Hirnforschung bei Hunden - perfekt an den Menschen angepasst

Feuerwolf
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Heute hab eich einen interesasnten Artikel über Hunde und deren Mensch-Hund-Beziehung gelesen.

Studien, u.a. Max-Planck-Institut, haben mehrfach ergeben, dass sie Hunde in den Menschen reinversetzen können !
Sie erkennen also nicht nur Freunde, Trauer, Angst etc. beim Menschen oder anderen Tieren. Kein anderes Tier ist darin so gut den Menschen zu verstehen und sich in ihn reinzuversetzen wie der Hund.

Hirnforschung bei Hunden Einfach nur wau?!

Hunde können wie einfältige Wesen wirken, immer darauf bedacht, dem Menschen zu gefallen: eine domestizierte, treuherzig-schlichte Version des Wolfs. Zwar haben Hunde nicht unbedingt ein logisches Verständnis für ihre Umwelt. Doch moderne Verhaltensforschung zeigt: Hunde sind überraschend klug. Daraus können wir auch über uns Hundehalter viel lernen.

Studien haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Hunde sich in Menschen hineinversetzen können. Außerdem verstehen sie - anders als Menschenaffen - Zeigegesten und deuten damit menschliches Verhalten wie kein anderes Säugetier. Das Dreieck Wolf-Hund-Mensch bietet damit einmalige Chancen, die Evolution kognitiver Fähigkeiten zu erforschen - auch unsere eigenen. .........

Hunde deuten Zeigegesten viel besser als Schimpansen

"Also sind Hunde – und Wölfe mit Einschränkung – die einzigen Tiere, bei denen man das bisher festgestellt hat, dass sie auf diese menschliche Zeigegeste richtig reagieren oder sie richtig interpretieren?"

"Hunde sind die, die das mit Abstand am besten können. Sitz, sag ich Dir! Der Hund kommt immer näher ran. Grundsätzlich können andere Haustiere diese Zeigegesten auch deuten."

"Welche zum Beispiel?"

"Es gibt Studien mit Ziegen und mit Pferden auch. Aber sie schneiden nicht so gut ab wie Hunde, wobei Hunde natürlich auch viel mehr Erfahrungen sammeln können mit dieser Zeigegeste. Und die Affen sind, wie gesagt, ziemlich schlecht darin."

Hunde deuten also menschliche Gesten so gut wie kaum ein anderes Säugetier – und viel besser als unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen. Und sie können noch mehr. Forscher haben herausgefunden, dass Hunde sich in die Perspektive ihres Gegenübers hineinversetzen: Sie fressen zum Beispiel verbotenes Futter häufiger, wenn sie wissen, dass der Mensch sie dabei nicht sehen kann.

Hier der ganze Link dazu : http://www.deutschlandfunk.de/hirnforschung-bei-hunden-einfach-nur-wau.740.de.html?dram:article_id=411496

Ich stehle, was du nicht siehst

Ob Hunde sich tatsächlich in die Perspektive des Menschen hineinversetzen, ist unklar. Sie könnten die durchsichtige Barriere im Ausgangsversuch auch aus einem anderen Grund bevorzugen: weil sie dort beim Holen des Balls die Augen des Menschen im Blick behalten können. Dass sie ein Gespür dafür haben, was Menschen sehen und was nicht, legen aber auch andere Studien nahe.

"Da haben wir einen Versuch mit verbotenem Futter gemacht, zum Beispiel, wo es darum ging: Wann übertritt der Hund das Verbot? Und er übertritt das Verbot eben genau dann, wenn der Mensch nicht hinguckt."

