Promillegrenze für Hundehalte ?!

Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006

xxx

xxxDen neuen Hundehaltungsgesetzen in Wien stimme ich großteils zu, aber es ergibt sich die große Frage,wer das alles kontrollieren soll."Neue Besen kehren gut" und so wird sich die eine oder andere Gesetzesverletzung finden und bestraft werden.Und viele Halter von "Listenhunden und aggressiven Hunden" bekommen damit einen Schuss vor den Bug und sie passen vielleicht besser auf ihre Hunde auf.Die friedlichen Hunde und Hundehalter, die sich noch nie etwas zuschulden kommen ließen, müssen eben mitleiden. Unfair?Ich persönlich würde es sehr begrüßen, wenn Hunde und überhaupt alle Tiere nicht mehr als "Sache" betrachtet werden würden,denn damit wäre man in punkto Tierschutz schon einen großen Schritt weiter.Jetzt kommt die Promillegrenze für Hundehalter doch? Jeden Tag hört man etwas anderes. Na gut
Zuletzt geändert am 26.10.2018 17:20 Uhr
Hundeli
  • Rudelbeschützer
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+ 3
Guten Morgen

hm.......all die Gesetze.........und die, welche sie berücksichtigen sollten, können wohl nicht lesen, oder?
OK, teilweise sicherlich sinnvoll.............nur grad die, welche nicht so nett sind, nehmen diese Worte sicher nicht ernst! Gehen trotz Gesetz mit Hund so um, wie es ihnen passt und wenn's hoch kommt nachts, fahren i-wo hin wos nicht gilt usw.

Ich find es generell einfach schlimm, dass man heute wegen jedem Müh ein Gesetz/Regelungen schaffen muss. Haben wir Zweibeiner denn jeglichen Verstand, Rücksicht, Anstand verloren?

Bei uns wurde der SKN abgeschafft, wohl auch, weil ganz Viele den eh nicht gemacht hatten! Wer hat schon kontrolliert oder hätte die Befugnis dafür gehabt? Ich hab mich ernsthaft gefragt, muss ich jetzt den SKN-Wisch (bestanden) immer mittragen?
Nebst dem..............ok, man macht ihn, soweit ja in Ordnung. Bloss.........stirbt Hundi und es kommt i-wann ein Neues, muss man den nochmal durchstehen *grübel*......heisst also für jeden Hund um die CH 200?
Beim Autofahrschein wird nur 1mal ne Prüfung fällig............ob das Auto gross, schwer, klein ist..........

Ich glaub nicht, dass man mit diesen Gesetzen neue Unfälle vermeiden kann! Die Gesetzlosen gibts auch heute noch und hey, manchmal macht es Sinn, wenn man auch die andere Seite kritisch betrachtet. Oft ist gar nicht der HH oder sein Hund 'schuld' wenn was passiert.........denn die lieben Menschen von heute erwarten einfach, dass alles, wirklich alles genauso ist, wie sie es in ihrem Hirn haben!
Andersrum, warum kommt keiner auf die Idee, im Zoo ein Kroko streicheln zu wollen? Aha, weiss man ist gefährlich! Aber Hundi beim Spazieren darf man einfach anfassen, denn das MUss sich das gefallen lassen!
Tut das mal in der Einkaufsmeile, nen kommenden Mensch einfach stürmisch umarmen..............viel Spass!!!!

Grüesslis
Hundeli
Shibaherz
Beiträge: 21125
+ 1
Liebe Hundeli, die Notwendigkeit von Gesetzen, insbesondere von Strafgesetzen, hängt doch nicht davon ab, ob die Menschen sie lesen können , sondern ergibt sich gerade aus der sozialen Erfahrung, dass Menschen bereit sind, ihre Bedürfnisse und Interessen sozial rücksichtslos zu realisieren und durchzusetzen. Wenn alle Menschen den Kantschen Imperativ (geschweige denn das christliche Gebot der Nächstenliebe) befolgen würden, brauchte es keine Gesetze.

Die Unsicherheit in Teulen der Bevölkerung bezieht sich keineswegs auf die Notwendigkeit von Strafgesetzen, sondern auf die offensichtlichen Mängel bei ihrer (zeitnahen) Umsetzung. Ein Gesetz, das nicht umgesetzt werden kann, sei es durch die Ordnungsämter und die Polizei, sei es durch die Justizbehörden, ist natürlich letztendlich überflüssig, weil es seinen Abschreckungszweck verfehlt, da gebe ich Dir recht. Man scheint da in der Schweiz evtl. etwas realistischer zu sein.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Hundeli
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2133
+ 3
Guten Morgen Shibaherz

Missverständnis? Ich meinte ja, DIE welche die Gesetze berücksichtigen SOLLTEN, können nicht lesen...............Es gibt ja schon länger Verhaltenscodexe für Hundehalter, für andere Menschen mit ihren Hobbys usw.
Würden die eingehalten, hätten wir weniger Gesetze, die dann eben nicht eingehalten werden.........

