Mein erster Hund

Stinktier1904
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Original von Senja:

Hallo Katrin,

ich bin selbst Physiotherapeutin und habe meinen Hund zu 99% in der praxis, warum nicht 100% erkärt sich später im Text.

Ich kann dir meine Erfahrungen und Überlegungen weitergeben, das ist einfach wie ich es erlebe und Handhabe du musst halt schauen wie das auf deine Situation passt.

Als ich begonnen habe meinen Hund mit in die Praxis zu nehmen hatte ich Nicci ( Foto im Profil) und die war damals acht jahre alt. damals hatte ich einerseits in einer Kinik und in einer Paxis gearbeitet. in der klinik hatte sie im Büroraum in der ecke mit ihrer decke und dort lag sie, in diesem Raum waren nur Mirarbeiter und gar keine Patienten, manchmal wenn ich eine Gruppe leitete die draussen war nahm ich sie mit wenn alle patienten einverstanden waren, aber auch dann lief sie bei mir an der leine, denn schliesslich bin ich für die patienten da und nicht auf gassitour. Patienten durften sie am Anfang und am schluss streicheln und mehr nicht. Nicci ist eine spanische Tierheimhündin die als noch nicht jährige ins Tierheim kam und ich sie als 5jährige Hündin übernommen habe und sie hatte keinen Tag probleme mit menschen.
Nach Niccis Tod war für mich klar ich möchte wieder einen Hund, diesmal einen jüngeren mit dem ich noch etwas mehr machen kann in richtung hundesport.
Für mich war klar das ich keinen Welpen nehme, denn eben ein Welpe braucht viel Zeit und aufmerksamkeit und das kann ich nicht bieten. Inzwischen war ich ganz selbständig, also nur noch in der praxis.
Ich habe einen Hund gesucht im Alter 3/4- 2 Jährig, bekommen habe ich Laya (Bilder auch im Profil) 1 jährige Tierheim Hündin, von der Strasse in Spannien, vermutlich Podenco-Husky- Mischling menschenscheu. Aber es geht super.
Klarer Vorteil
1. einen Junghund kann schon ein Paar Stunden wasserhalten, das heisst wenn du dir pausen einplanst kannst du deine Hunderunde machen gehen ohne das eine therapie ausfällt ich plane einmal 1h und 1,5 h fix ein, gibt halt längere arbeitstage aber geht dann gut auf das Laya nicht allzulange warten muss.
2. Es geht der jööö effekt etwas verloren, das heisst es ist einfacher den Patienten zu sagen sie sollen den Hund in ruhe lassen, bei einem Welpen hat einfach jeder das gefühl den will ich jetzt auch knuddeln
3. der hund ist genug alt das er auch mal ein paar stunden auf deinem Platzverweilen kann ohne jeden zu begrüssen, bälle ingorieren die vielleicht mal hinrollen, kinder die schreien, ich die an ihr vorbeilaufe etc....
4. ein allzu menschenbezogener Hund der alle immer begrüssen will und rumwuselt kannst du in einer praxis nicht gebrauchen, einerseits wegen der Hygiene, andereseits wegen den Patienten, nicht jeder mag Hunde! ich hatte noch nie probleme mit patienten die angst hatten vor Hunden und das nur weil meine Hunde einfach ruhig auf ihrer decke liegen zuschauen oder schlafen und somit auch für solche Leute keine bedrohung darstellen.
ich hatte in den fünf jahren jetzt zwei Patienten die nicht zu mir in die Praxis kommen, eine hat einen Waschzwang und die andere eine extreme allergie, leichte allergiker hatten nie probleme, denn da der hund nicht überall rumläuft und jeden abend der staubsauger durchflitzt und zwei mal der boden aufgenommen wird, sind auch keine haare am rumfliegen. klar bürste ich auch wirklich regelmässig das sie schon gar nicht soo viele haare verliert in der praxis.
5. Laya ist ein Hund in der praxis und kein Therapiehund, wenn du dem Hund zumutest das der Hund von jedem betatscht wird und er überall sozusagen mittherapieren soll überforderst du einen Hund. Therapiehunde werden gezielt eingesetzt und haben dann eine Stunde einsatz pro Tag und dann ist schluss!
Meine Patienten schätzen die Anwesenheit von Laya sehr, manchmal übersehen sie sie auch und fragen wo ist sie und dann muss ich sagen, sie liegt doch da auf ihrer Decke....
Wenn sie nicht da ist fehlt sie den patienten und finden die Praxis sei so leer....dies obwohl keiner meinen Hund anfasst oder in ihre Nähe geht, dies würde laya übrigens auch nicht schätzen. Auch ich kümmere mich null um sie wenn ich arbeite sie ist einfach eine Stille zuschauerin oder Mitschläferin sie muss gar nichts mit den Patienten.
6. Der Windhund ist rassespezifisch im Haus sehr ruhig und das ist ein riesenvorteil, du kommst rein sie geht auf ihren platz legt sich hin und dann ist ruhe....ich ziehe mich um nehme die leine gehe nach draussen sie gibt vollgas.
mein erster Hund Zouky hatte ja gar nichts von einem Windhund aber bei dem war das auch so, ich denke das hat mehr damit zu tun wie du den Hund hast und wie ausgelastet er bezüglich kopfarbeit ist.

