Viel Rasse, wenig Klasse: Der Rassehund

horselady83
  • Begleithund
Beiträge: 628
Ach ja, wie wunderbar, dass einige wenige Auserwählte hier die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und alles besser wissen, als Menschen, die sich damit schon jahrelang befassen...
Aber glaubt doch, was ihr wollt. Ich bin nicht naiv und ich verschließe auch nicht meine Augen. Aber ich weiß eben, nach welchen Kriterien Züchter gehen und da steht der MDR1-Status an hinterer Stelle.
Es gibt in der Colliezucht weitaus schwerwiegender Baustellen!!!
Ich weiß sehr wohl, was Pferdeäpfel mit dem MDR1 zu tun haben. Aber die Menge macht es hier eben aus und diese Menge wird ein Hund kaum fressen...
Ich bin wirklich nicht dafür -/- x -/- zu verpaaren. Aber wenn der Züchter gute Gründe für diese Verpaarung angeben kann, würde ich ihn nicht verurteilen...
Der Collie steht insgesamt gesundheitlich auf einer guten Basis. Deswegen kann man sich nicht zurücklehnen. Man muss IMMER wachsam sein und bleiben.
Bei anderen Rassen sieht es da schon ganz anders aus!
Allerdings ist ein wildes Verpaaren von zwei äußerlich gut zusammenpassenden Hunden auch nicht der Ausweg aus dieser Misere...
PitaPata Dog tickers
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142

Das ist ja das Problem, dass viele Menschen nicht über die demokratischen Grundregeln des Vereinslebens informiert sind.

Wer mehr als einmal eine Jahreshauptversammlung mitgemacht hat, wird erkennen, dass nicht nur die Antragstellenden sondern auch die Beschliesenden zu 95 % Züchter sind - und von denen sind 90 % Hündinnenbesitzer.

*
Ich nehme mal an, dass Du hier von Zuchtvereinen sprichst. Wer aber sollte in einen Zuchtverein sonst die Mehrheit haben, wenn nicht die Züchter und Deckrüdenbesitzer? Es sei denn, es ist ein Zuchtverein, in dem auch Hundesport getrieben wird.


------



Das Interesse dieser Züchter ist doch, mit ihren vorhandenen Hund züchten zu können. Gerade bei den mittel- und großen Rassen kann sich kaum ein Züchter mehr als eine Hündin halten, eine Zuchthündin zu kaufen und die evtl. eigene "Schrott"-Hündin abzugeben ist diesen Leuten doch zu teuer.



........
*
Da habe ich durch weg andere Erfahrungen gemacht.Die meisten Züchter großer Rassen, die ich kenne halten mindestens 2 Zuchthündinen ,oft auch mehr. Hunde, die zur Zucht nicht geeignet sind, werden dann meistens an Liebhaber der Rasse oder an Sportler zum Welpenpreis abgegeben.

.......





Also werden dem entsprechend Änderungsanträge zur Zuchtordnung bzw. zu den Zuchtzulassungsvorassetzungen gestellt und natürlich stimmen darüber wieder in der Mehrheit "Zwinger"-Besitzer ab!



*
Ich weiß ja nicht, wo Du an Jahreshauptversammlungen teil nimmst, aber in einem normalen (anerkannten) Zuchtverein werden keine Änderungsanträge zur Zuchtzulassung oder ähnliches beschlossen. Da mußt Du dann schon als Deligierter deines Zuchtvereins zur JHV deines Dachverbandes gehen und dort (vorher)deinen Antrag stellen. Da werden keine Änderungen oder Zuchtzulassungen einfach so mal schnell geändert. Sie werden höchstens erst mal zur Diskusion gestellt. Bis zur Änderung ist dann noch ein weiter Weg. Zumindest ist dass in den FCI-Vereinen so.


...........

Auch der VDH besteht zu einer großen Mehrheit aus "Abgesandten" der bestehenden und im VDH aufgenommenen Clubs. Also hier schließt sich dann doch der Kreislauf!
>
..........


*
Den Satz verstehe ich leider nicht so ganz. Der VDH besteht aus seinen Mitgliedern, nicht aus irgend welchen Abgesannten der Zuchtvereine. Zu den JHV des VDH nehmen allerdings nur Abgeordnete der angeschlossenen Zucht-und Sportvereine teil, die dann dort (nach vorheriger Antragstellung) ihre Belange vortragen können. Wie dass in den (noch) nicht anerkannten Vereinen ist weiß ich nicht. Allerdings gibt es dort "Vereine", die dass regeln, wie sie gerade Lust haben.Ist ja auch kein Wunder, wenn einige regelrechte" Familienbetriebe" sind. Die werden oft nicht mal von den Vereinen außerhalb des FCI anerkannt.
Liebe Grüße von Melwin.
Zuletzt geändert am 22.01.2014 21:38 Uhr
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1390
Sorry, jetzt kommt OT, würde aber vllt. etwas Licht ins Dunkel bringen:

Früher sagte man: "Komm du mit deinen Tagen erst mal in meine Jahre..."

