Frage 5: Wie sind Sie mit dem Verlust Ihrer Hunde umgegangen?

*Bea*
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Die heutige Frage wurde von cindyzudii89 gestellt:
Wie sind Sie mit dem Verlust ihrer Hunde umgegangen? Was war bzw. ist für Sie das schwerste in dieser Situation?

Hier die exklusive Antwort von Diana Eichhorn:

Das ist eine Frage, die mir auch nach den Jahren immer noch an die Nieren geht. Der Verlust von Momo und Pierrot ist mir immer noch allgegenwärtig, auch wenn sich das jetzt möglicherweise "dramatisch" anhören mag. Gestern habe ich noch mit meiner Freundin über Momo gesprochen und was sie für ein wunderbarer Hund war. Als ich meine Doggies damals "loslassen" musste, habe ich natürlich unendlich viel geweint und mache es heute noch manchmal…so wie jetzt gerade…
Ich habe viel darüber geschrieben, schon alleine berufsbedingt – so war ich gezwungen, mich immer wieder damit auseinander zu setzen, was nicht einfach ist. Schreiben hilft ein bisschen, es zu akzeptieren, aber es tut trotzdem nicht weniger weh.
Mir war wichtig, dass sie trotzdem "bei mir" bleiben. Deshalb habe ich sie Kremieren lassen. Ihre Asche steht noch immer an der gleichen Stelle in meinem Wohnzimmer und es tut mir gut, sie in meiner Nähe zu haben. Mit das Schwerste war für mich, dass ich einfach nicht glauben konnte, dass sie nie mehr neben mir stehen würden… unter meinem Schreibtisch liegen… mich ansehen….ihre feuchten Nasen meine Hand anstupsen…und, und, und…
Beide waren mehr als ein Jahrzehnt bei mir. Tag für Tag, das schweißt zusammen und hinterlässt leider ein Loch, dass irgendwie immer bleibt. Ich habe es immer noch nicht verwunden
Schwer war auch, wieder einen neuen Hund in mein Herz zu lassen. Ohne meinen kleinen Sohn, der auf keinen Fall ohne Hund aufwachsen soll, weiß ich nicht, ob ich heute Klein Maggie hätte. Ich habe mich anfangs gefühlt wie eine Verräterin, weil ein neuer Hund zum Beispiel an einem Platz lag, wo vorher meine Schätze geschlafen hatten.
Ich glaube es gibt nichts das wirklich helfen kann. Man muss einfach lernen mit dem Verlust zu leben.
Nele12345
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Meine Golden Retriever Hündin ist letztes Jahr gestorben. Wir hatten eine ganz besondere Bindung und haben uns oft ohne
Worte verstanden. Als ich sie bekam war sie tot krank und mehrere Tierärzte wollten sie einschläfern. Aber wenn ich sie ansah hatte ich immer das Gefühl ihre Augen sagten ich kämpfe ich will Leben! Erst der 6 Tierarzt gab uns die Chance dazu. Und wir kämpften, es gab immer nur viele viele Medikamente, Hüttenkäse und Reis über Monate, mit 9 Monaten bekam sie das erste mal Hühnchenfleisch und mit 1 Jahr war sie endlich gesund. Ich musste in dieser Zeit oft um ihr Leben bangen bis sie es geschafft hatte. Das verbindet! Sie wollte arbeiten. also habe ich sie als Rettungshündin ausgebildet und da muss man sich auf einander verlassen können. Wir haben sehr viel Zeit zusammen verbracht und sie hat mir alles mögliche an kranken oder verlassenen Tieren nach Hause gebracht oder mich drauf aufmerksam gemacht. So habe ich im Laufe unser gemeinsamer Zeit viele Vögel, Katzen, Igel und sogar ein Rehkitz aufpäppelt. Sie hat immer aufgepasst das ihren Findelkindern nichts passiert. Sie hat mich getröstet wenn es mir nicht gut ging und hat mich auch soooo oft zum lachen gebracht, so das mir der Abschied nach über 19 Jahren so schwer fiel, sie war so einzigartig und den letzten Liebedienst habe ich ihr erwiesen als ich sie zuhause
