Unser Großer ist über die Regenbogenbrücke gegangen

Gast
Am 25.02.2011 ist Ian nach einem sehr schlimmen letzten Tag über die Regenbogenbrücke gegangen. Im August wurde ein Siebbeintumor beim Ihm diagnostiziert. Er hatte bis ca 4 Wochen vor seinem Tod kaum Schmerzen. Bis auf die riesige Beule auf seiner Nase sah man Ihm sein Leiden auch nicht an. Allerdings verlor er seit November stark an Gewicht. Er bekamm nur noch sein lieblings Nassfutter und alles was er gerne mochte. Die letzten 2 Wochen bekamm er starke Schmerzmittel und Kortison dadurch wurde er wieder richtig fit. Der verdammte Tumor wurde weicher. Wir haben wie die meisten in so einer Situation den Strohhalm gegriffen und gehofft das die Ärzte sich geirtt haben und die elende Beule von einem Biss im Sommer herrührt der ca. gleichzeitig mit dem Beginn des Wachstumms zusammen viel. Abends schnappte er seinen Ball und spielte damit wie er es seit Jahren nicht mehr tat. Er vergnügte sich mit unserem Joschi und rannte und tobte mit Ihm. Als ich am Morgen des nach 25.02. vom Dienst nach hause kam gingen wir spazieren und ich hab gedacht wir haben es geschafft. Jetzt gehts bergauf, Ian wird noch mindestens 15 Jahre. Als wir zuhause waren legte er sich in seinen Korb. Nach ca 10 Minuten bekamm einen Epileptischen Anfall der 5 Minuten dauerte. Er erholte sich und ich hab mir vorgemacht d das passiert halt mal. 2 Stunden später passierte es wieder diesmal dauerte es länger. Wir sind zum Tierarzt gefahren und er bekamm Antiepileptika. Die Anfälle kamen jetzt immer wenn einschlief. Sobald er zur Ruhe kam bekamm er einen Anfall. Es dauerte immer länger und dazwischen tigerte er umher. Es war so schlimm. Um 21 Uhr hatte er 8 Anfälle hinter sich. Er konnte nicht mehr er hatte Angst. Frauchen rief den Arzt an und wir fuhren los. Kein Wort nur Tränen. Das liebste töten um Ihm zu helfen. Ich bin Feuerwehrmann ich rette Leben. Ich musste meinen besten Kameraden töten lassen. Er hatte solche Angst.
Zuletzt geändert am 05.05.2011 16:12 Uhr
Gast
Das ist sehr traurig, Trösten kann ich dich leider nicht. Aber denk drann er leidet nicht mehr und lebt weiter in deinem Herzen.

Ich fühl mit dir.
L.G. karine
Gast
Es tut mir schrecklich leid; dieser Verlust ist nahezu das Schlimmste, was man sich vorzustellen vermag. Ein Wesen, das Kind ist, weil wir es behüten und beschützen, das bester Freund und Partner in allen Lebenslagen ist, das uns loyaler und ehrlicher als die meisten Menschen bedingungslose Liebe und Vertrauen schenkt...

Mach Dir keine Vorwürfe; die Hoffnung lebt meistens länger, als man hoffen sollte, und dennoch ist es nur natürlich. Dass Ian nun doch nicht mehr 15 wurde, ist sehr traurig, versuche jedoch die gemeinsame Zeit zu schätzen und Dich an den zahllosen Erinnerungen zu erfreuen!

Ich verstehe sehr gut, wie es Dir gerade geht, und hoffe, dass ihr diese schwere Zeit gut hinter euch bringt! Du hast die richtige Entscheidung für euren Großen getroffen, denn das war das letzte Geschenk, welches Du ihm zu machen vermochtest. Du hast losgelassen, und darin zeigt sich ihm Deine große Liebe ein letztes Mal, bevor er nicht mehr auf Erden weilt, denn Du hast ihm weitere Anfälle, Ängste und Schmerzen erspart!