Eine weitere Studie zum Thema trägt den Titel: "Dogs steal in the dark". Hunde stehlen verbotenes Futter bevorzugt, wenn es vollkommen dunkel ist. Im Verlauf der Studie wurden dann entweder nur der Versuchsleiter oder nur das Futter von einer Lampe angestrahlt. Im letzteren Fall zögerten die Hunde besonders lange. Mögliches Fazit aus tierischer Sicht: Ein Mensch stört nur dann beim Futterklau, wenn er mich dabei sieht.

http://www.deutschlandfunk.de/forschung-mit-hunden-versteckspiel-fuer-die-wissenschaft.676.de.html?dram:article_id=411537
Zuletzt geändert am 25.02.2018 20:38 Uhr
CEEYEET
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+ 1
@FEUERWOLF Das Thema finde ich sehr interessant. Ich glaube darüber würde ich denken, lohnt es sich zu diskutieren. LG CEEYEET
CairnLover
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Original von Feuerwolf:

Studien haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Hunde sich in Menschen hineinversetzen können. Außerdem verstehen sie - anders als Menschenaffen - Zeigegesten und deuten damit menschliches Verhalten wie kein anderes Säugetier. Das Dreieck Wolf-Hund-Mensch bietet damit einmalige Chancen, die Evolution kognitiver Fähigkeiten zu erforschen - auch unsere eigenen. .........

Hunde deuten Zeigegesten viel besser als Schimpansen

Wenn wir Schimpansen seit ca. 15.000 Jahren züchten, dressieren und mit ihnen zusammen leben würden, so wie wir das mit Hunden tun, dann wäre das für Schimpansen mit Sicherheit gar kein Problem. Ich bin mir sogar sicher, so lange würden Schimpansen gar nicht brauchen.
Irgendwie kommt da zwangsläufig der Gedanke an den Film Planet der Affen auf.

Kein anderes Tier als den Hund haben wir über derart lange Zeit darauf gezüchtet und abgerichtet, uns zu Diensten zu sein und den will to please zu haben. Mit keinem anderen Tier lebt der Mensch schon so lange so eng zusammen.
Da braucht man sich nun wirklich nicht zu wundern, dass Hunde sich so verhalten und dass die wenigsten Rassen noch etwas von der Eigenständigkeit einer Katze haben.
Ich habe in meinem Leben erst 2 Hunde kennengelernt, denen die Besitzer erlauben regelmäßig alleine spazieren zu gehen.

Wir leben zwar auch mit Katzen zusammen. Aber Katzen akzeptieren wir, obwohl wir diese genauso wie Hunde füttern, immer noch weitestgehend als selbstständige Lebewesen mit eigenem Charakter, die auch als Freigänger leben können.
Der Hund dagegen ist immer auch unser Sklave, den wir in vollständiger Abhängigkeit von uns halten und der sich zu verhalten hat, wie wir es erwarten. Dafür wird er seit ewigen Zeiten gezüchtet.
Und wenn er das nicht tut, dann ab in die Hundeschule, dass er es lernt.

Bei manchen Studien kann ich nur den Kopf schütteln.
.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
Zuletzt geändert am 28.02.2018 19:43 Uhr
Hundeli
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Guten Morgen

nun hat mein kleines Hirn grad überlegt, WIESO das alles beim Mensch nicht so gut funktioniert? Immerhin wird der ja schon sehr, sehr lange gezüchtet, innerhalb der Spezies geprägt und obendrein von a bis z behütet................

Interessant sind die diversen Test's jedoch allemal. Kürzlich las ich auch, wie wichtig 'unser' Blick für die Hundis ist und dass sie dem schneller oder intensiver folgen, als manch anderes Säugetier.
Bei gewissen Studien kann man, wenn man dann will, viel profitieren.