Aber da warst du noch nicht geboren......ich schon.... Vllt. kannst du nun meine Aussagen besser ein ordnen.....

"Besserwisserei" kommt von "besser wissen" - tja, so einfach ist das. Wer es nicht erträgt, soll meine Beiträge eben überlesen.

Warum ich in diesem Forum bin? Auch wieder einfach: dieses Forum hatte mich eigentlich nie interessiert; es bat mich jemand, es mir anzusehen, mich auch anzumelden, wenn's geht; abe ich gemacht - und vergessen. Dann bekam ich eine mail von dem dogspotteam, mich doch zu melden. Das traf sich gut, weil ich grad viel am PC zu tun hatte und solche Dinge wie Forenbeiträge als Ablenkung zum Kopfdurchpusten nutze.

Ich weiß, dass nicht jedem mein Ton gefällt, aber das ist mir piepegal - er/sie muss mich ja nicht lesen. Ich rede keinem nach dem Mund - dafür bin ich bekannt. Ich weiß allerdings auch genau, was Pressefreiheit/freie Meinungsäußerung ist (und wo die Grenzen im juristischen Sinn überschritten werden, aber da müsste die Äußerung schon volksverhetzend/gewalteverherrlichend sein), da ich eben nicht nur mit Hunden, Züchtern, Ausbildung, Training sondern auch mit Medien zu tun habe - alles nicht nur theoretisch sondern auch praktisch.

Solche Leute wie horselady kenne ich zuhauf - lauter Menschen, die ziemlich einseitig informiert sind (nihct nur in der HUndeszene). Manche können nichts dazu, weil die Menschen, die sie informieren und auf deren Meinungsbildung großen Einfluss haben, eigentlich sehr nette Menschen sind (ein Mensch besteht ja nun nicht nur aus einer Seite sondern ist vielschichtig - sogar ich - was es aber auch möglich macht, dass sich zwei Menschen, die sich in eines best. Sache im übertragenen Sinn an die Gurgel gehen möchten, insgesamt prima vertragen). Aber wenn man dann richtig erwachsen wird, informiert man sich schon eher umfassend - ok, machen manche Erwachsene nicht, aber dann frage ich mich, ob sie die nötige Reife besitzen.....

Was die Hundevereine betrifft:

Der VDH hatte - gem. der eigenen Satzung best. Vorgaben bzgl. des MDR1-Gendefekts aufgestellt. reaktion des CfbrH und des DCC > Anwälte eingeschaltet, Riesentheater gemacht,VDH zurückgepfiffen durch drohenden rechtsstreit, den der VDH möglicherweise verloren hätte, weil er gewisse Regularien nicht beachtet habe (obwohl er aus anderer Sicht rechtlich korrekt gehandelt hat). Es wurde ein Kompromiss gefunden, soll heißen, ein vorgeschriebenes Screening bis zu einem best. Zeitpunkt. Für mich ist das Verhalten der Clubs SKANDALÖS, zumal die Problematik zu diesem Zeitpunkt schon seit über 7 Jahren bekannt, sogar züchterisch zu bekämpfen gewesen war! Aber nein - das Aussehen auf Schauen war wichtiger als die Gesundheit der Welpen aus den kritischen Verpaarungen! Neu ist das alles allerdings nicht, denn solche Widerstände in der Züchterszene gibt es zu allen möglichen Zuchtthemen/Rassen.

Dank Internet sind aber die Interessenten informiert - und deswegen haben es gewisse Züchter schwerer als andere. Am deutlichsten ist der Trend nach dem ursprünglchen Typ Collie zu sehen, sprich Amilinien (es gibt da so einige im VDH, die auf best. Importen aufbauen). Der Collie hat/te einen schlimmen Ruf bekommen, den die Käufer außerhalb des VDH suchen ließen; Grund war der zum wesensschwachen, kleinen Plüschmonster mutierten Hund, der in sich immer wieder dieselben Vererber trug (als eine der Linien sei hier genannt: oft Reinhardt-Rüden im Einsatz, ebenso deren Nachkommen). Der Genpool reduzierte sich durch Champion- und Linienzucht - wohlgemerkt: das ist ÜBERALL bei den Rassehunden, nicht nur bei den Collies. Außerhalb des VDH gibt es wedreum Clubs, die weniger streng sind mit den Zuchtvorgaben bzw. allgemein nur als Voaraussetzung schreiben, es sollen gesunde Hunde verwendet werden (was ich ein Unding finde - die sollten UNBEDINGT nachbessern durch Präzisierung!), aber auch Clubs, die WESENTLICH strengere Anforderungen an die Zuchtpartner und Züchter stellen! Die sollten sich der DCC und der CfbrH mal zum Vorbild nehmen! ACHTUNG: bei anderen Hunderassen findet man das auch!

