Wirbelsäulenarthrose Golden Retriever

Betty09
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Liebe Community

meine Hündin Betty ist 9 Jahre und wird im Dezember 10 Jahre. In letzter Zeit bemerkte ich dass sie nicht mehr so weit laufen wollte. Also manchmal ja und dann wieder nein. Ich richte mich da vollkommen nach ihr. Wenn ich merke sie will länger, dann laufen wir, aber wenn ich merke oh, jetzt reicht es, dann drehen wir um. Jetzt war ich am Donnerstag beim Tierarzt, der sie Röntge und die Wirbelsäulenarthrose Diagnose stellte. Er verschrieb mir Schmerztabletten und auch Physio und meinte, sie könnte damit Leben. Jetzt stelle ich aber fest, dass sie seitdem noch weniger laufen will. Jetzt weiß ich nicht, was sagt ihr zur Diagnose und den Schmerztabletten? Habt ihr vielleicht auch so eine Diagnose und Tipps für mich, was da Helfen kann?
Vielen Dank
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9111
Moin Betty !Meine Schäferhündin litt auch an Arthrose, hervorgerufen u.a. durch ihre Spondylose. Das ist aber nicht so wichtig woher es kommt, es ist da und muss also behandelt werden.
Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit Heel Tbl., Gabe von Kolagenhydrosolat (war ein Tip einer dogSpot Userin) und natürlich der Gabe von effektiven Schmerzmedikamenten vom TA. Entscheidend ist bei der Behandlung (meiner Meinung und Erfahrung nach) die Entzündung so gut wie möglich zu hemmen und den Knorpel schützen, nat. ebenfalls so gut wie möglich.
Eine chronische Arthrose ist ja leider nicht heilbar, da zerstörter Knorpel nicht wieder „repariert“ werden kann. Das bestmögliche Ziel der Behandlung ist daher, das Krankheitsgeschehen soweit wie möglich (!) aufzuhalten oder wenigstens einzudämmen und das Fortschreiten dadurch zu verlangsamen. Eine Arthrose-Behandlung muss immer dauerhaft durchgeführt werden, also für den Rest des Lebens.
Die Schmerzen müssen zuverlässig gelindert und die Gelenkfunktionen und damit die Beweglichkeit wieder verbessert werden.
Also ist die Therapie eures TA vermutlich genau das, was machbar ist. Ich würde nach eurem ersten Termin bei der Physiotherapie, die Therapeutin ganz genau befragen, wie, wie oft, wie lange, u.s.w. ihr gezielte Bewegungen, Spaziergänge, u.s.w. durchführen sollt und mich auch erstmal daran halten.Auch würde ich sie/ihn befragen, ob sie noch Tipps für Nahrungsergänzungen, Homöopathie, und ähnliche Unterstützungen hat und das dann auch mit eurem behandelnden TA abklären, b.z.w. auch die o.g. Tipps von ihm erfragen.
Ich denke, dann hast Du so ziemlich alles getan, was möglich ist, denn Heilbar ist es ja nicht.
Na ja, ich bin ja nun kein TA, Physiotherapeut, o.ä. und ich kann ja leider nur meine Meinung aus meinen Erfahrungen mitteilen.
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Zuletzt geändert am 24.04.2019 10:10 Uhr
Betty09
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vielen dank für deine ausführliche Antwort. Darf ich fragen, wie alt deine Hündin war, als sie die Diagnose bekam? Kann ein Hund mit dieser Diagnose alt werden? Weil die Lebenserwartung dieser Rasse liegt ja bei 10 bis 15 Jahren. Und natürlich auch Glücklich, das ist ja auch das Wichtigste, dass sie ihr Lebhaftes Wesen dadurch nicht verliert. Früher wollte sie weitere Runden, jetzt richte ich mich total nach ihr. Wenn ich merke große Runde, laufen wir diese und wenn ich merke kleinere Runde, dann laufen wir die kleinere Runde. Das heißt also, sie wird jetzt auch ihr Leb lang Schmerzmittel nehmen müssen, ja?
brigitte6
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Meine Freundin in Andalusien hat einen 6 Jahre alten Schäferhund der auch Arthrose hat,dieser Hund bekommt jeden Tag eine MSM Kapsel
und der Hund läuft wieder ohne Schmerzen.M S M .kommt Ursprünglich aus der Tiermedizin.Auch ich nehme die Kapsel und meine Schmerzen sind nicht mehr so schlimm.Lese mal im Internet nach
tomstep
  • Alpha Hund
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Betty09Meine Ronja war so etwa 7 Jahre als es anfing, also zu merken war. Ich habe es dann ähnlich gemacht wie Du auch. Also lieber kürzere Runden gehen, aber dann halt öfter. Meine Ronja war ein Balljunkie, sie liebte es Bälle, Stöcke, Tannezapfen, u.s.w. zu aportieren. Das ging dann natürlich nicht mehr.
Bis zuletzt war sie aber gut drauf, also gefressen, hat sich immer gefreut wenn Besuch kam, schmusen, und sowas war immer ihr Ding.
Die Schmerzmedikamente habe gut gewirkt und ihr so ein halbwegs (!) gutes Leben ermöglicht. Das war Cimalgex 80 mg, 3/4 Tbl./Tag (abhängig vom Körpergewicht).
Zuletzt allerdings ging allerdings gar nichts mehr und sie konnte nicht ein mal mehr aufstehen. Komplett gelähmt die Hinterbeine.
Unsere Tierärztin war hier zu Hause, hat noch allerhand versucht, leider ohne Erfolg.
Am späten Abend kam sie dann nochmal zu uns und dann habe ich meine Süße gehen lassen müssen. Sie konnte wenigstens hier zu Hause, auf ihrer Decke und in meinen Armen für immer mit 10 Jahren einschlafen.
Das war das einzig Gute was ich meiner Ronja noch erweisen konnte, musste !
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Zuletzt geändert am 24.04.2019 12:24 Uhr
Betty09
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vielen Dank, also das mit diesen MSM Kapseln habe ich gerade mal gegoogelt und das hört sich interessant an. werde ich auf jeden fall bei meinem nächsten Tierarztbesuch ansprechen. vielen dank brigitte6.

