Haben Hunde auf dem Land mehr Freiheiten und sind glücklicher?

Ruedieltern
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...

Original von Feuerwolf:

Das würde ja erklären, warum Hunde auf dem Land mehr betroffen sind als Stadthunde.
Gefrostetes BARF-Fleisch ist dann ja sicher .....frisches eben nicht, ebenso die Rehdecke, die im Feld weggeworfen wird etc.

Uhhhhh, Berlin beispielsweise (und auch manche anderen Großstädte) haben was, wovon wir Dörfler hier nur träumen können. BARF-"Metzgereien". Da gibts von der Hundewurschd über frischen Pansen bis hin zu tollen, dicken Knochen echt alles. Frisch. Deswegen dürften die Städter auch nicht unbedingt sicherer sein.

Hier auf dem Land kommt man auch an frisches Fleisch, das zum BARFEN geeignet ist (nicht so ausgeblutet wie in den "Menschenmetzgereien" und an den Knochen hängt noch ordentlich Fleisch ...) . Aber nicht jeder. Wir beziehen auch (fast) nur noch Frostfutter über BARF-Shops. Aber klar, rumliegenden Kadavern und Bachwasser fallen mehr Land- als Stadthunde zum Opfer. Gibt ja viel mehr Ansteckungsmöglichkeiten.

Ich glaube, bisher sind die Vor-und Nachteile gleichauf
Zuletzt geändert am 02.05.2016 23:20 Uhr
Feuerwolf
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@Ruedieltern

Stimmt.......davon habe ich auch schon gehört.......und eigene Hundebäckereien...................sogar eigene Imbissbuden......
und Eis extra für Hunde in der Eisdiele...... ....auf dem Dorf musste das für Menschen schon suchen......Lach.......

Ich denke aber auch, dass auch diese Medaille wieder zwei Seiten hat, mit Pro und Contra....bestätigt ja meine Theorie nur.....Lach....
Eleonore
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@Feuerwolf
ich habe diese Nachricht über den Gendefekt bei Schwarzbunten nur so mit halbem Ohr mitgekriegt. Ich habe nicht mal gehört ob es alle Schwarzbunten oder nur die Turbokühe betrifft.
christianeadler
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Mir geht es genau wie Eleonore. Ich finde die Studie aus Niedersachsen auch nicht wieder und kann auch nur aus dem Gedächtnis berichten. Danach sind etwa sieben Prozent aller Hunde mit Neospara caninum infiziert. Man geht von einer Übertragbarkeit von der Hündin auf ihre Welpen aus. Deswegen plädiert man für einen Test, damit infizierte Hündinnen aus der Zucht genommen werden. Ein Ausbruch von Neosporose ist aber nur bei einem schwachen Immunsystem zu erwarten.

Dasselbe gilt bei Rindern. Der Erreger wurde rasseabhängig bei sechs bis neun Prozent gefunden. Zu klinischen Symptomen wie dem Abort kommt es bei Hochleistungsrindern, die wegen ihres schwachen Immunsystems als Weidevieh ohnehin nicht in Frage kommen. In gesammelten Kotproben von Hunden wurden nur in einem Promill Erreger gefunden, und die in so geringer Menge, dass es bei der Fütterung von Grünfutter, Heu oder Silage nicht ins Gewicht fallen würde. Nach dieser Studie liegt das Problem in der intensiven Landwirtschaft mit ihren immunschwachen Tieren und biologisch toten Nutzungsflächen, die keine Mikroorganismen und Kleinsttiere wie Käfer und Würmer mehr enthalten, die für eine natürliche Zersetzung sorgen würden.

