Promillegrenze für Hundehalte ?!

Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
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In Wien werden die Haltungsregeln für bestimmte Hunderassen verschärft. Nachdem ein Rottweiler vor kurzem einen Einjährigen totgebissen hat, kommt jetzt die Promillegrenze für Hundehalter.

In der österreichischen Hauptstadt Wien sollen Hundehalter künftig nur noch nüchtern Gassi gehen dürfen. Jedenfalls was bestimmte Hunderassen angeht. Wien verschärft die Regeln für Herrchen und Frauchen, nachdem erst im September ein einjähriger Junge von einem Hund totgebissen wurde.

Die Promillegrenze soll für Halter von Hunden gelten, deren Rasse als potenziell gefährlich gilt. Wer also einen der sogenannten Listenhunde in der Öffentlichkeit ausführt, darf bald nicht mehr als 0,5 Promille im Blut haben. Damit gilt die Promillegrenze künftig ähnlich wie bei Autofahrern. Dieses Vorhaben teilte die Stadt am Mittwoch mit.
Saftige Strafen bei Verstößen gegen die Promillegrenze......

Das Gesetz soll noch im laufenden Jahr in Kraft treten. Hintergrund für die neuen Regeln sind zwei Vorfälle, bei denen Hunde kleine Kinder zuletzt in den Kopf und ins Gesicht gebissen haben. Ein 17 Monate alter Junge war Ende September - gut zwei Wochen nach der Rottweiler-Attacke - an seinen Verletzungen gestorben. Die Besitzerin des Hundes stand bei dem Angriff unter Alkoholeinfluss.

Leinen- und Maulkorbpflicht ebenfalls verschärft

Neben der Promillegrenze soll auch die Leinen- und Maulkorbpflicht für Listenhunde verschärft werden. Bisher mussten Listenhunde mit einem von beiden Hilfsmitteln ausgeführt werden, künftig sind sowohl Leine als auch Maulkorb Pflicht. Wird ein Mensch infolge eines Verstoßes gegen die Maulkorbpflicht gebissen, sollen Behörden den Hund sofort einziehen können.

Halter von Listenhunden müssen darüber hinaus auch weiterhin einen Hundeführerschein machen, dessen Prüfung aber nun umfangreicher werden soll. Außerdem müsse man zwei Jahre nach der Prüfung nochmals antreten, teilte die Stadt mit.

In Deutschland gibt es bisher keine spezifischen Regelungen zur Promillegrenze bei Hundehaltern. dn/dpa

https://www.infranken.de/ueberregional/rottweiler-beisst-kleinen-jungen-1-tot-jetzt-kommt-die-promillegrenze-fuer-hundehalter-in-wien;art55462,3759937

Was haltet Ihr von der Promillegrenze und der zweijährigen Hundeführerschein für Hundehalter ? Sollte er nur für s.g. Listenhunde- oder für alle Hundehalter gelten ?

M.M.n. werden hier nur wieder s.g. Listenhunde stigmatisiert. Grundsätzlich finde ich einen Hundeführerschein und eine Überprüfung oder Wiederholung nach 2 Jahren sinnvoll, aber bitte für alle Hunde.

0,5 Promillegrenze ? Die Hundehalterin des Hundes in Wien war stark alkoholisiert, hat also wohl deutlich mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut gehabt.
Shibaherz
Beiträge: 21125
+ 1
Ich habe gegen eine Promille-Grenze für Gassigeher nichts einzuwenden. Sie sollte für alle Hundehalter gelten. Wir haben hier schon hinreichend darüber debattiert, dass alle Hunde bei falscher Haltung bissig werden können.

Wir kommen hier auf unseren Gassirunden öfters an einer Raucher-"Sports"-Kneipe (Sky-Empfang von Fußballübertragungen) vorbei. Die Tür steht offen, jedes 2. Mal kommt da ein Hund herausgeschossen, natürlich unbegleitet, unkontrolliert, der es auf meine arme alte Mascha abgesehen hat, die keinem etwas zuleide tut. Der rauchende und biertrinkende Halter am Tresen da drinnen besteht in nüchternem Zustand sicher auch die Hundeprüfung.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006

Strenges Gesetz bei Haltung von Listenhunden in Wien

Generelle Maulkorbpflicht und Leinenpflicht für Listenhunde. Ausnahme: in Hundeauslaufzonen nur Maulkorbpflicht und in umzäunten Hundezonen keine Maulkorb- und Leinenpflicht.
Bei Verstoß gegen Maulkorbpflicht und infolge einer Bissverletzung eines Menschen folgt die sofortige Abnahme des Tieres.
Bei Verstoß gegen Maulkorbpflicht folgen 200 Euro Strafe und verpflichtend sechs Stunden Training bei einem Hundetrainer. Beim zweiten Mal muss der behördliche Hundeführschein wiederholt werden, beim dritten Mal erfolgt die Abnahme des Tieres. Der Halter ist in diesem Fall ganz offensichtlich unzuverlässig und nicht in der Lage, seinen Listenhund ordnungsgemäß zu führen (Zeitraum innerhalb zwei Jahre).
Bei Verletzung der Leinenpflicht folgen 100 Euro.
Alkoholgrenze für Halter von Listenhunden 0,5 Promille, wenn sie den Hund auf der Straße führen – analog zu den Regelungen in der StVO (gilt auch für Drogen). Schon bisher musste der Halter sein Tier so in Griff haben, dass keine Gefahr von ihm ausgeht. Mit der Alkoholgrenze wird eine Präzisierung festgeschrieben. Mindeststrafe 1000 Euro.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
@Catalou: Wie ist denn jetzt Deine Meinung dazu ???

