Fuchs als Haustier??

Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006
Einen Fuchs anstatt einen Hund als Haustier zu halten, erfordert gundsätzlich einen Sachkundennachweis und ein Wildgehege. Aber macht es Sinn, einen Fuchs als Haustier zu halten? Ein Fuchs ähnelt in der Haltung der Haltung eines Hundes, nur bevorzugen Füchse tote Küken und andere kleine Tiere als Mahlzeit, die meist teuer im Internet bestellt werden müssen.Was er noch braucht, ist ein spezielles Training, damit er auf Kommandos reagiert.Beim Gassi-Gehen fürchten sich Füchse vor Hunde und Katzen und so zahm kleine Füchse auch erscheinen mögen, spätestens mit Beginn der Geschlechtsreife werden sie deutlich wilder und schrecken nicht davor zurück, die gesamte Wohnung zu verunstalten. Sie fressen alles, was sie mit ihre Zähnen zerlegen können.Es gibt eine Fuchsfarm in Sibirien, wo das gleiche gemacht wird, was man mit dem Wolf gemacht hat, um einen Hund herauszubekommen, nur halt im Schnellverfahren. Der Fuchs und alles was er braucht, kostet ungefähr 8000 Euro. Man kann den Fuchs am Flughafen abholen und er zählt dann nicht mehr als Wildtier und man braucht keine Wildtierlizenz für ihn.Ist das nicht gegen die Natur der Füchse, auch wenn sie domestiziert sind ?Waschbären als Haustier gibt es schon seit längerer Zeit und in Österreich will man die Haltung von Braunbären als Haustiere verbieten.Wie verrückt ist das alles? Habt ihr dazu eine Meinung?https://youtu.be/M7SH9CDxZ74
Zuletzt geändert am 20.07.2018 13:23 Uhr
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9082
+ 1
na ja, ich (!) finde das schon irgendwie seltsam.
Wenn ein z.B. Förster, Fuchswelpen mit der Flasche großzieht, weil dessen Mutter verstorben ist und sie hinterher behält (oft sind solche Tiere ja kaum in der Wildnis lebensfähig) kann ich das ja durchaus nachvollziehen.
Aber einen Fuchs aus irgendeiner Farm kaufen? Ne!
Es gibt doch sicher Hunderassen und Mixe die zumindest so aussehen!
Aber nur um seine besondere Individualität., o.ä., unter Beweis zu stellen, oder irgendwie raushängen zu lassen ?
Ich finde so etwas nicht in Ordnung!
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 571
+ 1
Würde ich nicht machen, ein Fuchs ist ein Wildtier und gehört in die Natur und nicht ins Haus. Als Welpen scheinen sie wie andere Wildtiere nett und freundlich zu sein, aber wenn sie Erwachsen werden, kommt ihre wilde Art wieder durch, auch Jäger lassen sie dann frei oder sie kommen in ein Gehege.... Ganz ähnlich wie mit Wolfshybriden, deren ursprüngliches Verhalten auch wieder zum Vorschein kommt...
Dazu kommt, Füchse haben einen seht starken Geruch, ob ich das in der Wohnung haben will...???? Kann man in der Natur riechen, schon mal die Hundeleine durch ein Kothaufen gezogen? Da braucht man fast einen halben Tag um den Gestank wieder los zu werden...
Aber das ist wieder so eine Sache, in USA werden Stinktiere im Haus gehalten, denen man die Stinkdrüse operativ entfernen muss, Waschbären werden sehr bissig, wenn ihnen was nicht passt, warum muss man wieder einen Exoten halten? Und wenn man nicht mit klarkommt, ab in den Wald????

Ja es gibt Hunde, sie sehen tatsächlich aus wie Füchse. Ich habe so einen schon beim Tierarzt gesehen.
Shibaherz
Beiträge: 21125
+ 1
Seh ich auch so. Wildtiere sind keine Haustiere, es fehlt die Bindung und Anhänglichkeit an den Menschen. Und einen Fuchs zu Dekozwecken auf dem Grundstück zu halten, so wie Fische in einem Gartenteich, find ich zynisch dem Tier gegenüber.

Ja, Tomstep, meine Mascha ist von Großstadtkindern auch schon des öfteren zum "Fuchs" erklärt worden ... auch wenn ich zwar schon von weißen Wölfen gehört habe, aber bis dato noch nicht von weißen Füchsen
Aber vielleicht ist das auch nur eine Bildungslücke?

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Shibaherz
Beiträge: 21125






Sorry, hab grade mal nach „Polarfuchs“ gegoogelt, denen sieht Mascha tatsächlich ähnlich, mal abgesehen von ihrem kleinen Schwänzchen, das sie nach innen rollt.
Aber die bekommt man hier in Berlin ja nicht zu sehen, obwohl sich z. B. auf den Friedhöfen überall Füchse aufhalten.