Der VDH (sowie die anderen FCI-Länder) sollten sich wirklich überlegen, wie sie eine Kooperation mit Nicht-VDHlern eingehen können, wobei es weiterhin strenge bzw. noch strengere Zuchtregeln geben sollte. In einem Editorial des UR wurde ausdrücklich darum gebeten, Nicht-VDH-Züchter zum Eintritt in den VDH zu bewegen, samt deren Zuchthunden. Da wurden dann plötzlich aus "so genannten" Rassehunden "echte, anerkannte" Rassehunde, aus "unseriösen Schwarzzüchter" plötzlich "seriöse VDH-Züchter".

Ich denke, es können durchaus VDH-Züchter und Nicht-VDH-Züchter so kooperieren, so dass z.B. Deckrüden außerhalb des VDH im VDH eingesetzt werden können bzw. Deckrüden innerhalb des VDH für Zuchten außerhalb des VDH. Voraussetzung ist ein gemeinsames, strenges Reglement - doch leider ist es immer noch so, dass sogar Deckrüden, die in der FCI stehen, und bei einer VDH-ZUcht eingesetzt werden. nicht die Voraussetzungen des Deckrüden erfüllen müssen, der im VDH steht.

Wie lange soll dieses Vabanque-Spiel für die Rassehundezucht noch weitergehen?

Der VDH sollte endlich auch mal Rückgrat zeigen gegenüber den FCI-Ländern, die manches sehr lasch sehen!

Und er muss bei seinen Mitgliedern (= Zuchtvereinen) strikt aufräumen ansatt sich von denen unter Druck setzen zu lassen. Sonst macht er sich unglaubwürdig und einen noch höheren Imageverlust als den, den er jetzt schon zu beklagen hat!
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
Lolobrigida
  • Halbstarker
Beiträge: 299
Original von melwin:


Das ist ja das Problem, dass viele Menschen nicht über die demokratischen Grundregeln des Vereinslebens informiert sind.

Wer mehr als einmal eine Jahreshauptversammlung mitgemacht hat, wird erkennen, dass nicht nur die Antragstellenden sondern auch die Beschliesenden zu 95 % Züchter sind - und von denen sind 90 % Hündinnenbesitzer.

*
Ich nehme mal an, dass Du hier von Zuchtvereinen sprichst. Wer aber sollte in einen Zuchtverein sonst die Mehrheit haben, wenn nicht die Züchter und Deckrüdenbesitzer? Es sei denn, es ist ein Zuchtverein, in dem auch Hundesport getrieben wird.

²Jeder Verein hat auch passive Mitglieder. Diese finanzieren im Prinzip fast alles, denn durch die aktiven Mitglieder - hier die Züchter und Richter - sind die Kosten eines Vereins nicht zu stemmen. Dabei handelt es sich größtenteils um Liebhaber dieser Rassen bzb. Familienhundbesitzer. Die Familienhundbesitzer baden letztendlich das Ergebnis und eine schlechte Zuchtqualität aus. Diese Menschen hegen und pflegen ihre Lieblinge teilweise mit sehr hohen Kosten über Jahre hin. Leider nehmen diese Personen nicht an Versammlungen teil.

------



Das Interesse dieser Züchter ist doch, mit ihren vorhandenen Hund züchten zu können. Gerade bei den mittel- und großen Rassen kann sich kaum ein Züchter mehr als eine Hündin halten, eine Zuchthündin zu kaufen und die evtl. eigene "Schrott"-Hündin abzugeben ist diesen Leuten doch zu teuer.



........
*
Da habe ich durch weg andere Erfahrungen gemacht.Die meisten Züchter großer Rassen, die ich kenne halten mindestens 2 Zuchthündinen ,oft auch mehr. Hunde, die zur Zucht nicht geeignet sind, werden dann meistens an Liebhaber der Rasse oder an Sportler zum Welpenpreis abgegeben.

²Während meienr 20 jährigen Vereinszugehörigkeit in 2 Zuchtvereinen (einer davon im Ausland) habe ich feststellen können, dass es bei dieser Großhunderasse lediglich 2 bis 4 Großzüchter (also jene, die mehr als 3 Zuchthündinnen hatten) gab. (0 % der Züchter haben nur eine Hündin und wenn diese zuchttauglich ist, dann züchten sie, sonst nicht.