Auch ich musste jetzt loslassen und tat es, obschon ich deshalb verzweifelt war. Dieser Verlust hat mir solche Angst gemacht, der bevorstehende Abschiedschmerz hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Mein Bär wollte nicht gehen, er hat am Tag seines Todes noch gegessen und getrunken. Es hat 30 Minuten gedauert, bis die Narkose wirkte, und er musste die Spritze des ewigen Schlafes zweimal bekommen, weil sein Herz trotz der 17 Lebensjahre zu stark war ebenso wie sein Wunsch und Wille, an meiner Seite zu sein.

Ich war so verzweifelt, die TA so erstaunt - daher dachte ich vor der letzten Spritze, meine Entscheidung sei falsch gewesen und ich müsse ihn jetzt irgendwie doch noch vor dem Herzstillstand bewahren. Er wollte einfach nicht das Leben aufgeben, aber er wäre laut den TÄ (4 verschiedene) höchstwahrscheinlich erstickt, hätte ich ihn nicht losgelassen. Eine Stunde verabschiedete ich ihn in meinen Armen vor unserer Couch.

Der TA hat im Übrigen Mist gebaut, den ein junger oder mittelalter Hund höchstwahrscheinlich überlebt hätte, aber am Tag seines Todes fielen auch alle Telefone und das Internet aus, so dass kostbare Zeit immer mehr schwand. Es wirkte so, als solle es dieser Tag sein, was ich erst jetzt wahrnehme, denn Dusty's Leiden begann vier Wochen vor unserem Abschied - die Zeit davor war wundervoll, aktiv, stark und betörend schön. Selbst die letzten vier Wochen waren noch geprägt von einem agilen Althund, der Interesse an anderen Hunden zeigt, viel jünger wirkte und sich noch immer für den König der Welt hielt. ; )

Er ist der wichtigste, faszinierendste Teil meines Lebens und das mich am meisten berührende Wesen der Welt; Brandy kann nichts daran ändern, dass ich unsäglich unglücklich bin, auch wenn ich ihn deshalb nicht vernachlässige. Ich dachte, er schaffe die magische Grenze und ginge nicht vor dem 20. Lebensjahr von mir, weil er so viele Wunder vollbrachte.

Nun, dem war nicht so, und ich kann es immer noch nicht glauben, dass er an den Folgen eines zu spät erkannten und mehrmals falsch behandelten Erregers, der resistent gegen Antibiotika ist, starb. Ob er noch ein Jahr, wie der TA sagte, 6 Monate oder 3 Jahre gehabt hätte, spielt überhaupt keine Rolle, denn dieser Verlust wäre zu jeder Zeit das blanke Grauen gewesen!

Ian hat nun keine Schmerzen mehr, und er hatte einen wunderbaren Platz auf dieser Erde. Ich weiß, das Herz zerbricht erst und wird dann vom Schmerz zerrissen, so geht es mir zumindest, und es fühlt sich entsetzlich an, dennoch liebe ich die vielen Videos, Bilder und Erinnerungen, die ihn lebendig halten, und ich werde stets viel an ihn denken und von ihm reden, denn dann muss ich immer lächeln, selbst wenn mir die Tränen kommen.

Und wenn die Zeit gekommen ist, werde ich offenen Blickes durch die Gegend ziehen; unsere erste Begegnung war Liebe auf den ersten Blick, so ging es mir mit keinem anderen Hund. Wenn ich dieses Gefühl wieder haben werde, wird er wieder bei mir/uns sein!

Vielleicht glaubst Du ja auch daran, dass zusammengehört, was sich makellos zusammenfügt, und kein Wesen nur einmal lebt...Ich wünsche es Dir. Und wenn dem nicht so ist, hoffe ich sehr, dass Du auch ohne dieses ursprüngliche Wissen nicht Deine Lebensfreude verlierst.