Grüesslis
Hundeli
CEEYEET
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@ CairnLover Da muss ich dir wohl recht geben, aber jedes Tier ist ein Individuum, daß jeweils andere Bedürfnisse hat. In meinem bisherigen Leben hatte ich reichlich Gelegenheit, meine Hunde zu studieren. Der eine war dominant, der andere unterwürfig und ein anderer war ein kleiner Mitläufer, der alles mitmachte , was die anderen ihm vormachen. Ich bin zu der Erzeugung gekommen, dass man die Tiere nicht alle über einen Kamm scheren kann. Ist der eine sehr gelehrig, wird der andere länger brauchen, um zu begreifen, was wir eigentlich von ihnen wollen. Das beste Beispiel sind meine beiden letzten Schätzchen. Arthur ist von Anfang an ein sehr ausgegichener Hund, der Katzen auf unseremGrundstück tolerierte. Er ist stets freundlich anderen Hunden gegenüber sucht sich aber seine Spielkumpel selber aus Krümel ist ganz and.Er ist sehr wild und ungestüm. Katzen können sich nur durch die Flucht hinter den Zaun retten. Bei ihm ist der Jagdtrieb sehr ausgeprägt und vor ihm ist nichts sicher, was sich bewegt. Die beiden sind wie Tag und Nacht. Der Versuch mit diesem Sturkopf eine Hundeschule zu besuchen ist im Ansatz gescheitert. Aber ich habe noch Melwins Ratschlag im Ohr. Lass es. Das ist nun mal ein Böllerkopp und du musst das beste draus machen. Und so hab ich es gemacht. Krümel ist ein lieber verrückter Chaot der für meine Familie durchs Feuer gehen würde .Er ist durch Arthurs auszug bedeutend ruhiger geworden. Ich liebe diesen Verrückten und könnte mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Morgen wird er 2 Jahre und ich bin gespannt wie das mit uns so weitergeht.
CairnLover
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Original von Hundeli:

Guten Morgen

nun hat mein kleines Hirn grad überlegt, WIESO das alles beim Mensch nicht so gut funktioniert? Immerhin wird der ja schon sehr, sehr lange gezüchtet, innerhalb der Spezies geprägt und obendrein von a bis z behütet................


Die gute Nachricht.
Ich kann dir versichern, dass Menschen bislang nicht gezüchtet werden.
Menschen vermehren sich immer noch einfach so völlig unkontrolliert und normalerweise ohne die kleinste Selektion.
Obwohl es die Selektion betreffend die ersten Ansätze gibt.
Z.B werden in Indien Mädchen eher abgetrieben, in den USA kann man sich bei künstlicher Befruchtung den biologischen Vater anhand dessen Eigenschaften aussuchen und in D kann man sein Kind abtreiben lassen, wenn sich bei der Vorsorge herausstellt, dass das Kind z.B. an Trisonomie leiden wird.
Das ist aber immer noch weit entfernt davon, als Zucht in dem Sinne bezeichnet zu werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zucht

@CEEYEET
Das Eine steht nicht im Widerspruch zu dem Anderen. Jedes Lebewesen hat von Geburt an seinen eigenen Charakter.
.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
Zuletzt geändert am 02.03.2018 17:37 Uhr
Hundeli
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ok, Mami
Feuerwolf
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@CL :

"Kein anderes Tier als den Hund haben wir über derart lange Zeit darauf gezüchtet und abgerichtet, uns zu Diensten zu sein und den will to please zu haben"

Also ..... uns zu Diensten zu sein und den "Will to please" zu haben .....sind zweierlei.

Herdenschutzhunde z.B. wurden/werden tatsächlich seit tausenden von Jahren gezüchtet. Aber niemals mit dem Ziel den s.g. "Will to please" zu haben. Der ist diesen Hunden total fremd.

Sie sind uns Menschen auch nur bedingt zu Diensten im großen und Ganzen, aber nicht immer der einzelne Hund seinem Herrn direkt jederzeit , denn den "Will to please" haben sie nicht und sollten sie auch nie haben.
Hätten sie den, wären sie keine guten Herdenschutzhunde.

Aber gerade HSH sind "Weltmeister" unter den Hunden was Beobachten und Rückschlüsseziehen aus dem Gesehenen angeht.
Das war das Ziel bei ihrer Züchtung, denn sie müssen viel beobachten, erkennen, die richtigen Rückschlüsse ziehen und sofort eigenständig (!!!) handeln um die Herde gut schützen zu können im Sinne der z.B. Schafhalter.


"Ich habe in meinem Leben erst 2 Hunde kennengelernt, denen die Besitzer erlauben regelmäßig alleine spazieren zu gehen."