Du siehst, ich habe einen Hund von dem man denken könnte das passt überhaupt nicht und es geht super von dem her glaube ich nicht das es so sehr auf die rasse ankommt sondern viel mehr wie du das handhabst.

was ich auch ganz wichtig finde ist das du bedenkst das du den hund nicht immer in der praxis haben kannst, wenn es zum beispiel wie verückt regnet und der hund nass ist, dann stinkt er und auch wenn du ihn abtrocknest, er stinkt und das geht gar nicht in der praxis, also musst du ihn dann zwischen der ersten und zweiten Pause nach hause bringen können oder wenn er mal durchfall hat oderauch nur blähungen....es gibt nichts schlimmeres als hundefürze.... weiter jetzt zum beispiel wo es so heiss ist kann ich mit laya nur ins wasser gehen über den Tag, ausserdem ist es ihr jetzt eh wohler zuhause im bad....

so ich glaube jetzt habe ich so das meiste zusammengetragen was mir in den Sinn kommt....
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Ich finde deinen Bericht sehr aufschlussreich und interessant! Habe meine Mischlingshündin aus dem Tierheim, als Therapiehund für mich. Mir geht es gesundheitlich und körperlich viel besser als vorher, denn ich muss mit ihr raus...meinen inneren "Schweinehund" daheim lassen und raus.
Anfangs hatte ich auch Schwierigkeiten, aber als ich dann nach 1 Woche Eingewöhnung in der Hundeschule war, ging es aufwärts. Ich lernte nicht nur die Vorzüge meines Hundes kennen, sondern auch, wie ich mich in manchen Situationen zu verhalten habe.
Meine Hündin hatte auch extreme Ängste, denn als sie ins Tierheim kam, sagte man mir dass sie einfach kurz nach Ostern heiß ausgesetzt wurde. Jetzt stimmt unsere Chemie, wir verstehen uns super, uns gehts gut. Ich lerne trotzallem jeden Tag aufs Neue. GLG. NINE samt Fellnasen
Einen besseren Freund als einen Hund kann sich der Mensch nicht wünschen.
Hinter jedem verlausten Hund steckt mehr Ehrlichkeit, Liebe und Freundschaft
als hinter der sauberen Fassade mancher Menschen.
Amela
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Beiträge: 15
Original von Kati1410:>> Hallo zusammen,> Mein Name ist Katrin.> Ich möchte schon seit Jahren einen Hund haben. Bisher war es leider nicht möglich. Ende des Jahres ziehe ich aber in meine erste eigen Wohnung. Die Wohnung ist 52qm groß mit Balkon und liegt in der 1. Etage. Am liebsten hätte ich einen Labrador. Ich darf den Hund auch mit zur Arbeit nehmen. Ich arbeite in einer Physiotherapie Praxis in der viel mit Kindern arbeiten. Daher möchte ich gerne auch einen Welpen den ich dann von Anfang an daran gewöhnen kann.> Nun meine Frage an euch. Ist es mit Labrador ein Problem in der ersten Etage zu wohnen? Ich kann ja nicht immer hoch tragen und gerade die Rasse hat ja auch häufig Probleme mit der Hüfte. Wie lange braucht ein Welpe in etwa um Stubenrein zu werden und wie lange sollte ich mir am Anfang Urlaub nehmen? Habt ihr Erfahrung mit Welpen in einer Praxis? Wie habt ihr es mit dem Gassi gehen gemacht? Kann ja nicht meine Patienten immer vertrösten wenn der Hund dann raus muss. Habt ihr da einen Rat für mich?>> Danke im Vorraus

Hallo Kati!
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