Also werden dem entsprechend Änderungsanträge zur Zuchtordnung bzw. zu den Zuchtzulassungsvorassetzungen gestellt und natürlich stimmen darüber wieder in der Mehrheit "Zwinger"-Besitzer ab!



*
Ich weiß ja nicht, wo Du an Jahreshauptversammlungen teil nimmst, aber in einem normalen (anerkannten) Zuchtverein werden keine Änderungsanträge zur Zuchtzulassung oder ähnliches beschlossen. Da mußt Du dann schon als Deligierter deines Zuchtvereins zur JHV deines Dachverbandes gehen und dort (vorher)deinen Antrag stellen. Da werden keine Änderungen oder Zuchtzulassungen einfach so mal schnell geändert. Sie werden höchstens erst mal zur Diskusion gestellt. Bis zur Änderung ist dann noch ein weiter Weg. Zumindest ist dass in den FCI-Vereinen so.

>²Ob es Delegierte gibt, hängt von der Größe des Vereins ab. Delegierte sind auf den Teilversammlungen gewählte Mitglieder, die an der Teilversammlung selbst teilgenommen haben.

Es ist falsch, dass nur der jeweilige Dachverband die Zuchtzulassung und die Zuchtordnung stellen. In vielen Vereinen wird neben den Ausstellungen keine zusätzliche Zuchtzulassung gefordert. Die Vereine selbst, bestimmen die weiteren, engeren Vorschriften. Diese Vorschriften dürfen lediglich die VORGABEN DES DACHVERBANDES nicht schwächen.
...........

Auch der VDH besteht zu einer großen Mehrheit aus "Abgesandten" der bestehenden und im VDH aufgenommenen Clubs. Also hier schließt sich dann doch der Kreislauf!
>
..........


*
Den Satz verstehe ich leider nicht so ganz. Der VDH besteht aus seinen Mitgliedern, nicht aus irgend welchen Abgesannten der Zuchtvereine. Zu den JHV des VDH nehmen allerdings nur Abgeordnete der angeschlossenen Zucht-und Sportvereine teil, die dann dort (nach vorheriger Antragstellung) ihre Belange vortragen können. Wie dass in den (noch) nicht anerkannten Vereinen ist weiß ich nicht. Allerdings gibt es dort "Vereine", die dass regeln, wie sie gerade Lust haben.Ist ja auch kein Wunder, wenn einige regelrechte" Familienbetriebe" sind. Die werden oft nicht mal von den Vereinen außerhalb des FCI anerkannt.

²Hier muss ich Dich entäuschen, so geht es nicht nur in den Vereinen, dem VDH, dem FCI und dem UCI zu, sondern auf der ganzen Welt in allen Bereichen der Wirtschaft und Politik. Übrigens handelt es sich hier beim VDH und dem FCI auch nur um Vereine und in diesem Fall um juristische Personen des privaten Rechts.

²Sorry, Gesellschaftsrecht: Juristische Personen werden durch natürliche Personen vertreten! Die Verein sind Mitglieder des VDH, richtig, aber reden, wählen, in Gemien mitarbeiten und beschließen tun immer noch einzelne Menschen und diese sind Mitglieder der sog. "angeschlossenen Vereine". Diesen Vertretern wird teilweise durch Beschlüsse der Vereine oder Landesgruppen oder Ortsgruppen oder etc. vorgegeben, wie sie in einzelnen Fragen zu stimmen und zu reagieren haben. Auch in den Vereinen herrscht der sog. "Koalitionszwang".

²Vielleicht verstehst Du es ja jetzt besser. Wenn nicht, befasse Dich doch einmal mit den Rechtsgrundlagen von Vereinen des privaten Rechts. Es bleibt der Mensch, in diesem Fall immer der Züchter, der Interesse am Verkauf seiner Welpen hat, sonst würde er sie ja behalten. Eine mit bekannte Züchterin (ist allerdings schon ein paar Jahre her) hat mir einmal deutlich gesagt: Vom Verkaufserlös eines Wurfes hat sie sich ihre Wohnlandschaft gekauft (allerdings ohne Berücksichtigung des eigenen Arbeitsaufwandes).
Zuletzt geändert am 23.01.2014 15:48 Uhr
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
+ 1
Original von Lolobrigida:
>> ²Jeder Verein hat auch passive Mitglieder. Diese finanzieren im Prinzip fast alles, denn durch die aktiven Mitglieder - hier die Züchter und Richter - sind die Kosten eines Vereins nicht zu stemmen. Dabei handelt es sich größtenteils um Liebhaber dieser Rassen bzb. Familienhundbesitzer. Die Familienhundbesitzer baden letztendlich das Ergebnis und eine schlechte Zuchtqualität aus. Diese Menschen hegen und pflegen ihre Lieblinge teilweise mit sehr hohen Kosten über Jahre hin. Leider nehmen diese Personen nicht an Versammlungen teil.