Ich finde, wenn es eine Promillegrenze im öffentlichen Raum geben sollte, dann für alle Hundehalter, siehe Shibaherzens Beispiel.

......aber.....0,5Promille....wäre in Bayern, denke ich, nicht durchsetzbar......da düfte niemand mehr im Sommer mit Hundchen eine Maß Bier im Biergarten trinken.....undenkbar
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006
Original von Feuerwolf:>> @Catalou: Wie ist denn jetzt Deine Meinung dazu ???>> Ich finde, wenn es eine Promillegrenze im öffentlichen Raum geben sollte, dann für alle Hundehalter, siehe Shibaherzens Beispiel.>> ......aber.....0,5Promille....wäre in Bayern, denke ich, nicht durchsetzbar......da düfte niemand mehr im Sommer mit Hundchen eine Maß Bier im Biergarten trinken.....undenkbar

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Ich halte die Einhaltung der 0,5 Promillegrenze und sonstige Beschränkungen bei LISTENHUNDEBESITZER (grässliches Wort) für richtig und angebracht, weil diese Hunde oftmals von Leuten gehalten werden, die nicht viel Ahnung von Hundeerziehung und Rücksichtnahme haben.
Fraglich ist allerdings, wer das kontrollieren soll. Laufen die zuständigen Beamten mit Alkotestgeräten herum und werden sich die angehaltenen Hundehalter dieser Kontrolle stellen oder eher das Weite suchen?
Ich bin aber nicht der Meinung, dass die Halter aller Hunde die 0,5 Promillegrenze einhalten müssen, weil das einfach unrealistisch ist und Kontrollen generell undurchführbar sind. Wenn zB. ein Hundehalter mit seinem Dackel von der Kneipe oder wie man in Wien sagt - vom Heurigen - heimwärts wackelt, dann könnte der angesäuselte Fußgänger auch ohne Hund eine Gefahr für seine Mitmenschen oder für Autofahrer werden.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9082
+ 1
ich glaube das ja eher nicht ! Besitzer von AmStaff & Co sind in der Regel schon genug benachteiligt durch z.T. unsinnige Vorschriften u.s.w., die meisten Hunde aber durchaus gesellschaftsfähig . Die Halter müssen, hier in Deutschland zumindest, noch mehr Auflagen einhalten, Sachkunde, mit ihren Hunden zu Wesenstesten und vieles mehr. Da würden nur wieder Leute und deren Hunde zusätzlich (!) stigmatisiert.

Wenn eine Promillegrenze, dann für alle !

Wenn der angesäuselte Dackelbesitzer seinen Hund z.B. nicht sichert (nicht mehr kann, oder es ihm egal ist/wird ?) und der Dackel z.B. auf die Straße läuft, einen Unfall verursacht, dann wäre das auch nicht im nüchternen Zustand passiert ?!
Beispiele könnte man da noch sehr viele konstruieren.
Dann müsste man ja auch diese ganzen Fahrer von völlig aufgemotzten Autos mit einer strengeren Promillegrenze kontrollieren, Rücksichtnahme und dergleichen haben die sich meistens auch nicht auf die Fahne geschrieben. Das wäre dann genauso sinnvoll, oder sinnlos (!) von der Argumentation her !

Wenn schon, denn schon, finde ich !
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006
@ tomstep - Promillegrenze für alle ist ein Wunschtraum, aber ich finde es generell gut, wenn im alkoholisiertem Zustand weder mit dem Hund gassigegangen, noch autogefahren wird.
Aber: was ist dann mit den Leuten, die zwar nicht alkoholisiert sind, aber gekifft haben und zugedröhnt sind? Von dieser Sorte "Mensch" gibt es laut Medien immer mehr.

Und: Warum geschehen trotz Auflagen immer wieder Unfälle, die große Hunde verursachen, die ohne Maulkorb und schlecht gesichert ,Menschen schwer verletzen oder tot beißen?

Kleine Hunde können mit ihrem Verteidigungsdrang lästig werden, aber sie können kaum lebensgefährliche >Verletzungen verursachen. Da würde im Freilauf ein Beißkorb reichen und das keifende Hundetier kann man ignorieren.

