Kaltgepresstes Trockenfutter wirklich besser?

Gast
Hallo,
Rocco wird nun bald ein Jahr und ich suche das bestmögliche Futter für ihn.
Bisher habe ich Eukanuba Welpen mit Lamm und Reis gefüttert. Von Eukanuba möchte ich nun wegen der Tierversuche weg! Bei meinen Recherchen nach dem richtigen Trockenfutter habe ich nunmehr folgende Favoriten:

- Bestes Futter (Fenrier oder Magic Banane)
oder
- Canis Alpha Pur.

Das letztere ist ein kaltgepresstes Futter. Hat das tatsächlich solche Vorteile gegenüber nicht kaltgepresstem Futter?
Circa einmal die Woche bekommt Rocco auch Feuchtfutter. Welches könnt ihr da empfehlen und ist es falsch, ihm davon ein paar Löffel unters Trockenfutter zu mischen wg. der Verdauung etc? Ich dachte, wenn ich ihm das Feutfuter pur geben würde, könnte er evtl. Durchfall kriegen, da er das ja nicht so regelmäßig bekommt.
Alles nicht so einfach, ich freue mich auf eure Tipps. LG Caitlin
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1222
moin,
also du wirst feststellen, daß man sich über die Vorteile von kaltgepresstem futter ziemlich streiten kann...

meine erfahrung mit meinem verdauungsproblematischem Hund (wegen schwerstem Parasitenbefall in seiner Jugend) sind, daß er mit kaltgepresstem Futter sofort am besten klar kam. Mich überzeugten die Argumente vom nicht aufgehen im magen. Die extrudierten brocken gehen im magen ums doppelte auf, sodaß gefahren wie Magendrehungen wahrscheinlicher werden und meiner nach dem essen etwas träger war als mit kaltgepr. futter.
das zweite argument war, daß bei der extrudermethode einfach nicht mehr viel von den Zutaten übrig bleiben wenn sie auf eine sooo hohe temperatur gebracht werden, außerdem entstehen bei diesem verfahren giftige oxidationsstoffe, die den hund zwar nicht sofort umbringen aber auf dauer schon schädlich sein können.

ich würde empfehlen die sorten öfters zu wechseln (mind. zwischen 3 sorten, die völlig verschieden zusammengesetzt werden). Die verdauung, die knochen und das immunsystem hälste am besten mit abwechslung fit.
zu feuchtfutter mein ich, daß man daruf achten sollte iwe es gekennzeichnet ist. bei mir kommt nur etwas in den napf wo die genauen fleischanteile draufstehen. das fleich sollte lebensmittelqualität haben, kein formfleich sein, soja o.ä. enthalten,... (wenn draufsteht 4% vom lamm aber nicht was die restlichen 96% sind kommts nicht in die tüte!!)
ich kaufe z.Zt. ropodog, auenland dosenfleisch und ein mal die woche gibt´s frisches fleisch gemischt mit auenland flocken, damit der darm nicht immer mit dem trockenfutter konfrontiert wird!
so long
soviel zu meiner meinung
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Gast
Vielen Dank erstmal.
Eine Frage noch: Wechselst du dann bei den Sorten auch zwischen kaltgepressten und nicht kaltgepressten Trockenfutter? Ich habe gehört, dass die Umstellung auf kaltgepresstes Futter nicht so einfach ist und der Hund mind. 10 Tage an das kaltgepresste Futter herangeführt werden sollte. Da die Verdauung sich hier sehr umstellen muss.
Charlik
  • Begleithund
Beiträge: 849
Hallo Caitlin,

dein Hund wird bei ersten Umstellung eine Entgiftung durchmachen. Alle Giftstoffe werden aus dem Körper verbannt. Je stärker die Auswirkungen (Blähungen, viel Pupsen, Durchfall), desto geschwächter ist der Darm bereits und muss sich nun regenerieren. Wie du schon geschrieben hast, kann dies durchaus ca. 10 Tage dauern.

ich bin nicht 100% davon überzeugt, dass man mit ständigem Futterwechsel den Darm fit hält. Fit halten kann man ihn auf jeden Fall, wenn man Synthetik weit weg lässt und dem Hund natürliche Produkte gibt, die einfach die ganze Magen-Darm Aktivität im Gleichgewicht halten. Die Natürlichkeit ist das A und O! Wir können unsere Darmflora auch nicht in Schuss halten, indem wir unterschiedliche Mikrowellengerichte essen.