Weshalb nicht? Es gibt in den einzelnen Vereinen auch Versammlungen/Jahreshauptversammlungen. Da können sie doch teilnehmen,wollen sie aber leider meistens nicht. Nur hinter vorgehaltener Hand meckern ist ja auch einfacher als bei einer Versammlung offen für seine Meinung zu stehen. An den Versammlungen des Hauptvereins können natürlich nur von den Vereinen deligierte Mitglieder teilnehmen. Sonst würde der Platz auch nicht ausreichen. Wobei ich bezweifle, dass außer den Deligierten noch viele andere Mitglieder teilnehmen würden. Die Kosten tragen in der Regel die Deligierten selbst und dann ist es auch noch eine Zeitfrage,denn da geht der ganze Tag drauf. Also muss mal wieder der Vorstand in den sauren Apfel beißen, aber dafür ist er ja da. Wer soll sonst die Meinung der Mitglieder vertreten, wenn nicht der Vorstand? Ich habe in meinen etw. 30 Vorstandsjahren erst 2 Mitglieder erlebt, die deligiert werden wollten und auch wurden.



²Während meienr 20 jährigen Vereinszugehörigkeit in 2 Zuchtvereinen (einer davon im Ausland) habe ich feststellen können, dass es bei dieser Großhunderasse lediglich 2 bis 4 Großzüchter (also jene, die mehr als 3 Zuchthündinnen hatten) gab. (0 % der Züchter haben nur eine Hündin und wenn diese zuchttauglich ist, dann züchten sie, sonst nicht.


Bei uns hatte jeder Züchter durchschnittlich 2-4 Zuchthunde.Eine war selten, mehr auch.


Es ist falsch, dass nur der jeweilige Dachverband die Zuchtzulassung und die Zuchtordnung stellen. In vielen Vereinen wird neben den Ausstellungen keine zusätzliche Zuchtzulassung gefordert. Die Vereine selbst, bestimmen die weiteren, engeren Vorschriften. Diese Vorschriften dürfen lediglich die VORGABEN DES DACHVERBANDES nicht schwächen.


Von welchen Vereinen sprichst Du hier? In den Zuchtvereinen, in denen ich Mitglied war gab es erst eine NZP, um den Nachwuchs zu beurteilen und dann für die angehenden Zuchthunde eine ZTP bzw.eine Körung. In beiden Fällen muß eine Ausstellungsbewertung und ein Abrichtekennzeichen vorliegen.Natürlich auch die Gesundheitsbewertungen der einzelnen Rassen.



Die Verein sind Mitglieder des VDH, richtig, aber reden, wählen, in Gemien mitarbeiten und beschließen tun immer noch einzelne Menschen und diese sind Mitglieder der sog. "angeschlossenen Vereine". Diesen Vertretern wird teilweise durch Beschlüsse der Vereine oder Landesgruppen oder Ortsgruppen oder etc. vorgegeben, wie sie in einzelnen Fragen zu stimmen und zu reagieren haben. Auch in den Vereinen herrscht der sog. "Koalitionszwang".



Gut, bleiben wir mal beim VDH. Die Mitglieder sind einer Ortsgruppe angeschlossen ,die OG hat einen von den Mitgliedern gewählten Vorstand, der die OG vertritt. Die OG ist dem entsprechenden Landesverband angeschlossen, wo wiederum von den OG-Delgierten/Vorstand der Landesgruppenvorstand gewählt wird, um die Landesgruppe zu vertreten. Dann gibt es den Hauptzuchtverband des VDH der ebenfals gewählt wurde. Die wiederum sind FCI angeschlossen.OG-LG-HZV des VDH-FCI. Wo kämen wir hin, wenn jedes einzelne Mitglied sein eigenes Süppchen kochen würde? Dafür gibt es vorgeschriebene Wege.Da kann doch nicht jeder Züchter oder kleine Verein seine eigene ZO machen, ohne es von entsprechender Stelle absegnen zu lassen. Aber, ich glaube, dass ist ein Thema, dass hier mit allen Einzelheiten nicht all zu viele interessieren wird. Das gehört doch eher in ein Züchterforum. Da kann man dann auch alle Einzelheiten bis ins kleinste besprechen.Hier würde es nicht nur zu weit gehen, sondern auch noch langweilig werden, weil es kaum jemanden interessiert.



²Vielleicht verstehst Du es ja jetzt besser. Wenn nicht, befasse Dich doch einmal mit den Rechtsgrundlagen von Vereinen des privaten Rechts.