Sei Dir meines Mitgefühls gewiss (nicht nur weil ich gerade dasselbe erlebt habe) und fühl Dich virtuell warm umarmt!
gina7
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Beiträge: 175
Du hast Deinem Hund den größten Liebesbeweis gegeben den ein Mensch seinem vierbeinigen Freund nur geben kann. Du hast ihm ein langes schmerzvolles Leiden erspart. Ich weiß dass es Dir das Herz zerrissen hab aber für Ian war es das Beste. Gräm Dich nicht, denk an die schönen Stunden mit Ian. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass man seine Hunde nie vergißt aber es kommt die Zeit wo man mit einem lächeln auf den Lippen an sie denkt.
LG
Regina und die 3 Chaoten
Josie522
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Beiträge: 106
Ich muss mich auch erstmal trockenlegen, es ist wirklich traurig, wenn man so einen schweren Schritt gehen muss.
Es zerreißt einem förmlich das Herz, und immer wieder aufs Neue, jedesmal, wenn man wieder ein Tier über die Regenbogenbrücke schicken muss. Ich hasse diese Tage, wenn es soweit ist, aber wir haben die Macht, ihnen zu helfen,
anstatt sie qualvoll dahinvegetieren und länger leiden zu lassen. Du hast das für ihn Beste getan in dem Moment und er wird nie vergessen sein, weil er in Deinem/Euren Herzen immer weiterlebt.
Jemand ist erst dann tot, wenn niemand mehr an ihn denkt ... ♥♥♥

Vielleicht tröstet es Dich ein bisschen ... wobei alles, was selbst mit Trost zu tun hat und jeder Gedanke, bereits schon das Fass zum Überlaufen bringen kann. Ich kenne das nur zu gut.


http://www.indigo.org/rainbow/rainbow-de.html (Lautsprecher anmachen und Taschentücher bereithalten)

Ein tröstendes Gedicht, welches ich auch sehr mag, ist dieses:

***********

Darf ich jetzt gehen?
Meinst Du, es ist der richtige Moment?

Darf ich mich von den schlimmen Tagen und endlos langen Nächten verabschieden?

Ich bin den Weg meines Lebens gegangen und habe mein bestes getan, ein Beispiel zu geben.

Darf ich also auf die andere Seite treten und meine Seele frei lassen?

Zuerst wollte ich nicht gehen, habe mit allen Kräften gekämpft.aber jetzt fühle ich, das mich etwas ruft zu der Wärme und dem lebendigen Licht. Ich möchte gehen. Ich möchte wirklich. Es ist schwer, zu bleiben.

Aber ich verspreche, ich versuche mein bestes, um noch einen Tag zu leben. So dass Du noch einmal auf mich aufpassen kannst und ich die größte aller Lieben fühlen darf.

Ich weiß, dass Du traurig bis und Angst hast, denn ich fühle die Tränen, die mein Fell naß machen.

Ich bin nicht weit weg, ich verspreche es und hoffe, dass Du immer daran denkst: Meine Seele wird Dich begleiten wohin in der Welt Deine Reise Dich auch führen wird. Danke, danke dass Du mich geliebt hast! Du weißt auch, dass ich Dich liebe. Deshalb ist es so schwer, sich zu verabschieden und dieses Leben an Deiner Seite zu beenden.

Also halte mich noch einmal fest und sage Worte, die ich gerne hören möchte.

Weil Du mich tausendmal magst, läßt Du mich heute schon einschlafen.

(aus dem Englischen, Verfasser unbekannt)

***********

Ich habe meine verstorbenen Menschen und Tiere immer in meinem Herzen, jeder Gedanke an sie und an das, was wir an Schönem gemeinsam erlebt haben, auch Stürme, die wir gemeinsam überstanden haben und treu zusammengehalten haben, die Erinnerung daran, sie ist so schön und kann einem niemand nehmen.
Es ist einzigartig, so wie jedes Tierchen, was man sich in seinem Leben vertraut gemacht hat, einzigartig ist.
Ich habe auch heute immer noch das Gefühl, wenn ich ein Foto anschaue oder eine Leine oder ein Spielzeug oder die Decke, wo es drauf lag, dass mir das jeweilige Tier, dann sehr nah ist. Ganz intuitiv, so ein warmes Bauchgefühl, was aber auch sehr wohl tuend ist, so als wollte es sagen: Spürst Du's? Ich bin nicht weg, ich bin immer noch bei dir ... ♥

Irgendwann wandelt sich die Trauer in Freude, wenn Du an ihn denkst und Du weißt, Du hast das einzig Richtige getan.