tomstep. das die kleine dann wenigstens noch munter war, das ist schön zu hören und dann auch in deinen armen gehen durfte. weil weißt du, man kennst ja seinen hund von klein auf und weiß, an was sie freude hat und betty schwimmt gerne, keine pfütze lässt sie aus und ich wünsche mir dass sie so lange sie lebt, glücklich ist. habe auch schon von hunden gehört, die depressiv werden können und das ist ja dann auch sehr traurig und wenn ich das lese, mit deiner hündin dass sie dann sachen, die sie gerne tat nicht mehr tuen konnte, tut mir das leid. aber wenn sie sich dann trotzdem noch über andere sachen freuen konnte, dann ist das ja schön und man spürt das ja als besitzer. ich werde mir jetzt für das fahrrad einen hundeanhänger besorgen so können wir auch schöne strecken anpeilen und bin gerade dabei wieder zurück aufs land zu ziehen, denn da gehören wir hin. und dann will ich schauen, dass ich in die nähe vom wasser ziehe, so dass sie dann so oft wie möglich ihr wesen voll entfalten kann
Hundeli
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Guten Morgen

und wir haben unserem Hundi damals Kollagenhydrolysat vermischt mit Ziegenmilch ins Futter gemischt. Nach ca. 3 Tagen schien es, als hätte er keine Sorgen mehr.
Je nachdem muss man aber aufpassen, das der Hundi damit nicht zunimmt.........also Futter leicht anpassen.

Grüesslis
Hundeli
Betty09
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vielen Dank Hundeli,

ich hab mir das notiert und frage nächste woche mal beim tierarzt nach
Betty09
  • Forenwelpe
Beiträge: 7
Hallo,

ich hätte noch mal kurz ein paar Fragen. Ich weiß nicht, was ich noch tun kann und ob ich alles richtig mache. Im Moment verwende ich jetzt Zeel Tabletten und noch eine gegen Arthrose. Letztere kann ich aber wenn Tabletten leer wieder absetzen, da nur eine Kur und hin und wieder halt noch Schmerzmittel. Jetzt habe ich ihr eine Treppenhilfe gekauft, die sie aber nicht an nimmt, oder ich angst habe, ich sie dadurch noch mehr zu schädigen. Sie muss bei mir im Moment leider Treppen laufen, aber der Umzug steht schon an, also ich versuche es bis ende des Jahres, braucht halt auch alles seine Zeit, da ich selbst im Moment eben auch noch ein paar Dinge habe, die den Umzug etwas erschweren. Jetzt habe ich für Montag einen Tischler bestellt, von dem ich mir gerne eine Treppenhilfe bauen lassen mag, so dass ich ihr das Treppensteigen bis zum Umzug noch etwas erleichtere. Ich weiß eben nicht, was ich noch tun kann und bin mir eben nicht sicher, ob jetzt die Medikamente aktuell gut sind, oder ob ich eher mal diese genannten Sachen hier im Forum nehmen soll. Jemand noch Ideen?

Recht herzlichen Dank
tomstep
  • Alpha Hund
Beiträge: 9111
Moin!Die hier genannten Zusätze wie Kollagen, MSM, u.s.w. sind ja Zusätze. Also die Medis vom TA würde ich ihr weiter geben um sie möglichst Schmerzfrei zu halten. Alles andere soll ja unterstützen und max. eine Reduzierung der TA Medis erreichen. Gut, wenn es ihr dann richtig gut gehen sollte, kann man die Schmerzmittel immer weiter reduzieren, aber ganz absetzen, würde ich (!) sie nicht.
Eine Heilung ist ja bekanntlich nicht möglich, also kann man ihr nur helfen und als Unterstützung halt noch MSM, Kollagenhydrosolat (Apotheke), Zeel, Traumeel, u.s.w. geben.
Eine gute Rampe ist mit Sicherheit auch eine hervorragende, wenn nicht sogar DIE Unterstützung fürs Hundchen.
Ich denke, viel mehr wirst Du leider nicht machen können, die Erkrankung bleibt ja bestehen !
"Alt gewordenen Pferden das Gnadenbrot zu geben und Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen."(Plutarch von Chäronea, 45 - 120, griechischer Philosoph)
Zuletzt geändert am 19.06.2019 10:41 Uhr
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