Wenn ich mir die Erfahrungsberichte ansehe, denke ich, dass man über Hundehaltung auf dem Land keine allgemeingültigen Aussagen machen kann. In meiner Gegend gibt es z. B. Massentierhaltung nur bei Federvieh. Der Mist für die Biogasanlagen wird kilometerweit angefahren.Die Äcker werden noch, wie in der traditionellen Landwirtschaft, wechselnd genutzt, also mal Futterpflanzen, mal Gemüse, mal Raps für Biodiesel. Die Weiden sind selten sicher eingezäunt, so dass die Verantwortung beim Hundehalter liegt. Und da erweisen sich, das muss ich jetzt aus meiner Erfahrung leider so sagen, die Besucher aus der Stadt als die grösseren Ignoranten. Da geht dann der Hund unterm Stacheldraht durch und mischt die springenden Kälber auf. Die Halter finden es manchmal sogar noch süss, bis der Spiess umgedreht wird und ihr Hund auf der Flucht ist.
Die Idee, dass manche Leben weniger wert sind, ist die Wurzel alles Übels auf dieser Welt (Paul Farmer)
Jasminda
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http://tpg.schattauer.de/en/contents/archive/issue/324/manuscript/5252/show.html
http://www.wir-gegen-hundesteuer.de/infos/risikobewertung_hundkot-rinderaborte.pdf

Zwei sehr interessante Links. Möglicherweise hilft das Frosten von infiziertem Fleisch doch nicht. Es gibt keine direkten Untersuchungen zu N. caninum aber zu einem verwandten Erreger. Die Daten implizieren, dass Frosten vielleicht doch keine sichere Methode ist, um den Erreger abzutöten.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
Eleonore
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Beiträge: 674

Freiheit??? Glücklich sein???

N.m.M. kann man so eine Frage nicht mit Ja, aber auch nicht mit Nein beantworten. Es muß eigentlich immer ein JEIN dabei rauskommen. Wie die diversen Links zeigen, ist eine Infektionsgefahr für Hunde auf dem Land wesentlich größer. In unseren Städten fällt einiges davon aus. Die Populationen diverser Wildtiere in den Städten kann allerdings auch für Stadthunde nicht ganz ohne sein. Fuchs, Dachs, Waschbär und Schwarzwild bilden auch in Städten eine Gefahrenquelle. (gibt es aber GsD noch nicht in allen Städten). Die größere Gefahr für Stadthunde besteht aber n.m.A. darin, wenn Stadthund mit "dummem" Halter einen Ausflug aufs Land unternimmt. In meiner Gegend gibt es Kiesteiche, recht groß und auch tief.
Kleiner Hund muss ja auch mal seinen Spaß haben also darf er schwimmen gehen. Plötzlich ein Wasserschwall und kleiner Hund ist verschwunden, spurlos. Die Ortsansässigen wissen, das in diesen Seen auch große Welse schwimmen und auch Hunger haben. Oder, wie schon Christiane schrieb, man lässt den Hund unter dem Stacheldraht durch auf eine Weide mit Rindern laufen. Aber da sind keine Turbokühe, die vor lauter Euter kaum laufen können, sondern Jungbullen oder Färsen. Diese Tiere sind zwar noch dumm, aber sehr neugierig und wollen nur spielen. Aber ein spielerischer Tritt mit dem Hinterhuf in die Rippen eines Hundes kann schwerwiegende Folgen haben. Man kann seinen Goldie auch mal eben über einen E-Zaun auf die Schafweide springen lassen. Absolut uncool ist es aber wenn Hund sich im Zaun verheddert und mit um die Hinterläufe gewickeltem Zaun auf den Boden fällt und einen Schlag nach dem anderen erhält. 5 Meter weiter steht das Weidezaungerät, aber man stellt sich nur hin und schreit um Hilfe.
Wenn ich mit meinen Hunden mal in die Stadt gehe, gibt es da weit weniger Gefahren.

Zum glücklich sein nur eine Frage: Hat irgendjemand von seinem Hund gesagt bekommen er sei glücklich oder unglücklich weil... Meine haben mir das noch nie gesagt, Ich kann nur aus ihren Blicken oder Gebaren daraus schließen ob sie mit sich zufrieden sind oder ob ich zuviel verlangt habe. Bei meinen Hunden nenne ich es den "Raubritterblick" Wenn sie mich damit anschauen, weiß ich das sie mit sich und der Welt zufrieden sind, es hat ihnen Spaß gemacht.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260

Stadtleben

Einen erheblichen Nachteil sehe ich aber auch in der Stadt. Die Auto`s haben ihren Auspuff oft genau in Nasenhöhe der Hunde.Sie atmen also im zweifelsfall mehr unverdünnte Abgase ein als weiter oben der Mensch......und für den werden die Grenzwerte schon viel zu oft überschritten.
Angebl. soll daher die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden in der Großstadt geringer sein als auf dem Lande.
...sofern sie nicht allzuviel Gift auf dem Land abbekommen wohl...wie Spritzmittel etc.
Jasminda
  • Halbstarker
Beiträge: 250
Original von Feuerwolf:

Angebl. soll daher die durchschnittliche Lebenserwartung von Hunden in der Großstadt geringer sein als auf dem Lande.
...sofern sie nicht allzuviel Gift auf dem Land abbekommen wohl...wie Spritzmittel etc.