Ich kann allerdings nachvollziehen, dass Halter eines sogenannten Listenhundes es ungerecht finden, wenn ihr wohlerzogener
Wuffi gesichert wie eine wandelnde Waffe herumlaufen muss. Leider liegt hier der Unterschied zwischen einem freundlichen Listenhund einem gewollt scharf gemachten Hund zwischen Gut und Böse.
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9082
+ 1
das alles (na gut, nur das eine oder andere) habe ich ja auch absolut nicht bezweifelt!
Nur sind absolut nicht nur (eher die wenigsten) Hunde, deren Rassen auf diesen beknackten Listen stehen, scharf gemacht. Wie Du ja selbst schreibst, große Hunde, ungesichert, verursachen die Beißzwischenfälle!
Gegen eine Promillegrenze, o.ä. hätte ich ja, wie ich bereits äußerte, gar nichts einzuwenden. Aber eben nicht nicht für "Listenhundhalter", sondern wenn, dann für alle und jeden Hundehalter, also auch für den Dackelmann / -frau nach dem Heurigen!
Nicht mehr ist meine Aussage gewesen, nur eben ohne Rassismus (in diesem Fall halt Hunderassen, das kann jeder auch gerne anders nennen !), also dann für alle Hunde, meinetwegen auch nur größere Hunde. Obwohl ich diese Größenregelung auch quatsch fände, wie ich oben ja auch schon mal näher erläutert hatte.
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 1
Für mich wäre es wünschenswert, wenn auch Leute unter Drogeneinfluß keine Hunde ausführen düften.

Am Wochenende stand in den Nachrichten, dass eine Frau unter Drogeneinfluß 200 Kühe befreit hat und dann nackt in Begleitung eines Mannes und 2 Hunden gefohen ist. Später wurde sie, zwar wieder angekleidet, gefunden auf einem Grundstück, dort hatten sie aber auch schon etliche Tiere, darunter auch Hund "befreit".

https://www.noz.de/deutschland-welt/vermischtes/artikel/1554799/im-drogenrausch-20-jaehrige-laesst-200-kuehe-frei-und-flieht-nackt

Na, wenn das nicht einmal eine Nachricht ist..... ....Zum Glück ist nicht weiter passiert.

Uuuuund...nicht nur große, ungesicherte Hunde verursachen Beissunfälle. Es hat auch schon Dackel gegeben, die ein Kind totgebissen haben .

Und wie groß ist ein Patterdale-Terrier? 25-38 cm groß. Eigentlich ein Mischling aus Border Terrier, Lakelandterrier und Pitbull Terrier, nicht FCI-anerkannte Rasse. Mit ihm hat`s viele Beissunfälle, auch schwere, in den letzten Jahren gegeben.

Gerade unter LegalHigh`s und Crystal Meth passieren schwere Straftaten und Unfälle !

Und wer das kontrollieren soll ? Die Polizei kontrolliert mittlerweile alles mögliche:

Alk am Steuer
Alk beim Radfahrer
Drogen beim Autofahrer
Dieselfahrverbote
Geschwindigkeits- und Abstandkontrollen

Ich denke, da könnte man die Kapazitäten der neu geschaffenen "Grenzpolizei" in Bayern eher und sinnvoller für Suchtmittelkontrollen bei Hundehaltern mit großen und kleinen Hunden an der Leine nutzen....ebenso die des Einsatzes am Hambacher Forst oder bei Fußballspielen.

Außerdem wird ja auch nicht jeder Autofahrer sofort zum Puste-Test gebeten, der sich in s Auto setzt.....

Nur...über die 0,5Promille-Grenze....sollte man noch einmal diskutieren ...m.M.n. ....so wegen der bay. Biergärten......
Shibaherz
Beiträge: 21125
@Catalou: Der freilaufende Hund eines Betrunkenen kann nicht nur, verunsichert oder aufgeschreckt, beißen, er kann auch Unfälle im Straßenverkehr verursachen, egal, wie groß oder klein er ist oder welcher Rasse er angehört.

Eine solche Regelung dient in erster Linie der Abschreckung und sollte mMn mit saftigen Strafen verbunden werden, weil ein (beträchtlicher) Teil unserer Mitmenschen eben nur diese Sprache versteht und ernst nimmt. -

Selbstverständlich kann es keine flächendeckende Überwachung geben, ebenso wenig wie beim Alkohol im Straßenverkehr, - Aber das ist nicht der Punkt. Sondern, analog zum Straßenverkehr: Stichproben.. Und vor allem, nach polizeilich bekannten Zwichenfällen, kurzfristiges Pusten des Ignoranten bei auffälliger Ausdünstung.


@Tomstep: Bin auf Deiner Seite, aber finde es Catalou gegenüber jetzt doch unangebracht, ihr Rassismus zu unterstellen. Sie hat sicher nur die mangelnde Akzeptanz auf Seiten der Hundehalter für eine durchgreifende Regelung im Auge.
Was heißt hier „Realpolitik“ und Verteidigung des Gemeinwohls?

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
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