Ganz liebe Grüße
von
Josie522 und dem Rudi Schmusebärchen
"Du fragst mich, Kind, was Liebe ist?
Ein Stern in einem Haufen Mist.”

Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.
(Astrid Lindgren)
Gast
Jeder, der das mal durchgemacht hat weiß, wie es Dir damit geht...


Eine Brücke verbindet Himmel und Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie “Brücke des Regenbogens”.
Auf dieser Seite des Regenbogens liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf Erden für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem schönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen, zu trinken und es ist warm - es ist schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind hier wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen. Es gibt nur eins, was sie vermissen:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht:
die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!!!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt förmlich über die grüne Wiese. Die Pfoten tragen es schneller und immer schneller. Es hat Dich gesehen!!!
Und wenn Du und Dein spezieller Freund einander treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hälst ihn fest.
Dein Gesicht wird wieder und wieder geküsst , und Du schaust in die Augen Deines geliebten Tieres, das solange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, um nie wieder getrennt zu sein.

Ich wünsche Dir viel Kraft
und alles Liebe für Dich

Lydia & Lisa
Gast
Vielen Dank an Euch alle. Es hat mir sehr geholfen meine Gedanken in Worte zu fassen. Vielen Dank für das Mitgefühl. Kuschelt alle eure Fellnasen ganz doll von mir.
mishu
  • Forenwelpe
Beiträge: 107
Fühl Dich mal gedrückt von mir
Es ist immer traurig, wenn ein Freund uns verläßt, aber man kann dankbar zurückschauen und in der Erinnerung bleibt das Tier unvergessen in unseren Herzen, auf immer und ewig!!!
Hunde sind unsere Verbindung zum Paradies.
Sie kennen nichts Böses oder Neid oder Unzufriedenheit.
Mit einen Hunden an einem herrlichen Nachmittag an einem Hang zu sitzen,
kommt dem Garten Eden gleich, wo Nichtstun nicht Langeweile war - sondern Frieden.
Patengötti
  • Forenwelpe
Beiträge: 11

"In diesen schweren Stunden ...

... besteht unser Trost oft nur darin,
liebevoll zu schweigen und
schweigend mitzuleiden."


Lieber Holgi!

Ich denke, niemand von uns wird richtige Worte finden können - weil Worte die Leere nicht anrühren können, die ein solcher Verlust mit sich bringt.

Aber wir können dir unser Mitgefühl schenken und dir viel Kraft wünschen!!
Denn ich denke, dass jeder von uns sich vor diesem einen Moment schon jetzt fürchtet, wenn er seinen geliebten vierbeinigen Freund gehen lassen muss...

Alles Liebe!
Patengotti
indianermaus
  • Forenwelpe
Beiträge: 12
Es tut mir so Leid für Dich und Deinen Schatz.
Ich bin seit langem mal wieder hier, treffe auf Eure Geschichte und heule wie blöde mit Dir! Ich verstehe Dich so verdammt gut und verstehe Deine "Fast-Zweifel" an Dir selbst. Wie schrecklich weh muss es Dir getan haben, das Liebste töten zu lassen, damit es ihm besser geht.
Doch glaube mir, Du warst barmherzig und hast das einzig Richtige getan. Jetzt geht es Deinem Großen besser und er tobt über die schöne große Wiese im Regenbogenland.
Ich umarme Dich und verneige mich in tiefstem Respekt!

Biene
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