Was mir gerade auffällt! Beim Feuchtfutter wird immer bis ins Kleinste auf jedes Detail geachtet, dass auch ja jedes Prozentchen Fleisch angegeben ist. Sagt mal, ist das nicht beim Trockenfutter nicht mindestens genauso wichtig wie bei Feuchtfutter? Denn meiner Meinung nach sind im Trockenfutter viel mehr versteckte Dinge als im Feuchtfutter.
Und auch die einzelnen Inhaltsstoffe werden beim Feuchtfutter viel kritischer und vorallem von vornherein negativer betrachtet, als beim Trockenfutter. Beim Trockenfutter wird vieles so hingenommen und nicht hinterfragt: wieso macht man das beim Feuchtfutter? Verstehe ich nicht.

Liebe Grüße
Nadine
Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.
Mahatma Gandhi
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2139
Hi Zusammen

nun bei Extruderfutter kommt es massiv darauf an wie hoch und wie lange es erhitzt wurde. Der Nährstoffverlust ist auch beim Kochen oder Backen höher, je länger und heisser die Materie behandelt wurde.
Zum Aufquellen muss man schon bedenken, dass der Hund die Kroketten zerbeisst und seine Magensäure auch dazu kommt. Reines Aufquellen mit Wasser (als Probe) trügt natürlich sehr.

Bei kaltgepresstem Futter muss man auch bedenken, dass einige Rohstoffe vor dem Verarbeiten erhitzt wurden, also auch behandelt sind.

Am Schlimmsten find ich Hydrolisate von Fleisch, allen voran die hydrolisierten Geflügelfleische. Hier werden allerlei 'Fleische' regelrecht ausgekocht, eingedickt und getrocknet.......meist muss dann künstliches Protein dazu gegeben werden, z.B. DL-Methionin.

Abwechseln mit Futtersorten kann man problemlos machen, wenn die Herstellung ca. gleich ist, ansonsten kann es schon zu Verdauungssorgen führen.
Zwischen TroFu und FrischFu sollten min. 6 Stunden liegen, weil die Verdauungszeiten der TroFu-Inhalte anders sind als die Nassfutter-Inhalte.

Dosen resp. Nassfutter, auch hier gibt es bereits viele Möglichkeiten uns Kunden Fleisch vorzugaukeln. Mit Soja und etwas Geschmackstoffe können die schönsten Stücke entstehen und für künstlich hergestellte Fleischfasern gibt es längst ein Patent.

Wenn's packt fragt glaub ich überall kritisch nach, ob bei Nass- oder Trockenfutter. Aber auch bei den div. Produkten um die Nahrung selber zusammen zu stellen. Viele der Fleischquellen können über den tatsächlichen Inhalt täuschen.
Vielleicht ist die Tendenz des Nachforschen auch darin verborgen, dass die Kunden wissen wollen für was sie ihr Geld ausgeben? Wer will schon Geld für grosse Margen ausgeben? Kaufen tun wir ja Futter, oder........
Grüesslis Hundeli
Gast
Original von Charlik:

Hallo Caitlin,

dein Hund wird bei ersten Umstellung eine Entgiftung durchmachen. Alle Giftstoffe werden aus dem Körper verbannt. Je stärker die Auswirkungen (Blähungen, viel Pupsen, Durchfall), desto geschwächter ist der Darm bereits und muss sich nun regenerieren. Wie du schon geschrieben hast, kann dies durchaus ca. 10 Tage dauern.

ich bin nicht 100% davon überzeugt, dass man mit ständigem Futterwechsel den Darm fit hält. Fit halten kann man ihn auf jeden Fall, wenn man Synthetik weit weg lässt und dem Hund natürliche Produkte gibt, die einfach die ganze Magen-Darm Aktivität im Gleichgewicht halten. Die Natürlichkeit ist das A und O! Wir können unsere Darmflora auch nicht in Schuss halten, indem wir unterschiedliche Mikrowellengerichte essen.