Dass habe ich getan,ich glaube aber nicht, dass es hier von großen Interesse ist,alles noch mal haarklein auseinander zu nehmen.So viel wird sich nicht geändert haben. Die Mitglieder hier sind zum größten Teil Hundefreunde/-sportler/-liebhaber ,die sicher andere Interessen haben als haarklein die Gesetze der einzelnen Vereine auseinander zu nehmen.Denke ich jedenfals mal.Da lasse ich lieber die Ordner da stehen, wo sie sind.
Liebe Grüße von Melwin.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1390
Ja, könnte wirklich langweilig werden.....

Doch jetzt kommt ein Tip, den JEDER beherzigen sollte, der in einem Verein organisiert ist.

Es gibt gesetzliche Vorschriften, wie ein Verein aufgebaut sein muss, was ein gemeinnütziger Verein ist oder ein Verein in Gründung usw. > steht in der BRD im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Es gibt in dieser HInsicht Literatur, die auf diese Paragraphen hinweist. Man sollte sich ein Buch (Taschenbuch reicht) zum Thema Verein kaufen sowie das BGB (was man eh immer gebrauchen kann).

Warum sollte sich auch ein passives Mtglied informieren?

Es geht u.a. um Haftungsfragen, denn wenn der Vorstand Mist baut, Verträge verhunzt usw., könnte auch das "normale" Mitglied rechtlich negativ betroffen sein (Schadensersatzleistung).

Außerdem gibt es Vorstände, die sich demokratisch geben, es jedoch nicht sind und nur ihr eigenes Süppchen kochen. Beispiel: es gibt den Verein xy, der sich aus 2 Familien und deren Freunden gebildet hat; selbstverständlich sind die Vorstandsposten von diesen Leuten besetzt. Wie sieht es in der Kasse aus? Was ist, wenn sich diese Leute zanken? Wer überprüft wen? Was MUSS geschehen, wenn ein Mitgled des geschäftsführenden Vorstands verstirbt? Wer ist alles zeichnungsberechtigt/kann Geschäfte im Namen des Vereins tätigen?

So muss z.B. eine außerordentliche Mitgliederversammlung berufen werden, wenn z.B. der Kassenwart, der lt. Vereinssatzung im geschäftsführenden Vorstand sitzt, und nun verstorben ist. man kann nicht einfach einen anderen Kassenwart beiordnen oder Jahre ohne Kassenwart verbringen und dies als kommissarisch abtun. Das mag dem Einzelnen egal sein, doch was hat das für Auswirkungen auf Handlungen wie Ausgaben tätigen, Verträge erfüllen usw.?

Wenn gewisse Regularien nicht eingehalten werden, können z.B. auch Beschlüsse als nichtig erachtet werden; zumindest sind sie erfolgreich anfechtbar.

Gibt es nicht in einem kleinen Verein? DOCH! Besonders gruselig/streng in einem gemeinnützigen Verein.

Übrigens: die Gechäftsordnung ist ebf. wichtig, denn für Dinge, die sich schnell ändern können, ist es einfacher, diese in einer GO zu verankern als in der Satzung, da die Änderung der Satzung über den Notar an das Vereinsgericht/Registergericht muss, während die Änderung der GO über die MV laufen kann (Mehrheitsvotum). Das können z.B. die Höhe Mitgliedsbeiträge sein oder die Höhe und Art einer evtl. Aufwandsentschädigung.

Glaubt es oder auch nicht: es gibt nichts, was es nicht gibt!

Bei der MV eines größeren Vereins dabei zu sein, ist manchmal doch sehr mühsam für ein passives MG. Wenn man dort meckert, kann einem da schon böse der Wind ins Gesicht fahren nach dem Motto: "Du hast doch keine Ahnung, züchter erst mal!" Oder auch: "Du hast ja erst nur x Würfe gemacht, wir aber schon xxx, als Neuling hast du den Mnd zu halten und zu lernen!" Nun ja, ich habe da keine Probleme mit, da weiß ich mich schon zu behaupten und meine Einwände fundiert vorzubringen (oder muss ein Richter auch erst einen Mord begehen, um einen Mörder zu verurteilen?), doch lieber mache ich es öffentlich bzw. beides. Auch dies kann ich begründen: innerhalb der MV werde ich zwar gehört, erscheine vllt. sogar im Protokoll (manchmal wird das auch "vergessen", doch dann verschwindet alles in der Versenkung, weil nur das Ergenis = Meinung der Mehrheit = best. Züchterriege zählt. Bislang bin ich ganz gut damit gefahren, auch öffentlich Missstände anzuprangern, wenn es vereinsintern nicht ausreicht. Mit Missständen meine ich nicht den Zickenkrieg, den man da manchmal beobachten kann sondern allgemeine Themen, die auch sonst in der Öffentlichkeit stehen, z.b. Zuchtbedingungen- Wer sich dann auch noch im Vereinsrecht auskennt, kann a) den Vorstand unterstützen, der oft aus Unwissenheit Bockmist baut und b) ordnungsgemäß, sachlich (und nicht über die irrationale und erfolglose emotionale Ebene) eine Veränderung allein schon aufgrund gesetzlicher Regelungen herbeiführen (wenn nicht in der MV, weil es immer Weghörer gibt, dann im Nachhinein, spätestens als Mitteilung beim Registergericht/Vereinsgericht oder gerne auch erst einmal beim Dachverband).
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
melwin
  • Rudelbeschützer
Beiträge: 2142
+ 1
Original von Lincan:

Ja, könnte wirklich langweilig werden.....

Doch jetzt kommt ein Tip, den JEDER beherzigen sollte, der in einem Verein organisiert ist.

Es gibt gesetzliche Vorschriften, wie ein Verein aufgebaut sein muss, was ein gemeinnütziger Verein ist oder ein Verein in Gründung usw. > steht in der BRD im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Es gibt in dieser HInsicht Literatur, die auf diese Paragraphen hinweist. Man sollte sich ein Buch (Taschenbuch reicht) zum Thema Verein kaufen sowie das BGB (was man eh immer gebrauchen kann).


Beim VDH bekommt jedes neue Mitglied beim Eintritt in den Verein die Satzung des VDH und die Satzung der OG ausgehändigt. Da steht alles wichtige drin. Ansonsten kann auch im Verein Einsicht in die Unterlagen genommen werden. Jedes Vorstandsmitglied besitzt diese Unterlagen, in denen alle Belange/Vereinsrechte usw. stehen. Da alle Vorstandsmitglieder regelmäßig geschult werden , ist gerade das Vereinsrecht eines der Hauptthemen dieser Schulungen.



Warum sollte sich auch ein passives Mtglied informieren?


Schaden würde es sicher nicht.


Es geht u.a. um Haftungsfragen, denn wenn der Vorstand Mist baut, Verträge verhunzt usw., könnte auch das "normale" Mitglied rechtlich negativ betroffen sein (Schadensersatzleistung).




In einen eingetragenen Verein (e.V.) wird kein Mitglied oder Vorstandsmitglied mit seinem eigenen Vermögen Haftbar gemacht. Es sei denn, er hat bewußt eine Straftat begangen (Unterschlagung von Vereinsgelder o.ä.). Baut der Vorstand Mist, dann muß er dafür vor den Mitgliedern (in der MV) Rechenschaft ablegen. Ist er dadurch nicht mehr tragbar, wird er mit Beschluß der MV abgesetzt. Hat der Verein sich zugrunde gerichtet, z.B. durch Überschuldung, schlechtes wirtschaften, dann steht der Verein mit seinem Vereinsvermögen dafür ein, aber nicht mit dem Vermögen der Mitglieder. Da kommt keiner ran. In dem Fall würde sich der Verein auflösen.



Außerdem gibt es Vorstände, die sich demokratisch geben, es jedoch nicht sind und nur ihr eigenes Süppchen kochen. Beispiel: es gibt den Verein xy, der sich aus 2 Familien und deren Freunden gebildet hat; selbstverständlich sind die Vorstandsposten von diesen Leuten besetzt.


In solchen "Vereinen" tritt man doch normaler Weise nicht ein. Davor wird doch immer wieder gewarnt. Das sind die Zuchtvereine, die weder vom VDH noch außerhalb des VDH anerkannt werden. Das sind dann in der Regel die "Zuchtvereine", die ihre Papiere für die Welpen auch selbst drucken. Leider bilden sich aber auch Sportvereine auf diese Weise. Die sollte man auch genau prüfen, bevor man dort Mitglied wird.





Was MUSS geschehen, wenn ein Mitgled des geschäftsführenden Vorstands verstirbt? Wer ist alles zeichnungsberechtigt/kann Geschäfte im Namen des Vereins tätigen?

So muss z.B. eine außerordentliche Mitgliederversammlung berufen werden, wenn z.B. der Kassenwart, der lt. Vereinssatzung im geschäftsführenden Vorstand sitzt, und nun verstorben ist. man kann nicht einfach einen anderen Kassenwart beiordnen



Doch, muß man sogar. Der wird dann bis zur nächsten MV /Wahl komm. eingesetzt. Es wird dann eine Nachwahl durchgeführt.