Naja, entweder kennst Du dann nicht viele Hunde, noch weniger Besitzer, wohnst schon immer in einer sehr dicht besiedelten (Innen-)Stadt oder nimmst Deine Umwelt kaum bzw. nur sehr selektiv wahr.

Ich kenne/kannte wesentlich mehr als 2 Hunde in meinem Leben, die alleine regelmäßig unterwegs waren/sind ,
mein Landstrassenadel rennendes Renntier Fina gehörte auch einmal dazu und es leben noch viel, viel mehr Hunde auf der Welt und in Deutschland dazu.


"Der Hund dagegen ist immer auch unser Sklave, den wir in vollständiger Abhängigkeit von uns halten und der sich zu verhalten hat, wie wir es erwarten. Dafür wird er seit ewigen Zeiten gezüchtet"

Na, das erzähl dann doch einmal ganz ernsthaft Herdenschutzhundehaltern und Schäfern , die werden bestimmt begeistert sein von Deiner Beschreibung ihrer Herdenschutzhunde. Ob sie dann allerdings beginnen werden die Zucht dieser Hunde komplett zu "revolutionieren" ?? .....


"Bei manchen Studien kann ich nur den Kopf schütteln"

Ich bei manchen Komis auch nur.

Feuerwolf mit rennendem Renntier Fina
CairnLover
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+ 1
Original von Hundeli:

ok, Mami


Ich finde deinen Beitrag kein bisschen lustig, denn ich habe sehr wohl verstanden, was Du mit deinem Beitrag aussagen wolltest.
Mir macht es Angst, wenn jemand bedauert, dass Menschen nicht mehr die Unterwürfigkeit von Hunden haben, die sie früher, auch auf Grund barbarischer und in D mittlerweile schon länger verbotener Erziehungsmethoden, häufig durchaus hatten.

Feuerwolf, es geht in den von dir geposteten Studien nicht um Arbeitshunde, die darauf gezüchtet werden selbstständig zu arbeiten und zu entscheiden. Und natürlich sind diese Hunde gezielt gezüchtete Arbeitssklaven des Menschen.
Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten.
Feuerwolf
  • Begleithund
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+ 1
@CL : Es geht in den Studien um Hunde allgemein, also um alle Hunde, incl. HSH logischerweise.

Du hast geschrieben: "Der Hund dagegen ist immer auch unser Sklave, den wir in vollständiger Abhängigkeit von uns halten und der sich zu verhalten hat, wie wir es erwarten. Dafür wird er seit ewigen Zeiten gezüchtet"

Herdenschutzhunde leben auch als Arbeitshunde nicht in vollständiger Abhängigheit von ihrem Besitzer.
Sie könnten die Herden einfach verlassen, wenn sie wollten. Sie leben oft tagelang allein bei den Herden ohne menschlichen Kontakt und müssen sich dabei auch u.a. um ihr Fressen kümmern und andere Grundbedürfnisse.

Wo siehst Du da die immer gegebene, vollständige Abhängigkeit dieser Hunde vom Menschen ?

Der Mensch ist in diesen Regionen als Schafhalter abhängig von den Hunden, die seine Herde schützen. Es ist also allenfalls mit viel Wohlwollen eine Symbiose zwischen Mensch und Hund.

Ganz abgesehen eben von Strassenhunden und "verwilderten" HSH z.B. in den Bergen, die genauso diese Beobachtungsgabe und das Sich-in-den-Meschen-reinversetzen-können haben ohne den von Dir angebl. allen (!!!) Hunden zu eigenen "Will-to-please".

Auf diese Ambivalenz in Deinem Komi und Deiner Argumentation gehst Du leider nicht ein und antwortest nicht, stattdessen enthält Deine Antwort an mich wieder Wiedersprüchlichkeiten.

Aber interessant zu wissen, dass Du Dir Deine Hunde als Sklaven hällst und sie als solche betrachtest, im Gegensatz zu mir und anderen User hier.

Verstanden hast Du anscheinend leider `mal wieder weder den Artikel, noch meine oder Hundelis Komis .
Zuletzt geändert am 04.03.2018 12:22 Uhr
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