Was mir gerade auffällt! Beim Feuchtfutter wird immer bis ins Kleinste auf jedes Detail geachtet, dass auch ja jedes Prozentchen Fleisch angegeben ist. Sagt mal, ist das nicht beim Trockenfutter nicht mindestens genauso wichtig wie bei Feuchtfutter? Denn meiner Meinung nach sind im Trockenfutter viel mehr versteckte Dinge als im Feuchtfutter.
Und auch die einzelnen Inhaltsstoffe werden beim Feuchtfutter viel kritischer und vorallem von vornherein negativer betrachtet, als beim Trockenfutter. Beim Trockenfutter wird vieles so hingenommen und nicht hinterfragt: wieso macht man das beim Feuchtfutter? Verstehe ich nicht.

Liebe Grüße
Nadine

Du würdest mir als zu einem kaltgepressten Futter raten, ja? Aber wenn Rocco davon Durchfall etc. bekommt, würde ich das ungern 10 Tage weitergeben um zu sehen, ob er es dann besser verträgt?! Bisher hat er ja Eukanuba bekommen, ob und wieviele Giftstoffe dort drin sind, kann ja keiner genau sagen.
Bestes Futter erscheint mir auch ohne "schlechte" Inhaltsstoffe, nur das es halt nicht kaltgepresst ist.
Charlik
  • Begleithund
Beiträge: 849
Hallo Caitlin,

du solltest in den 10 Tagen nicht schauen ob er es verträgt, sondern du musst dem Magen-Darm einfach etwas Zeit zum Umstellen geben. Das hat nix mit Verträglichkeit zu tun, sondern einfach nur mit der Umstellung.

Man kann übrigens ungefähr sehen, wieviele Giftstoffe (damit meine ich die ganze Synthetik) im Futter ist. Steht doch alles schon hinten auf der Packung drauf. Zusatzstoffe...

Diese Zeit der Umstellung hast du bei jedem Futter. Mal mehr mal weniger.
Das kann Dir auch Bestes Futter pasieren.

Liebe Grüße
Nadine
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Mahatma Gandhi
halunke
  • Begleithund
Beiträge: 1222
Original von Caitlin:


Eine Frage noch: Wechselst du dann bei den Sorten auch zwischen kaltgepressten und nicht kaltgepressten Trockenfutter?

moin caitlin,
ich wechsle nicht zwischen extruder und kaltgepresstem da meiner mit keinem extruder wirklich klar kommt. er bekommt sofort breiigen kot davon.

ach und ich wollte übrigens nicht den eindruck erwecken, daß das wechseln zwischen trockenfuttersorten den körper gesund hält, wenn die eigenen möglichkeiten aber begrenzt sind ist es ein anfang...aber ich denke jedem aufmerksamen leser ist das aufgefallen....

@Charlik:
bezüglich des genauen untersuchens der inhaltstoffe von Hundefutter egal ob trocken oder feucht ist es so, daß der Fragesteller hier direkt nach Feuchtfutter gefragt hat und ich geantwortet!
so long
Viele Leute glauben zu denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen!
-William James-
Charlik
  • Begleithund
Beiträge: 849
Ne, das ist schon klar *zwinker*
Ich hab mir davon auch keine Antwort erwartet. Mir ist das nur so aufgefallen...

Ich bin auch der Meinung, dass man mit einem kaltgepressten Futter am Besten bedient ist.

Liebe Grüße
Nadine
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Mahatma Gandhi
manuceddi
  • Forenwelpe
Beiträge: 56
Zur Umstellung auf anderes Futter: Wenn Du es behutsam machst, kannst Du keinen Schaden anrichten. Erst einmal ein paar Futterbrocken vom neuen Futter unter das gewohnte geben, dann jeden Tag etwas mehr, bis man komplett auf das neue Futter umgestiegen ist. Das kannst Du über einen Zeitraum von 4 Tagen bis so lange wie Du willst hinziehen. Bei unempfindlichen Hunden kommt Du i.d.R. mit 4 Tagen hin, empfindlichere muss man behutsamer umstellen.
LG, Manu
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