesen ist, da sie sich für die Bessere hält und laufend die Erfolge ihrer Hunde vor Gericht erwähnt. Sie hat diese Anzeige erst 2 Jahre nach dem angeblichen Vorfall gemacht. Schön so, dass es keine Chance gab zeitnah zu ermitteln. Neben ihrer Behauptung gab es keinerlei Zeugen. Sehr seltsam und kein gutes Beispiel, da wahrscheinlich Erfindung.Darüber hinaus sind mehrere Monate Haft im Wiederholungsfall innerhalb der Bewährungszeit und 90 Tagessätze Geldstrafe in meinen Augen eine durchaus ordentliche Strafe.>


Original von christianeadler:>>Für mich persönlich ist allerdings auch nicht die Art der Hilfsmittel die Tierquälerei, sondern ihr Einsatz durch inkompetente und in diesem Fall herrschsüchtige Halter. Ein erlaubtes Sprühhalsband, das die Nase des Hundes nachhaltig mit stinkender Flüssigkeit vernebelt, dürfte mMn genauso widerlich sein wie ein Elektroschock. Und ein Telehalsband lässt sich auf Vibration (wie ein stummer Handyalarm) einstellen und ist nach einer vernünftigen Einführung ein absolut nicht quälerisches Mittel, um tauben Hunden Freilauf zu ermöglichen. Sie lernen, auf dieses Signal Blickkontakt zum Halter aufzunehmen, so dass der dann mit Handzeichen weiter machen kann.


Abgesehen davon, dass es bereits vor Gericht zur Rüge der Nutzung von Spühhalsbändern gegenüber HH kam,##### editiert ######
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
Zuletzt geändert am 08.06.2018 16:01 Uhr
Shibaherz
Beiträge: 21181
Wenn das Telehalsband von einem erfahrenen Trainer bei einem tauben Hund so benutzt würde, wie von Christiane beschrieben, dann würde er dafür sicher eine Genehmiigung bekommen.Da brauchst Du hier nicht rumzustänkern CairnLover.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 08.06.2018 16:43 Uhr
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
schafschubse
schafschubseGerade
eingeloggt
brigittebeusch
brigittebeuschOnline seit
33 Minuten