habe einschläfern lassen weil ihr Körper nicht mehr konnte und sie ist ganz ruhig in meinen Armen gestorben innerhalb vom ein paar Sekunden und ihre Tierärztin sagte sie war beireit zu gehen. Danach war es furchtbar, ich bin richtig in ein Loch gefallen. Nach 2 Wochen habe ich mir ihre Bilder auf meinem Rechner angesehen und musste wieder weinen, ich bin von ihren Bild abgerutscht und auf dem Link von einem Tierschutzverein gelandet und es machte sich ein Bild auf mit einem Golden Retriever wie sie. Ich kann es nicht anders sagen, aber irgend etwas zwang mich dort anzurufen. Die Frau vom Tierschutzverein sagt, das die Hündin schon vermittelt war und so kamen wir ins Gespräch. <ich erzähle ihr wie es war,
warum ich angerufen habe und ich sagte ihr auch das ich im Moment gar keinen Hund möchte weil der Tod meiner Hündin
noch zu frisch ist und ich auch nicht mehr gesund genug bin für so ein Kraftpaket von Hund. Sie fragte was ich denn für einen haben möchte weil es ja 3-4 Monate dauert bis man einen Hund bekommt. Ich sagte, wenn überhaupt dann eine ausgewachse 40 cm große Hündin mit Schlappohren und hellfarbig. Ich dachte noch den ganzen Tag darüber nach wie es dazu kam das ich dort angerufen habe. Am selben Abend klingelte das Telefon, die Frau vom Tierschutz war dran und sagte es wäre wohl Schicksal oder Fügung, sie hat genau den Hund den ich mir vorstelle. Ein Ehepaar welches sich diese Hündin ausgesucht hatten sind verunglückt und nun sitzt dieses kleine Hundemädchen wieder ohne Besitzer da und sie müsste wohl zurück in die Tötungsstation da ihr Pflegeplatz schon wieder besetzt würde von einer anderen vermittelten Hündin die noch kastriert würde. Ich sollter sie mir doch mal anschauen und ihr vielleicht da Leben retten und sie nehmen. Ich bekam Bilder und so
entschieden wir das wir diese kleine Hündin retten. Am nächsten Tag konnte ich sie schon in Hamburg vom Flughafen abholen. Sie war so ängstlich das sie nicht laufen wollte. Als wir nachts nach Hause kamen sie im Garten absetzten ging
sie schnurstracks zum Grab meiner Hündin sie sass eine ganze Weile dort und ich mochte sie dort nicht wegholen.
Am nächsten Tag sah ich in ihren EU-Hundeausweis und bekam Gänsehaut, nicht nur das sie direkt zum Grab gelaufen ist, sie ist auch noch auf dem Todestag meiner Hündin ein Jahr zuvor geboren. Es scheint irgendwie doch mehr zwischen Himmel
und Erde zu geben als das was wir uns erklären können? Denn gibt es soviel Zufälle? Es scheint als ob meine verstorbene
da mit gewirkt hat, das ich einen neuen Hund bekomme und zwar genau diesen. Was ja eigentlich verrückt ist so zu denken. Diese neue Hündin war sehr ängstlich weil sie wohl gequält worden ist in ihrem früherem Leben. Sie hat aber super schnell zu mir vertrauen gefasst und ging fast ein halbes Jahr lang jeden Tag zu dem Grab meiner Hündin , die Zeiten wurden immer kürzer bis sie nicht mehr hin ging. Mittlerweile ist sie ihr in vielen Dingen sehr ähnlich, selbst in der Größe hat sie noch 13 cm nachgelegt so das sie genauso groß ist. Sie hat mir über den Trennungsschmerz hinweg geholfen weil ich mich um sie kümmern musste, sie aufpäppeln und ihr helfen ihre Ängste zu verlieren eine Operation zu überstehen und mittlerweile ist sie auch eine große glückliche Hündin mit den selben strahlenden Augen wie sie meine verstorbene Hündin hatte.
Ich bin glücklich über diese Fügung und das ich den Wink des Schicksals gefolgt bin. Ich bin zwar immer noch traurig wenn ich an sie denke und sie wir immer einen großen Platz in meinem Herzen haben aber auch wieder glücklich mit meiner
neuen lieben Nele.
Zuletzt geändert am 22.06.2012 12:36 Uhr
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