Wobei ich als HH es in der Hand habe, wieviel Gift mein Hund aufnimmt. Ich kann auf weniger gefährliches Terrain ausweichen, wenn die Zeit des Spritzens kommt. Die Hunde in der Großstadt haben keine Wahl, außer die ganz kleinen, den kann man wahrscheinlich ein Katzenklo hinstellen, aber die wollen sich ja auch bewegen.
Ich habe mich mal mit einem TA unterhalten, der lange Zeit in der Großstadt praktiziert hat. Er meinte, das erste was ihm aufgefallen sei, seit er am Land praktiziert ist, dass es hier kaum Fälle von Lungenkrebs bei Hunden gibt. Er erklärte es eben auch mit den Abgasen, die die stärkste Konzentration in Bodennähe haben.
Liebe Grüße

Rosa & Jeannie
Nele12345
  • Halbstarker
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Landleben

ich denke es kommt immer auf die jeweiligen Gegebenheiten/Umgebungen und auf die Erziehung des Hundes an in wie weit er auf dem Land freier ist oder nicht. Meine Hündin darf nicht und geht daher auch nicht auf Kuhweiden, aber es gibt bei uns viele Weiden die nur für Silo machen vorgesehen sind und auch auf den breiten Feldwegen hat meine Hündin jede Menge Platz zum rumrennen und toben.
Wir haben noch nie Probleme mit den Bauern in unserer Umgebeung gehabt, Nele darf dort über die leeren Weiden/Wiesen rennen toben und sich im Grase wälzen und wir dürfen dort mit der Friesbeescheibe, Ball spielen, Fährte legen etc (Aber wir achten drauf das sie dort auch kein Geschäft hinterläßt) Ab und zu gibt es auch ein nettes Gespräch mit dem ein oder andern Bauern der Umgebung. Weiden die gespritzt odere gegüllt worden sind werden erst mal ca 2 Wochen von uns nicht benutzt zum toben usw. . Da ich es seit ewigen Zeiten so handhabe denke ich das meine Hunde keine negativen gesundheitlichen Schäden vom Landleben bekommen haben da sie uralt geworden sind.
Feuerwolf
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Beiträge: 1260

@Nele12345

Einer unserer Landwirte (Schäfer) hat uns allen verboten ( brüllender Weise, so dass meine Anouk von mir festgehalten werden musste, als er auf uns zugestürmt kam.....hat dann aber zumindest Abstand gehalten. Der Mann einer Freundin hätte sich diesen Ton fast nicht bieten lassen......zum Glück wurde der Schäfer nicht handgreiflich...)seine Wiesen zwischen 1. April und 1.Oktober zu betreten. Weder Hund noch Mensch....das darf er......kontrolliert aber selber nicht, ob ein Rehkitz auf der Wiese liegt, wenn er beginnt zu mähen.....hat zwei eigene Hunde .....die sieht man nicht mehr draussen oder zum Gassi-Gang seitdem sein Vater ( wirklich älterer Herr, nett, wir kannten uns schon und haben immer gegrüsst) nicht mehr mit der Schafherde im Herbst und Winter umherzieht......Solche gibt es leider auch......Im Nachbarort die Landwirte sind ganz anders, die haben nix dagegen, dort geht halt alles entspannter und jeder läßt jeden leben.
Ein Landwirt hier hat eine eingezäunte Schonung. Der freut sich sogar, wenn ich dort meine Mädels laufen lasse......Lach.....und fragt jedesmal, wenn wir uns auf einen Plausch treffen, ob ich die "armen Hundi" denn dort auch ja laufen gelassen habe.....Lach.....grins......Er zieht dort Weihnachtsbäumchen hoch......und abgekaute, frische Spitzen sind da schon dooof.....Lach......
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