Ob oder nicht realistischer.........ärgerlich ist oder war, das viele HH diesen SKN gemacht hatten und dafür Zeit, Geld und Pflichtbewusstsein einsetzten. Ganz viele andere HH grinsten und taten nix............Niemand kontrollierte! Oder sagen wir so, wer hätte kontrollieren können? Wie kontrollieren? Man erhielt nach Prüfung eine Bestätigung, die in Form eines A4-Papiers war.............Mitnehmen, ok, aber wie lange man sowas heil mitnehmen kann...........?

Der grösste Aufstand war schon, SKN absolviert und gut iss............nö, bei JEDEM Hundi wieder! Wer also ältere Hundis aufnahm musste damit rechnen, dass er zig mal diesen Aufwand hat...........

Sorry, wär dies bei Autos auch so, gäbs (vielleicht) weniger Tote auf der Strasse..........Prüfung mit Kleinwagen und dannach einen Cheep, Van oder so *grübel*

Nun, seit Abschaffung sind nur die HundetrainerInnen 'traurig'.............darf jeder selber überlegen wieso

Grüesslis
Hundeli
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 2
@Hundeli:

Ich stimme Dir zu, was das Lesen und Beachten von Gesetzen angeht. Hatte ja schon getipselt hier, dass es bereits seit Jahren den Hundeführerschein für s.g. Kampfhunde in Wien gibt.
Hat er geholfen ? Nein !

Aber....wenn er jetzt für alle HH eingeführt wird....man soll die Hoffnung ja nie aufgeben....ändert sich ja doch vielleicht etwas ?? Die Wiener Polizei scheint ja, noch (??) zumindest, hinterher zu sein.
Shibaherz
Beiträge: 21125
+ 1
@Hundeli: Was mir bei Euch so zusagt, ist der unideologische, pragmatisch-empirische Problemzugang. Der Schein-Zwang wurde 2016, acht Jahre nach seiner Einführung, im Hinblick auf seine Zweckmäßigkeit evaluiert. Dabei zeigte sich nicht nur, dass ca. 20 % der HH die obligatorischen Kurse schwänzten, sondern es konnte auch nicht nachgewiesen werden, dass diese zu einem Rückgang bei der Zahl der Hundeangriffe geführt hatten.Die Befürworter hatten ohnehin nicht nur auf Gefahrenabwehr plädiert, sondern auch ins Feld geführt, dass diese „Einstiegshürde“ die Leute von spontanen Hundekäufen abhalten würde.


Gestern spätabend erlebte ich etwas, was sehr gut zu diesem thread hier passt. Ich war mit meiner Tochter nach 22 h mit der U-Bahn aus der Innenstadt nach Hause gefahren. Auf den Treppen und dem Zwischengeschoss des Ausgangs fiel uns ein Mann auf, ein wahrer Rübezahl, der sturzbesoffen in Richtung Ausgang wankte und dabei fortwährend einen kleinen. jungen, braunen Hund, sah aus wie ein Pinscher, anbrüllte, der, unangeleint, 3-5 m vor ihm lief, inmitten der hastenden Menschen verunsichert bald nach rechts, bald nach links ausscherte und sich zwischendurch ämgstlich nach seinem „Gebieter“ umsah.Ich hätte dem Mann am liebsten einen Betäubungspfeil ins Kreuz geschossen, wie sie es mit den Wildtieren in Afrika machen, und den Hund an mich genommen, aber meine Tochter zog mich weg und auch sonst kümmerte sich niemand darum.

...
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry)
Zuletzt geändert am 28.10.2018 14:05 Uhr
Catalou
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2006
@ Shibaherz - leider ist es so, dass man dem armen Wuffi eines Betrunkenen kaum helfen kann. Für Polizei rufen (U-Bahn) ist die Zeit zu knapp und außerdem riskiert man, selbst angegriffen oder wüst beschimpft zu werden. Hier würde vielleicht ein Gesetz a la Wien greifen.
Übrigens gab es in Wien vor dem Rathaus wegen der neuen Gesetzeslage für Hundehalter vom Tierschutzverein organisierte Protestkundgebungen.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 1
Ich denke, mit diesem neuen Gesetzt in Wien wird man der Wurzel des Übels nicht Herr werden.

Viele HH und deren Hunde werden ganz massiv eingeschränkt und erleiden Repressalien, die sie nicht verdient haben.

