ZOS- Zielobjektsuche

julia_90
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Habe so ca vor 1 Monat mit einem Sammy die Zielobjektsuche begonnen. (Habe es mit einem sehr guten Buch von Thomas Baumann selbst gelernt)
Ich baue jetzt immer ein "Trümmerfeld" auf und meiner Meinung nach sucht Sammy schon relativ gut bzw. lange.

Jagen hat er zwar wie oft erwähnt leider noch nicht aufgegeben aber einen Versuch wars wert.
Aber was mich auch wundert ist, dass er nicht so richtig KO ist wie oft beschrieben....

Macht das sonst noch jemand von euch bzw wie sind eure Erfahrungen damit ?
jagdfee
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@Julia: Ich bin ein großer Thomas Baumann-fan und habe seine Kolumnen hierauf dog spot immer wieder durchgeackert. Er trifft mit seinen Ausführungen mein Problem den Nagel auf den Kopf. Ich habe eine "echte" Jagdhündin und "Weltenbummlerin". Draußen ist meist alles andere interessanter als ich. Zwar machen wir kleine (also sehr kleine) Fortschritte, aber es sind enorm viel Geduld und Arbeit notwendig. Sie hängt in der Schleppe, als gilt es die Welt zu retten und sie "verabschiedet" sich beim Freilauf, um sich irgendwann wieder daran zu erinnern, dass "da noch jemand war". Ich trainiere mit dem Futterbeutel, lasse sie Fährten ausarbeiten, clickere, übe Grundgehorsam und, und.. Das Problem des "nicht richtig KO-Seins" kenne ich ebenfalls. Habe gestern erst eine Fährte von ca 500m gelegt. Pillepalle für sie. Sie arbeitet sie souveräne aus und hüpft dann rum wie ein Frosch und "schreit": was machen wir jetzt? Mittlerweile bin ich an einem Punkt, wo ich mir Hilfe von außen suche und mich mit einem Trainer verabredet habe, der zum Hausbesuch kommt, um den Hund in seinem gewohnten Umfeld kennenzulernen und meinem Umgang mit ihm. Und ich hoffe bei Gott, dass der Mann gut ist. irgendwo steckt "mein Fehler", aber ich find' ihn halt nicht. Manche sagen: Du kennst ihre Vorgeschichte nicht, das steckt in dem Hund drin, das bekommst du nicht raus, du hattest sie nicht als Welpe, du musst hart durchgreifen etc. Tipps mag ich dir nicht geben, denn ich kaue und schlucke ja an der gleichen Problematik.. LG
"Es gibt Tage, an denen mein Mittelfinger alle Fragen beantwortet."
julia_90
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Wie sieht denn Fährtenauslegen bei dir aus ?

Oje ja das kenn ich, wenn ich auf Wegen die weiter abseits sind gehe dann ist es eigentlich unmöglich abzulenken. Er zieht mich dann mit der Schleppleine hinterher was ja auch nicht gerade der Sinn von dieser Leine ist. Leckerlies sind nur ganz kurz interessant. Obwohl die Gegend auf solchen Wegen meist am schönsten ist sind diese Spaziergänge leider aber eher anstrengend :/
Zuletzt geändert am 20.08.2013 14:19 Uhr
Lupine 3
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+ 1
Wir haben auch so ein Stehaufmännchen im Rudel. Wie ich im Thema von dir "Hund jagt - welche Leine?...", Julia_90, kurz schilderte, gibt es bei uns auch keine Langeweile. Nasenarbeit machen viele Hunde mit Jagdtrieb super gerne! ZOS mag unsere blinde Iris besonders gerne, aber auch vieles mehr, wie sehende Hunde ihrer Rasse ebenfalls. Chaplin ist ein richtiger Allrounder, der schnell lernt und gerade durch seine Hyperaktivität war es mit der Aufmerksamkeit zu Beginn echt schwierig. Aber alles Training hat sich gelohnt und macht außerdem uns beiden Spaß. Mittlerweile fahre ich mit ihm Dogscooter (die Bremsen und mein Reaktionsvermögen sind dabei oberwichtig!), doch auch dann im Anschluss - nach 10 km aktivem Rennen und Ziehen - trinkt er kurz und fragt dann, was als Nächstes ansteht. Manche Hunde putschen sich mit Aktivitäten sehr auf, schaffen es aber nicht oder sehr schwer, dort wieder "runter zu fahren". Da muss man gerade bei hyperaktiven Hunden liebevoll nachhelfen, indem man zwischen der Aktivität in Bewegung oder anschließend einfach mal "Ruhe" verordnet. Klappt bei uns sehr gut und wird ausgezeichnet akzeptiert.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. (Ernst R. Hauschka) Beurteile Menschen nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten, denn viele reden vortrefflich, aber handeln schlecht. (Matthias Claudius)
Zuletzt geändert am 20.08.2013 19:02 Uhr
jagdfee
  • Halbstarker
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Original von julia_90:

Wie sieht denn Fährtenauslegen bei dir aus ?

Oje ja das kenn ich, wenn ich auf Wegen die weiter abseits sind gehe dann ist es eigentlich unmöglich abzulenken. Er zieht mich dann mit der Schleppleine hinterher was ja auch nicht gerade der Sinn von dieser Leine ist. Leckerlies sind nur ganz kurz interessant. Obwohl die Gegend auf solchen Wegen meist am schönsten ist sind diese Spaziergänge leider aber eher anstrengend :/

Ich spritze (mit Rinderblut) Schweißfährten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, die sie ausarbeiten muss. Also das Jagdrepertoire par excellence. Dabei muss sie sich extrem konzentrieren und vor allem ruhig agieren. Bei einem Jagdhund ist es draußen extrem schwer, mit Futterdummys zu arbeiten. Viele apportieren auch nicht gern, weil sie das vorstehen bzw. stöbern im Blut haben. Jeder Geruch in der Nase wird zur Ablenkung. Aber wenn du solche, von dir beschriebenen Spaziergänge meidest, bewältigst du ja das Problem nicht, dass sie in der Schleppe hängt und sich nicht auf dich konzentriert. Wie gesagt, ich will und kann nicht schulmeistern. Stehe selbst noch am Anfang und bewege mich mit Hilfe eines Hundetrainers in kleinen Schritten vorwärts.
"Es gibt Tage, an denen mein Mittelfinger alle Fragen beantwortet."
Drusylla1983
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Hallo Julia,

ich mache seit ca. 2 Jahren mit meiner Hündin Julie Objektsuche. Bei ihr hat das sehr viel bewirkt, da sie extrem schüchtern und unsicher war... Das hat sich extrem verbessert. Die Kleine ist aber auch schnell gelangweilt, da sie extrem schnell lernt und versteht, was man von ihr möchte. D.h. ich muss ihr immer wieder neue Sachen anbieten und sie fordern.

Julie hat mittlerweile vier Objekte, die sie kennt und sucht bzw. wird nun darauf "gedrillt", verschiedene Gerüche aus so Labor-Röhrchen (verschlossen) heraus zu filtern.

Was sie extrem fordert, ist die Flächensuche (am Besten im Garten beginnen). Da kann man alles mögliche mit den Objekten machen. Unter einem Stein oder Blatt verstecken, in einer gewissen Höhe (zB in einem hohlen Baum) verstecken… Der Fantasie sind da praktisch keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass der Hund das Objekt kennt und auch drinnen schon findet. Außerdem muss das Suchgebiet am Anfang klein und am Besten eingezäunt sein.

Ich werde jetzt mit getrockneten Pilzen üben und möchte dann mit ihr pünktlich zur Pilzsaison mit ihr auf Pilzsuche gehen!
Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen.
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