...
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Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006
Hier ein Video von Galileo https://youtu.be/yrZ_VAi6AL8
Das Internet ist voll von Videos über Fuchshaltung als Haustier.Ich persönlich finde die Füchse absolut herzig, aber ich würde es mir nie zutrauen, einen Fuchs als Haustier zu halten.Füchse werden in der freien Natur stark bejagt und man denke auch an die Fuchsjagd (vorzugsweise in GB) mit Ross und Reiter UND einer Hundemeute, die den Fuchs jagt, bis er nicht mehr kann und sich aufgibt.
Zuletzt geändert am 20.07.2018 16:45 Uhr
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 2
Dieses "Zuchtexperiment" gibt es seit den 60ger Jahren. Man wollte herausfinden, ob sich der Fuchs wie der Wolf über die Jahre zähmen lässt oder nicht. Ich habe vor ein paar Jahren schon einmal einen Bericht über diese "Zuchtfarm" und derne Füchse gesehen. Auch Bilder von den mittlerweilen "mutierten" Füchsen mit Schlappohren, Ringelschwanz etc. Genau wie der Wolf zum Hund hat sich das Aussehen diese Füchse dahingehend verändert.

https://www.t-online.de/leben/familie/id_83824812/sibirische-forscher-zuechten-zahme-fuechse.html

Bild

....1963 aber wurde ein Männchen namens Ember geboren, wie Dugatkin in seinem gemeinsam mit der inzwischen 84-jährigen Ludmila Trut verfassten Buch "Füchse zähmen" schreibt. Embers Besonderheit: Er wedelte heftig mit seinem Schwänzchen.

"Schwanzwedeln in Reaktion auf den Menschen ist eine für den Hund typische Verhaltensweise, und bis zu diesem Tag waren Hunde auch die einzigen Tiere gewesen, bei denen man dieses Verhalten beobachtet hatte."....

"Die gezähmten Füchse sind nicht nur so ruhig wie ein Schoßhund", sagt Dugatkin. "Inzwischen sehen viele der Füchse auch aus wie Hunde. Sie haben kurze, runde Schnauzen, Ringelschwänze und Schlappohren." Ganz ohne Training folgten sie menschlichen Gesten und Blicken. "Wilde Füchse können das nicht."

Noch ein Merkmal setzte sich durch: Viele der Tiere sind gefleckt, manche haben gar einen hellen Stern auf der Stirn, wie Hunde und Pferde. Schon lange rätselten Forscher, warum Züchter von Haustieren auf Merkmale wie Schlappohren, Ringelschwänze und Gesichter nach dem Kindchenschema hätten Wert legen sollen, erklärt Dugatkin. "Bauern, die Rinder hielten, hatten schließlich keinen Vorteil dadurch, dass ihre Rinder schwarz-weiß gefleckt waren.

......Eine unangenehme Eigenart ihrer wilden Vorfahren haben die Tiere allerdings nicht abgelegt, wie Dugatkin sagt. "Sie haben einen strengen Geruch, ein wenig wie Moschus."
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
...Nachtrag...sonst defragmentiert sich wieder alles:

Ich bin der Meinung, das der Mensch solche domestizierten Füchse nicht braucht.

Auf der anderen Seite hat das der Mensch auch mit den Wölfen, Wildrindern und- schweinen, Wildziegen etc. etc. auch eben schon gemacht. Alle Haustiere waren einmal Wildtiere gewesen.

WiIldtiere in Detuschland zu halten, ob nun Jagdpächter, Privatmensch o.ä. bedarf es einer Extragenehmigung.

Wildtiere müssen nach einer Handaufzucht wenn z.B. die Mutter getötet wurde, wieder ausgewildert werden. Dafür gibt es diese Wildtieraufzuchtstationen o.ä.

Diese Füchse aber gelten nicht mehr als Wildtiere, genau wie Wolfshybriden ab der 4. Generation auch nicht mehr. Danach sind sie vor dem Gesetzt ganz normale Hausetiere.....leider......
Shibaherz
Beiträge: 21125
Catalou, Du hast hier keinen thread zur (Fuchs-) Jagd eingestellt, sondern einen zu einem großangelegten gesellschaftlichen Experiment zur „Verhaustierung“ von Wildtieren. Diese Hypothese legt jedenfalls der von Dir angeführte You tube- Clip nahe.

Hinter diesem Experiment könnte man die Überlegung vermuten: Die Wildtiere haben in unserer global sich ausweitenden Zivilisation kaum Chancen zum Überleben in der „Natur“. Also, um ihr Überleben abseits von Zoo & Zirkus zu sichern, machen wir sie zu Haustieren!

Die Wissenschaft erforscht die tierseitigen Voraussetzungen des Prozesses der „Verhaustierung“. Gut und schön. Aber warum müssen dann gleich viele Hunderte, ja Tausende von Füchsen auf so einer Station gehalten werden?

Die Vergemeinschaftung von Wissenschaft und Geschäft, wie an diesem Beispiel illustriert, widert mich an.
Wenn in Deutschland ein exaltierter Kunde so einen „verhaustierten“ Fuchs erwerben will, zahlt er nach dem Bericht satte 8000 Euro. Und erlebt trotzdem sein „blaues Wunder“.

P.S. Meine "Polarfüchsin" Mascha hat keinerlei strengen Geruch. Die Leute fragen mich ständig, ob ich sie jeden Tag waschen, bürsten oder kämmen würde. Nichts dergleichen (obwohl ich sie manchmal mit einem Striegel massiere). Sie hält sich selbst peinlich rein.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 1
@Shibaherz: Es ist eine Pelztierfarm ! ....deshalb "müssen" dort tausende Füchse gehalten werden...... >

....und die Zucht zur Domestikation konnte dort unbeaufsichtig vonstatten gehen. Niemand hat es gemerkt, da dies ja verboten war zu Beginn.

...und solche domestizierten Füchse kann man gut verkaufen. ein lukratives "Nebengeschäft"....bringt mehr als ein Fuchspelz für die Pelziindustrie.
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