Diejenigen, da stimme ich Hundeli voll und ganz zu, die sich noch nie an Regeln und Gesetze gehalten haben, wird man damit wohl leider auch nicht erreichen und schon gar nicht, wenn sie stark alkoholisiert sind oder unter Drogen stehen wie Meth o.ä.

Im Grunde genommen geht es doch m.M.n. darum, dass folgene/r Grundsatz/-sätze ( der/ die mir und vielen anderen bestimmt auch in derselben oder ähnlichen Weise begebracht wurde/n) immer weniger beachtet wird/werden in der Gesellschaft:

Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Déclaration des droits de l'homme et du citoyen) vom 26. August 1789, Artikel 4:
„La liberté consiste à pouvoir faire tout ce qui ne nuit pas à autrui : ainsi l’exercice des droits naturels de chaque homme n’a de bornes que celles qui assurent aux autres Membres de la Société, la jouissance de ces mêmes droits. Ces bornes ne peuvent être déterminées que par la Loi."

„Die Freiheit besteht darin, alles tun zu können, was einem anderen nicht schadet. So hat die Ausübung der natürlichen Rechte eines jeden Menschen nur die Grenzen, die den anderen Gliedern der Gesellschaft den Genuß der gleichen Rechte sichern. Diese Grenzen können allein durch Gesetz festgelegt werden.“

Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten vom 5. Februar 1794, Einleitung II. Allgemeine Grundsätze des Rechts. §. 83. „Die allgemeinen Rechte des Menschen gründen sich auf die natürliche Freyheit, sein eignes Wohl, ohne Kränkung der Rechte eines Andern, suchen und befördern zu können.“

Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten (1797). Erster Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. Einleitung in die Rechtslehre. § B. Was ist Recht?
„Das Recht ist also der Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des andern nach einem allgemeinen Gesetze der Freiheit zusammen vereinigt werden kann.“

Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten (1797). Erster Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. Einleitung in die Rechtslehre. § C. Allgemeines Prinzip des Rechts
„»Eine jede Handlung ist recht, die oder nach deren Maxime die Freiheit der Willkür eines jeden mit jedermanns Freiheit nach einem allgemeinen Gesetze zusammen bestehen kann etc.«

Eigentlich ganz einfach.....aber in der Umsetzung oft sehr schwer.....gerade dann, wenn er nicht eingehalten werden will.
Feuerwolf
  • Begleithund
Beiträge: 1260
+ 1

zweiter Vorfall in Wien am Wochenende

https://diepresse.com/home/panorama/wien/5520610/WienLiesing_Elfjaehrige-mehrmals-von-Hund-gebissen

Eine 18jährige Staff-Besitzerin leiht einer 11-jährigen Ihre Hündin mit einem Welpen zum Gassigang aus.
Der Hund hatte am Tag zuvor schon das Mädel attakiert und eine Woche zuvor eine andere Frau, die die HH angezeigt hatte.

....und jetzt wird wesentlich lauter nach einer Maulkorbpflicht für s.g. Listenhunde gerufen, obwohl m.M.n. eindeutig die Halterin dafür verantwortlich ist.

Wer leiht einer 11jährigen eine säugende Hündin mit deren Welpen zum Gassi-Gang ?

Hat sich die HH irgendetwas dabei gedacht? Wahrscheinlich Hirn ausgeschaltet.
weckener
  • Halbstarker
Beiträge: 571
+ 1
Wenn schon ein Glas Weizenbier auf nüchternem Magen 0,3 Promille bewirkt und ich denke da kann man nicht von alkoholisiert sprechen, dann wäre derjenige schon mit zwei über 0,5 Promille.....
Wer öfters trinkt, wird den Alkohol nicht besonders spüren, schon garnicht für die Polizei ersichtlich sein.... Ich glaube nicht, das das durchsetzbar sein wird.
Für eine ganze Anzahl von Betrunkenen wird der Hund seinen Halter nach Hause führen....
Shibaherz, natürlich gibt es Menschen, die im Suff ihre Tiere misshandeln, leider auch genügend nüchtern. Wobei es völlig egal ist ob Listenhund oder nicht. Das Betrunkene vielleicht die Leine nicht mehr richtig halten können oder ihren Hund frei laufen lassen, aber keine Kontrolle haben, ist sicher gefährlicher als normal.
Aber so ein Gesetzt wird sich wohl nicht durchsetzten lassen. Eigentlich müssten dann alle Hundeführer ständig überwacht und kontrolliert werden.
Aber wenn schon so einen geringe Menge Alkohol 0,5 Promille gibt, dann dürfte niemand mehr mit Hund auf die Straße, der bei einem Essen im Lokal zwei Glas Wein trinkt.......
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