Wie schon gesagt,das Thema gehört in ein Züchterforum. Deshalb klinke ich mich jetzt aus diesem Thema aus.Es nimmt sonst kein Ende.
Liebe Grüße von Melwin.
Lincan
  • Begleithund
Beiträge: 1390
1. Es war ALLGEMEIN gehalten, da es jeden noch so kleinen Klitschenverein betrifft, ob Hundefreunde oder sonstwas.

2. Doch, Haftungsfragen wichtig für ALLE Mitglieder, da auch ALLE betroffen sein können - siehe BGB

3. Nein, es darf kein neuer Kassenwart beigeordnet werden von den übrigen Vorstandsmitgliedern, sondern es muss so schnell wie möglich /zeitnah eine außerordentliche MV abgehalten werden!

Habe alles mit Registergericht usw. durchgezogen; es waren u.a. auch Politiker, Anwälte involviert, die schlichtweg das Vereinsrecht "umgehen" wollten; sogar der LV hatte Riesenbockmist gebaut > Beschlüsse waren nichtig, Arbeitsverträge in Gefahr, rechtliche Auseinandersetzungen drohten. Ich wardie Blöde - dachte man - aber komischerweise hatte ich als einfaches Mitglied mehr Ahnung, Um es kurz zu machen: das Vereinsgericht hat aufgrund meiner HInweise (die ich zuvor selbstverständlich erst mit dem Vorstand sowie den Mitgliedern auf der MV vorbrachte, leider ohne Erfolg) aufgeräumt bzw. den Vorstand angehalten, endlich vernünftig und rechtlich korrekt zu arbeiten (vermutlich auch Nachhilfe in punkto Vereinsrecht gegeben - sehr traurig!) . und damit den Verein gerettet! es handelte sich NICHT um einen Hundeverein; es war eine andere Liga.
Nicht meine Hunde brauchen einen Maulkorb sondern ich!
struppilein
  • Halbstarker
Beiträge: 459
+ 1
Manch einer gibt nie auf bis er Recht bekommt, egal ob er Recht hat oder nicht. Da hast Du ja eine ganze Menge mitgemacht, als einfaches ,unbedeutendes Mitglied in Deinen Verein. Andere waren im Vorstand und haben sich regelmäßig in Vereinsfragen fortbilden müssen, haben aber scheinbar keine Ahnung.Na ja , von mir aus. Bin übrigens gerade vom Training gekommen. Da habe ich mal den Vorstand gefragt, wie das so ist mit dem Vereinsrecht.Ich habe ihnen die Diskusion mal ausgedruckt. Der meinte nur, das dass, was Melwin sagt doch richtig ist. So haben sie es auch gelernt.
Wie lange ist das denn bei Dir schon her gewesen,mit dem Gericht? Eventuell bist Du nicht mehr auf den aktuellen Stand? Wenn Dein Geburtsjahr im Profil richtig ist, dann bist Du ja auch nicht mehr die Allerjüngste (93) ? Da fließt dann schon eine Menge Wasser die Spree runter.Ich will damit sagen, die Vereinsgesetze können sich auch mal in so langer Zeit ändern.
Lolobrigida
  • Halbstarker
Beiträge: 299
Original von melwin:



Von welchen Vereinen sprichst Du hier? In den Zuchtvereinen, in denen ich Mitglied war gab es erst eine NZP, um den Nachwuchs zu beurteilen und dann für die angehenden Zuchthunde eine ZTP bzw.eine Körung. In beiden Fällen muß eine Ausstellungsbewertung und ein Abrichtekennzeichen vorliegen.Natürlich auch die Gesundheitsbewertungen der einzelnen Rassen.

Ich spreche von einem VDH angeschlossenen Verein, der mit ca. 124 Jahren der erst zuchtbuchführende Verein Europas dieser Rasse ist. Die Rasse ist bereits, wie aus der Geschichte (nicht der Rasse- oder Vereinsgeschichte) hervorgeht seit Ende des 18. Jahrhunderts bekannt und hat sich lt. dieser Geschichte allein aus dem Nutzen einzelner Tiere verschiedener Rassen fast natürlich entwickelt. Ich schätze, der Verein hat zzt. in Deutschland ca. 1300 Mitglieder.

Da aufgrund ihrer Natur diese großen Hunde nur mit viel Aufwand in einer Wohnung halten lassen, hat sich diese Rasse bisher nicht zu einem Modehund entwickelt.
Der zweite Verein, übrigens im Ausland ansässig, gehört ebenfalls zur FCI, unterliegt dem dortigen Zuchtverband, der nicht nur Zuchtverband von Hunden, sondern auch von anderen Haus- und Nutztieren ist und staatlich kontrolliert wird.
Kostenlos anmelden
MY dogSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online